Studie 175 mexikanische Politiker innerhalb eines Jahres ermordet

Fast jeden zweiten Tag ein Politikermord: Das ist laut einer Studie die durchschnittliche Bilanz der vergangenen zwölf Monate in Mexiko. Viele Opfer hatten im Juli eigentlich zur Wahl antreten wollen.

imago/ ZUMA Press


Blutiger Wahlkampf: In Mexiko sind laut einer Studie binnen einem Jahr 175 Politiker ermordet worden. Unter ihnen waren auch viele Kandidaten für die Wahlen am 1. Juli dieses Jahres. Mindestens 850 Politiker wurden Ziel von Aggressionen. Die am Montag (Ortszeit) veröffentlichte Studie der Consultingfirma Etellekt erfasst den Zeitraum von Anfang September 2017 bis Ende August 2018.

Am 1. Juli fanden in Mexiko Präsidenten-, Parlaments-, Gouverneurs- und Kommunalwahlen statt. Der Wahlkampf war von Gewalt überschattet, Hintergrund war oft die Vermischung von organisiertem Verbrechen und Politik. (Lesen Sie hier ein Interview mit einem Experten für organisierte Kriminalität über das Thema)

Am vorigen Freitag wurde Blas Juan Godínez, gewählter Bürgermeister von Gómez Farías im Norden des Landes, einen Tag vor Amtsantritt niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. Sein Vater war im vergangenen November entführt worden und ist seither verschwunden.

Die Präsidentenwahl im Juli gewann Andrés Manuel López Obrador. Am 1. Dezember wird er das Amt von Enrique Peña Nieto übernehmen. Obrador steht für linke Positionen und will unter anderem die Korruption in Mexiko bekämpfen.

Im Video: Drogenkrieg, Gewalt und Korruption - Mein Mexiko

dbate.de

aev/dpa



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