Angriff auf Polizeikonvoi Dutzende Tote bei Schießerei in Mexiko

Bei Kämpfen zwischen Polizei und mutmaßlichen Bandenmitgliedern sterben mindestens 39 Menschen. Offenbar war ein Polizeikonvoi in einen Hinterhalt geraten. Die Region ist seit Jahren vom Drogenkrieg betroffen.


Bei einer Schießerei zwischen der Polizei und mutmaßlichen Bandenmitgliedern sind im Westen Mexikos mindestens 39 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien viele Zivilisten und zwei Bundespolizisten, sagte ein Regierungsvertreter. Zu den Kämpfen sei es am Freitag gekommen, als ein Polizeikonvoi auf einer Landstraße im Grenzgebiet zwischen den Bundesstaaten Michoacán und Jalisco aus dem Hinterhalt angegriffen worden sei, erklärte ein Behördensprecher. Das Motiv des Angriffs war zunächst unklar.

In der Region herrscht seit Jahren ein Drogenkriegzwischen mächtigen Banden. Im angrenzenden Bundesstaat Jalisco kämpft das Drogenkartell "Neue Generation" gegen die Polizei. Erst in der vergangenen Woche war zudem in der benachbarten Stadt Yurécuaro ein Kandidat für das Bürgermeisteramt während einer Wahlkampfveranstaltung erschossen worden.

Der Mann war früher führendes Mitglied einer der Bürgerwehren gewesen, die Landwirte in Michoacán im Jahr 2013 gegründet hatten, um das Drogenkartell der Tempelritter zu vertreiben. Dieses gilt nach der Festnahme zweier Anführer als geschwächt. In Mexiko wird am 7. Juni gewählt.

brk/Reuters/AFP



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ratxi 22.05.2015
1. Verlorenes Land
México ist verloren. Ich sehe kein Licht mehr am Horizont.
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