Migranten auf dem Weg zur US-Grenze "Trumps Drohungen lassen uns kalt"

Der US-Präsident droht ihnen mit der Armee - doch die rund 7000 zentralamerikanischen Migranten ziehen weiter Richtung US-Grenze. Hier erzählen Sie ihre Geschichten.

Die Argueras
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Die Argueras

Aus Juchitán berichtet


Laufen. Immer weiter, fast ohne Pause. So weit die Füße tragen oder die Schuhe halten. Die Karawane der zentralamerikanischen Migranten zieht durch den Süden Mexikos in Richtung USA.

Es sind Frauen, Männer, Kinder, Neugeborene, sehr viele junge Leute. Sie trotzen den Drohungen von US-Präsident Donald Trump, der andeutet, dass Grenzsoldaten ihre Schusswaffen gegen sie einsetzen könnten.

Die meisten der 7200 Migranten, die gerade in der Hauptkarawane vom mexikanischen Bundesstaat Oaxaca in Richtung Veracruz unterwegs sind, haben nichts zu verlieren. Sie haben schon alles verloren.

Es sind vor allem Menschen aus Honduras, aber auch El Salvador, Guatemala und Nicaragua, die angesichts des Elends, der Perspektivlosigkeit und der Gewalt der Jugendbanden in ihren Ländern das Weite suchen.

Die meisten von ihnen haben von einem Moment auf den anderen alles stehen und liegen gelassen, als sie Mitte Oktober von der Karawane hörten. Einige Migranten aus dieser Gruppe haben SPIEGEL ONLINE in Juchitán, Oaxaca, ihre Geschichten erzählt.

insgesamt 45 Beiträge
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herbert 03.11.2018
1. Jeder muss sich an die Gesetze halten, dass gilt auch für ...
Migranten. Sie können nach der Zusage in Mexico bleiben aber nein, es muss die USA sein. Wenn sie nun von den USA abgewiesen werden, so sind die USA im Recht.
kraus_adam 03.11.2018
2.
Werden die von Trump bezahlt damit der besser durch die Midterms kommt? Bessere Werbung kann der sich doch in seinen kühnsten Träumen nicht erträumen.
Freidenker10 03.11.2018
3.
Der Ort der Geburt hat schon immer über das Schiksal mitentschieden, aber so krass wie in der heutigen Zeit wars wohl noch nie. Reichtum und Wohlstand wecken Begehrlichkeiten, das haben schon die alten Römer erfahren und versucht sich mit Grenzzäunen zu schützen. Bin da selber zwiegespalten, zum einen gibt es natürlich das Recht der Staaten sich selbst zu schützen, eine zu große Migration macht Probleme wie man bei uns sieht, aber auf der anderen Seite würde ich vermutlich auch auswandern wäre ich in einem failed State geboren und hätte keine Chance. Die Migration jedenfalls wird DAS Problem unseres Jahrhunderts, wie auch immer man damit umgehen wird! Kleinreden wird sicherlich eher nicht helfen...!
Beccaria 03.11.2018
4. Nicht aufzuhalten
Das hat schon der "Grüne Marsch" von Marokkos König Hassan II gezeigt, diese Form der Durchsetzung eigener Interessen ist unaufhaltsam. Da kann die betroffene Seite noch so viele Rechtspositionen haben. Das wird Trump auch merken.
Nikolas Schürmann 03.11.2018
5. Die USA sind es selber schuld
Sie haben diverse Drogenbanden und rechte Diktatoren in Lateinamerika unterstützt, sowie Bürger Kriege angefacht, nur damit in den Ländern keine linken Kräfte an die Macht kommen, selbst wenn diese Demokratisch gewählt wurden. Wenn man diese Länder so zu Grunde richtet darf man nicht so tun als gehe einen die Sache nichts an.
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