Mögliche Zahlungen an Playboy-Model Brisante Tonaufnahmen könnten Trump in Bedrängnis bringen 

Der Ex-Anwalt von Donald Trump hat offenbar heimlich Gespräche aufgezeichnet - dabei soll es um Schweigegeldzahlungen des späteren Präsidenten an ein Playboy-Model gehen. Das berichtet die "New York Times".

Donald Trump
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Die Aufnahmen sollen zwei Monate vor den Präsidentschaftswahlen entstanden sein: Michael Cohen, langjähriger Anwalt von Donald Trump, hat offenbar Gespräche von ihm heimlich mitgeschnitten. In den Diskussionen soll es um Zahlungen an ein früheres Playboy-Model gehen. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Anwälte.

Das FBI stellte die Aufnahmen demnach sicher, als es das Büro von Cohen durchsuchte. Die Behörde untersucht derzeit Cohens Rolle bei möglichen Zahlungen an Frauen, die Trump während der Präsidentschaftswahlen mit Vorwürfen hätten schaden können. In diesem Fall hätten diese womöglich als Wahlkampfspenden deklariert werden müssen.

Im Februar hatte das frühere Playmate Karen McDougal dem Magazin "New Yorker" erklärt, sie habe im Jahr 2006 eine mehrmonatige Sexaffäre mit Trump gehabt. Trump und McDougal sollen sich 2006 auf dem Anwesen des "Playboy"-Gründers Hugh Hefner in Los Angeles getroffen haben, wo Trump eine Folge seiner TV-Show "The Apprentice" drehte. Donald und Melania Trump hatten ein Jahr zuvor geheiratet. Das Weiße Haus wies eine Affäre Trumps mit McDougal zurück. Der Bericht sei "Fake News".

Der Jurist muss sich derzeit in mehreren Fällen vor Gericht verantworten. Cohen war zuletzt immer stärker unter Druck geraten. Auch für Trump stellt das eine Bedrohung dar. Schließlich verfügt Cohen als einst enger Vertrauter Kenntnis über viele persönliche Informationen des heutigen Präsidenten.

Bereits im Mai stellte sich heraus, dass Cohen Pornodarstellerin Stormy Daniels 130.000 Dollar kurz vor der Präsidentschaftswahl ein Schweigegeld gezahlt hatte - das Geld erhielt er von Trump zurück.

Zudem unterhielt Cohen offenbar eine schwarze Kasse, gefüllt mit bis zu siebenstelligen Zuwendungen globaler Großkonzerne, darunter AT&T und der Schweizer Pharmakonzern Novartis. Was genau mit diesem Geld passierte, ist noch nicht geklärt.

mho



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