Ex-Anwalt von Trump US-Behörden ermitteln offenbar gegen Michael Cohen wegen Bankbetrugs

Es soll um 20 Millionen Dollar gehen: Einem Medienbericht zufolge untersucht die US-Justiz, ob Michael Cohen Banken betrogen hat. Der Ex-Anwalt von Donald Trump hat sich bislang nicht geäußert.

Michael Cohen
AFP

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US-Präsident Donald Trump hat die Untersuchungen zur mutmaßlichen Einflussnahme Russlands auf die Präsidentschaftswahl 2016 am Sonntag als "schlimmsten" Rückfall in die McCarthy-Ära des Kalten Krieges angeprangert. Er spielte damit auf die Zeit des Senators Joe McCarthy in den Fünfzigerjahren an, als eine Hexenjagd auf Kommunisten und andere vermeintliche "Landesverräter" stattfand.

Seit Beginn seiner Präsidentschaft wird Donald Trump von der Russlandaffäre verfolgt. Sonderermittler Robert Mueller untersucht mutmaßliche russische Einmischungen zugunsten von Trump in den Wahlkampf und mögliche diesbezügliche Absprachen zwischen Trump-Mitarbeitern und Moskau.

Der Verdacht: Bank- und Steuerbetrug in Millionenhöhe

Bereits im Juli hatte Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen neue Details dazu verraten. Gegen Cohen, einst ein enger Vertrauter Trumps, wird unter anderem wegen möglicher Schweigegeldzahlungen ermittelt, die gegen US-Wahlkampffinanzierung verstoßen haben könnten. Nun berichtet die "New York Times", es gebe auch Ermittlungen gegen ihn wegen Bank- und Steuerbetrugs in Höhe von 20 Millionen Dollar.

Cohen soll das Geld in seiner Funktion als Mitbesitzer von Taxi-Unternehmen erhalten haben. Eines davon trägt den Namen: "Mad Dog Cab Corporation". Er soll die Millionenbeträge von der Sterling National Bank und der Melrose Credit Union erhalten haben. Beide Finanzinstitutionen sind demnach dafür bekannt, mit der Taxi-Industrie Geschäfte zu machen. Weder Cohen noch sein Anwalt haben sich bislang zu dem Bericht geäußert.

dop/AFP/Reuters

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