Nach Behandlung in London Sambischer Präsident Michael Sata ist gestorben

Der sambische Präsident Michael Sata ist tot. Er hatte versprochen, Korruption und Misswirtschaft in seinem Land zu bekämpfen. Sata starb im Alter von 77 Jahren in London.

Sambischer Präsident Sata: Starb in einem Londoner Krankenhaus
REUTERS

Sambischer Präsident Sata: Starb in einem Londoner Krankenhaus


Lusaka – Er war zur medizinischen Behandlung in London untergebracht, nun ist der sambische Präsident Michael Sata gestorben. "Präsident Satas Tod wird zutiefst bedauert", erklärte Regierungssekretär Roland Msiska. Sata sei im King Edward VII's Hospital gestorben, meldet auch die "Nyasa Times". Dort sei er seit dem 19. Oktober in Behandlung gewesen.

Bereits seit einiger Zeit wurde über eine schwere Erkrankung des Staatschefs spekuliert. Bei der Generaldebatte der Vollversammlung der Vereinten Nationen im September war Sata noch zu Gast, seine geplante Rede ließ er jedoch bereits ausfallen. Anschließend trat er nicht mehr in der Öffentlichkeit auf. Vor einer Woche flog Sata dann zur medizinischen Behandlung nach London.

Sata war seit 2011 Präsident des südafrikanischen Landes. Die Amtsgeschäfte hatte er vor seinem Abflug nach London dem Verteidigungs- und Justizminister Edgar Lungu übertragen. Laut Verfassung muss nun innerhalb von 90 Tagen ein Nachfolger gewählt werden. Sowohl Lungu als auch Vizepräsident Guy Scott werden als solche gehandelt. Scott wäre der erste weiße Präsident in Afrika seit dem Ende der Amtszeit von Frederik Willem de Klerk 1994 in Südafrika.

Sata hatte die Bekämpfung von Korruption und Machtwirtschaft versprochen. Kurz nach seinem Amtsantritt im September 2011 hatte er damit begonnen, unliebsame Richter abzusetzen, Kritiker einzuschüchtern und enge Verwandte in politische Ämter zu hieven. Kritiker warfen ihm allerdings vor, den Kampf gegen die Bestechlichkeit nur als Vorwand zu benutzen, um politische Gegner aus dem Weg zu räumen.

vek/Reuters/AFP

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