Nach Trump-Kim-Treffen Nordkorea übergibt Gebeine von US-Soldaten an Vereinigte Staaten

"Heute kommen unsere Jungs nach Hause": US-Vizepräsident Mike Pence hat Gebeine gefallener US-Soldaten aus Nordkorea in Empfang genommen - mehr als ein halbes Jahrhundert nach deren Tod.

Mike Pence
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Mike Pence


Mike Pence sprach von einem historischen Moment: Der US-Vizepräsident hat am Mittwoch (Ortszeit) auf Hawaii 55 Särge mit sterblichen Überresten von mutmaßlich im Koreakrieg gefallenen US-Soldaten entgegengenommen. Vertreter Nordkoreas hatten diese in der vergangenen Woche an eine amerikanische Delegation übergeben.

"Einige haben den Koreakrieg als den vergessenen Krieg bezeichnet", sagte Pence. "Aber heute beweisen wir, dass diese Helden nie vergessen wurden. Heute kommen unsere Jungs nach Hause", fügte der Republikaner bei der Zeremonie auf dem Militärstützpunkt Pearl Harbor-Hickam hinzu.

Eine Maschine der US-Streitkräfte hatte die Särge am Freitag aus der nordkoreanischen Stadt Wonsan abgeholt.

Damit wurde eine Abmachung erfüllt, die US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un bei ihrem Treffen am 12. Juni in Singapur getroffen hatten.

33.000 Soldaten starben im Koreakrieg

Trump lobte seinen Stellvertreter Pence nach dem Empfang der Gebeine via Twitter für die "unglaublich schöne Zeremonie".

Auch dankte Trump dem nordkoreanischen Machthaber Kim dafür, dass er sein Wort gehalten und die Gebeine den Vereinigten Staaten übergeben habe. Der US-Präsident fügte hinzu, dies habe ihn gar nicht überrascht.

Forensikexperten sollen die Gebeine in den nächsten Wochen zuordnen und klären, ob es sich tatsächlich um die Überreste amerikanischer Soldaten handelt.

Im Koreakrieg waren rund 33.000 US-Soldaten getötet worden, hinzu kamen mehr als 8000 Vermisste. Zwischen 1996 und 2005 gruben amerikanische Teams bereits die Gebeine von mehr als 220 Soldaten in dem abgeschotteten Land aus - die Aktion wurde jedoch 2005 wegen Sicherheitsbedenken abgebrochen.

dop/dpa



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