Somalia-Mission: Helikopter aus Uganda am Mount Kenia verschollen

Vier ugandische Militärhubschrauber waren auf dem Flug nach Somalia, um dort die Afrikanische Union beim Kampf gegen Islamisten zu unterstützen - doch nur einer kam am Ziel an. Am Mount Kenia verliert sich die Spur. Bisher ist völlig unklar, was passiert ist.

Nairobi - Drei ugandische Militärhubschrauber sind bei einem Flug nach Somalia über Kenia verschwunden. Von vier Helikoptern, die in Uganda gestartet waren, sei nur einer in Garissa im Osten Kenias gelandet, sagte ein kenianischer Militärsprecher. Die anderen drei befänden sich offenbar am Boden in der Region von Mount Kenia. Einer der Piloten habe per Funk Kontakt mit der kenianischen Armee aufgenommen und Hilfe angefordert. Ein Suchtrupp sei in die Region entsandt worden, aber schlechtes Wetter behindere die Rettungsarbeiten.

Das Verschwinden der Hubschrauber stellt die Behörden vor ein Rätsel: Es gab keine Angaben darüber, ob die Helikopter vom Modell MI-24 abgeschossen wurden oder ob es technische Probleme gab. Auch das Schicksal der Besatzung ist noch ungeklärt. Informationen darüber, wie viele Besatzungsmitglieder an Bord der Hubschrauber waren, gab es nicht.

Die vier Hubschrauber befanden sich auf dem Weg nach Somalia, um dort die Friedensmission der Afrikanischen Union (AU) bei ihrem Vorgehen gegen die somalische Schabab-Miliz zu unterstützen. Die Helikopter hatten offiziellen Angaben zufolge am Sonntag die Basis in der ugandischen Stadt Entebbe verlassen.

Die ugandische Luftwaffe hatte Mitte der vergangenen Woche erklärt, dass Transport- und Kampfhubschrauber bereitgestellt würden, um die AU-Mission in Somalia zu stärken. Die AU-Truppen, zu denen auch Soldaten aus Kenia und Burundi gehören, planen angeblich noch vor dem 20. August eine Offensive in der zweitgrößten somalischen Stadt Kismaju - einer Hochburg der islamistischen Milizen.

Uganda hat - als größter Truppensteller bei der Mission in Somalia - bereits in der Vergangenheit den Hass der al-Schabab erleben müssen: 2010 verübte die Miliz, die Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida unterhält, in der ugandischen Hauptstadt Kampala einen Selbstmordanschlag, bei dem mehr als 70 Menschen starben.

anr/AP/Reuters/AFP

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