Geplante Militärmanöver Nordkorea warnt USA und Südkorea vor "Aggressionskrieg"

Der Ton wird rauer im Korea-Konflikt: Ein nordkoreanischer Befehlshaber hat einen US-General telefonisch vor einer Eskalation der Lage gewarnt. Anlass sind geplante militärische Großmanöver der Amerikaner zusammen mit Südkorea.

REUTERS/ KCNA

Seoul - Vor Beginn zweier Großmanöver der US-Streitkräfte mit Südkorea hat das kommunistische Nordkorea erneut scharfe Töne angeschlagen. Die Volksarmee unterstellte beiden Ländern am Samstag, einen "Aggressionskrieg" vom Zaun brechen zu wollen.

Diejenigen, die einen Krieg auslösten, seien "zu einer elenden Zerstörung bestimmt", drohte der Militärvertreter Pak Rim Su im Grenzort Panmunjom in einer Botschaft an den Befehlshaber der US-Streitkräfte in Südkorea, James Thurman. Die Botschaft sei telefonisch übermittelt worden, berichteten die Staatsmedien.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel sei so ernst, dass "jeden Moment ein Krieg ausbrechen kann", wurde Pak zitiert. Die USA und ihre Verbündeten wollten Nordkorea wegen seines jüngsten Atomtests "isolieren und unterdrücken". Mit seinem dritten Atomtest am 12. Februar hatte Nordkorea weltweit Empörung und Kritik ausgelöst.

Die USA und Südkorea hatten angekündigt, dass ihre zweimonatigen Feldübungen "Foal Eagle" am 1. März beginnen. In der Zeit vom 11. bis 21. März soll zudem die gemeinsame Kommandoschulung "Key Resolve" stattfinden. Nordkorea wirft beiden Ländern regelmäßig vor, mit den Manövern einen Angriff vorzubereiten. Das wird von Seoul und Washington bestritten.

Auch 50 Jahre nach dem Ende der Kampfhandlungen befinden sich die beiden koreanischen Staaten faktisch noch immer im Krieg. Direkte Kontakte wie jetzt zwischen dem nordkoreanischen Chefunterhändler Pak Rim Su und dem US-Oberkommandierenden sind selten.

Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong Un hat in den vergangenen Tagen mehrere Militärstützpunkte besucht, um dort Übungen der Truppen zu beaufsichtigen, wie die staatliche Agentur KCNA berichtet.

sto/dpa/AP/Reuters



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insgesamt 20 Beiträge
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Steinwald 24.02.2013
1. Hätten
Hätten die keine Atombombe, man könnte sie komplett ignorieren. Wie kann sich ein Land nur derart pubertär verhalten. Niemand interessierte sich für diese skurrilen Gestalten in ihrem grotesken Land, würden sie nicht ständig derart rumschreien. Fakt ist, diese Schreihälse würde ja sogar die Schweizer Armee kleinkriegen.
morkvamork 24.02.2013
2. als ich..
..die MiG21 sah, habe ich geschmutzelt. also so ein selbstvertrauen ist schon beeindruckend.
nouwo, 24.02.2013
3. Meine Solidarität
dient den Menschen in NK!!!
dunnhaupt 24.02.2013
4. Nordkorea versucht wieder Krieg anzuzetteln
Bekanntlich versuchte Nordkorea dies schon einmal, indem es ein südkoreanisches Kriegsschiff mit Mann und Maus versenkte, übrigens mit deutschen Torpedos. Man darf wohl davon ausgehen, dass die Amerikaner mittlerweile genau wissen, wie deutsche Torpedos nach Nordkorea gelangen.
Percy-Hannes Elmar 24.02.2013
5.
Zitat von sysopREUTERS/ KCNADer Ton wird rauer im Korea-Konflikt: Ein nordkoreanischer Befehlshaber hat einen US-General telefonisch vor einer Eskalation der Lage gewarnt. Anlass sind geplante militärische Großmanöver der Amerikaner zusammen mit Südkorea. http://www.spiegel.de/politik/ausland/militaermanoever-nordkorea-droht-usa-und-suedkorea-a-885191.html
Alle Jahre wieder. Nur die Funktion ist eine andere. Nämlich folgende: 1. Der Süden hält zusammen mit den US Streitkräfen Manöver ab. 2. Der kleine Fettwanst im Norden wird zu Rumpelstilzchen und droht mit Krieg 3. Der Süden bekommt Angst und bestellt in den USA für viele Milliarden Dollars weitere und neue Waffensysteme. Und dieses System funktioniert seit Jahrzehnten. Darum ist auch niemand wirklich an eine Wiedervereinigung von Nord-und Südkorea interessiert. Weder Japan ( ein wiedervereintes Korea wäre ein Alptraum ), noch China ( eine großes und unabhängiges Korea, ... bloß nicht ), noch die USA ( wo soll denn dann die alljährliche Waffenbestellung herkommen) noch sonst jemand in der Region. Und wenn sie sich mal annähern, dann wird auch schon mal ein Schiff torpediert, und schwuppdiwupp sind die Brücken wieder eingestürzt und die Gräben wieder aufgerissen. Sie können einem Leid tun, die Koreaner...
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