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Militäroffensive in Südafghanistan: Nato-Raketen töten zwölf Zivilisten

Am zweiten Tag der Militäroffensive in der Provinz Helmand sind die ersten Zivilisten gestorben: Die Internationale Schutztruppe ISAF teilte mit, zwei Raketen hätten ihr Ziel verfehlt und zwölf Unbeteiligte getötet. Die Nato entschuldigte sich bei der Regierung in Kabul.

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Operation "Muschtarak": Der Kampf um die Stadt Mardscha
Kabul - Soldaten haben bei der Offensive in der südafghanischen Provinz Helmand mindestens zwölf Zivilisten getötet. Die Internationale Schutztruppe ISAF teilte am Sonntag mit, zwei Raketen hätten ihr Ziel verfehlt und zwölf Unbeteiligte getötet.

ISAF-General Stanley McChrystal habe sich dafür beim afghanischen Präsidenten Hamid Karzai entschuldigt. "Es ist bedauerlich, dass im Laufe unserer gemeinsamen Anstrengungen Unschuldige ihr Leben verloren", sagte der US-General. Man werde alles unternehmen, dass solche Vorfälle nicht mehr vorkämen.

Die Großoffensive der Alliierten hatte am Samstag begonnen. 15.000 afghanische und ausländische Soldaten gehen gemeinsam gegen die Taliban vor. Mit dem bislang größten Angriff gegen die Taliban sollen Aufständische aus Mardscha und Nad Ali vertrieben werden. Unter den 80.000 Einwohnern Mardschas werden rund 1000 Taliban vermutet.

Karzai hatte die Soldaten zu Beginn der Operation "Muschtarak" ("Gemeinsam") am Samstag dazu aufgerufen, vorsichtig vorzugehen und keine Zivilisten zu gefährden. Auch die Vereinten Nationen hatten an die Konfliktparteien appelliert, Unbeteiligte zu schützen.

Offensive wird mehrere Wochen dauern

Die Taliban leisteten den weit überlegenen Angreifern offenbar kaum Widerstand. US-Marineinfanteristen und afghanische Soldaten gingen am Sonntag in Mardschah von Haus zu Haus und räumten Sprengfallen. Vereinzelt kam es wie erwartet zu Schusswechseln mit militanten Islamisten, die sich weiter in der Stadt verschanzt haben. Die Soldaten stellten in Mardschah mehrere Sprengstofflager sicher und stießen auf Stellungen von Heckenschützen, die offenbar erst vor kurzer Zeit geräumt wurden. "Das wird ein sehr langsamer und sorgsamer Prozess", sagte US-Hauptmann Joshua Winfrey zum Vorgehen der Truppen in der Stadt.

"Die Operation verläuft erfolgreich", sagte der Sprecher der Provinzregierung, Daoud Ahmadi, am Sonntag. Der britische Militärsprecher Gordon Messenger sagte in London, erste Hauptziele wie die Sicherung von Brücken und Straßen seien erreicht. Es habe nur "minimale Störungen" durch die Taliban gegeben. Die Aufständischen seien unfähig zu einer koordinierten Gegenwehr. Es sei nur zu "sporadischen Gefechten" gekommen.

Taliban-Sprecher Kari Jussif Ahmadi sagte dagegen, die Aufständischen hätten ihre Stellungen nicht aufgegeben. Den afghanischen und ausländischen Truppen sei es nicht gelungen, in die Distrikt-Hauptstadt Mardscha einzudringen. Brigadegeneral Lawrence Nicholson sprach laut "Washington Post" von "einigen ziemlich harten Kämpfen".

Die neue Offensive gegen die Taliban wird nach Einschätzung von US-Generalstabschef Mike Mullen mehrere Wochen dauern. Ein Ende des Vorgehens der internationalen und afghanischen Truppen gegen die Aufständischen im Süden des Landes sei schwer absehbar, sagte Mullen am Sonntag in Tel Aviv.

27 Taliban-Kämpfer und zwei ISAF-Kämpfer getötet

Die Offensive kostete bereits Dutzenden Menschen das Leben. Ahmadi sagte am Sonntag, seit Beginn der Operation "Muschtarak" ("Gemeinsam") am Vortag seien mindestens 27 Taliban-Kämpfer getötet worden. Am ersten Tag der Großoffensive waren zwei ISAF-Kämpfer gestorben.

Ein britischer Soldat wurde getötet, als er bei einer Patrouille in eine Sprengfalle geriet. Ein US-Marineinfanterist starb in einem Feuergefecht. Die afghanische Armee, die den Großteil der Truppen stellt, meldete zunächst keine Verluste. Die größten Kontingente der ausländischen Truppen bei der Operation stellen Amerikaner und Briten. Außerdem nehmen Soldaten aus Kanada, Dänemark, Estland und Frankreich teil. Offiziell führen die Afghanen das Kommando.

Die Vereinten Nationen teilten am Sonntag mit, die Zahl der Menschen, die vor der Offensive fliehen würden, steige an. Bislang seien bei den Behörden in Helmands Provinzhauptstadt Laschkarga nach Schätzungen 900 Flüchtlingsfamilien registriert. Die Uno forderte, alle Maßnahmen zu ergreifen, um Zivilisten zu schützen. Zudem seien die Konfliktparteien dazu aufgerufen, die Neutralität der Hilfsorganisationen zu respektieren und Helfern den Zugang zu der betroffen Bevölkerung zu gewähren.

Aufbau ziviler Machtstruktur geplant

Mardscha soll einen Wendepunkt in der Kriegsstrategie des US-Militärs markieren. Die Stadt in der Provinz Helmand, mitten im Herzland der Taliban, soll den Radikalen dauerhaft entrissen werden. Diesmal sollen sich die Soldaten nach der Befreiung nicht zurückziehen - sondern eine zivile Machtstruktur zementieren. Nach der Offensive sollen Schulen, Krankenhäuser und ein Rechtssystem in Mardscha aufgebaut werden. Die Bauern sollen dabei unterstützt werden, den Anbau von Opium auf Feldfrüchte umzustellen. Mardscha ist eines der größten Opium-Anbaugebiete der Welt.

Wie die "New York Times" berichtet, steht ein großes Team afghanischer Beamter bereit, um sofort nach dem Ende der Kämpfe eine Stadtregierung zu bilden. 1900 Polizisten sollen sie schützen, unterstützt von US-Soldaten. "Wir haben eine komplette Regierung dabei, die sofort einrücken kann", sagte US-General Stanley McChrystal, Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Afghanistan.

Ob die Zivilbevölkerung allerdings umfassend geschützt werden kann, ist offen. Denn dass die Taliban einer offenen Schlacht mit den Alliierten ausweichen, wäre nicht überraschend - und auch nicht, dass sie wenig später versuchen, die Alliierten mit selbstgebastelten Bomben und Angriffen aus dem Hinterhalt zu zermürben. Schon jetzt glaubt man bei der Nato, dass es mehrere Wochen dauern dürfte, ehe die bis zu tausend in der Gegend vermuteten Taliban besiegt sind.

US-Präsident Barack Obama hatte eine Eskalation des seit Ende 2001 andauernden Krieges und die Entsendung von rund 30.000 zusätzlichen US-Truppen in diesem Jahr angekündigt. Andere NATO-Staaten wie Deutschland haben ebenfalls zugesagt, ihre Kontingente zu verstärken. ISAF-Kommandeur Stanley McChrystal wollte Obama am Sonntag über die Offensive unterrichten, hieß es bei CNN. Derzeit sind mehr als 100.000 ausländische Soldaten in Afghanistan stationiert.

ssu/mbe/AFP/AP/dpa

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Forum - Neue US-Strategie für Afghanistan - kann sie Erfolg haben?
insgesamt 874 Beiträge
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1. Bush-Taktik
Palmstroem, 13.02.2010
Zitat von sysopDas US-Militär korrigiert seine Kriegsführung in Afghanistan. 15.000 Soldaten kämpfen in der Operation "Muschtarak" um die Taliban- und Opiumhochburg Mardscha, doch diesmal sollen sie sich nach der Befreiung nicht zurückziehen - sondern eine zivile Machtstruktur zementieren. Ein Modell für den Sieg?
Was ist daran neu. Bush hat das im Irak erfolgreich vorgemacht. Nur, wenn man 2011 wieder abziehen will, werden die Taliban das bei einer Wasserpfeife aussitzen.
2. Ja, ja
ayamo, 13.02.2010
und nochmals ja. Falls es der NATO wirklich erst sein sollte eine ordentliche CI Operation durchzuführen könnte diese neue Offensive wirklich die Wende (auf dem sehr langen Weg zum Sieg) in Afghanistan einläuten). Clear, hold and build ... diese drei Grundpfeiler einer CI Operation wurde von der NATO bisher sträflich vernachlässigt. Wenn jetzt zu dem übglichen clear auch noch hold und build hinzukommen könnte der Distrikt in Helmand in einigen Jahren wirklich als Modelerfolg gelten - ob die NATO allerdings dren Atem dazu hat diese auch in allen anderen Provinzen durchzuführen bezweifle ich.
3.
Willie, 13.02.2010
Zitat von sysopDas US-Militär korrigiert seine Kriegsführung in Afghanistan. 15.000 Soldaten kämpfen in der Operation "Muschtarak" um die Taliban- und Opiumhochburg Mardscha, doch diesmal sollen sie sich nach der Befreiung nicht zurückziehen - sondern eine zivile Machtstruktur zementieren. Ein Modell für den Sieg?
"...fuer den Sieg" stellt einen Anspruch, der an einen Krieg zwischen Laendern und unifomierten Armeen anlehnt. Solches halte ich fuer ueberzogen in einem Nationbuilding Prozess, der sehr vielmehr "Grau in Grau" als "Schwarz und Weiss" Kontraste enthaelt. "...fuer den Erfolg" waere meiner Meinung nach passender fuer das was versucht wird. Ob die Strategieaenderung nuetzt, bleibt abzuwarten -moeglich ist es. Aber Voraussagen zum jetzigen Zeitpunkt vom den SPON Leser haben genau so viel faktisches Fundament wie das Voraussagen von Lottozahlen.
4.
Willie, 13.02.2010
Zitat von PalmstroemWas ist daran neu. Bush hat das im Irak erfolgreich vorgemacht. Nur, wenn man 2011 wieder abziehen will, werden die Taliban das bei einer Wasserpfeife aussitzen.
Bush hat ueberhaupt nichts vorgemacht. Der hat nur Konflikte begonnen. Das moegliche beenden hat er sehr wohl seinem Nachfolger ueberlassen.
5. Der
ayamo, 13.02.2010
Zitat von PalmstroemWas ist daran neu. Bush hat das im Irak erfolgreich vorgemacht. Nur, wenn man 2011 wieder abziehen will, werden die Taliban das bei einer Wasserpfeife aussitzen.
derzeitige US-Vizepräsident würde Ihnen da ganz energisch widersprechen, werter Palmstroem ... sagte er doch erst vor wenigen Tagen das die Erfolg im Irak auf das Konto der Obama-Administration gehen und mit Sicherheit zu deren "legacy" beitragen werden - ich für meinen Teil habe selten so herzlich gelacht. Was die Reaktion der Taliban angeht haben sie aber mit Sicherheit Recht. Es sei denn die NATO geht aggressiv genug vor um den Taliban keinen Platz mehr zu lassen um diese Wasserpfeife zu rauchen - nur dürfte da wirklich der Zeitplan im Wege stehen.
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Mardscha in Provinz Helmand


Hintergrund zu Helmand

Helmand ist eine Provinz im Südwesten Afghanistans mit etwa 2,5 Millionen Einwohnern. Viele von ihnen gehören dem Volk der Paschtunen an und sind vorwiegend strenggläubige sunnitische Muslime. Mit 58.000 Quadratkilometern ist das Gebiet etwa doppelt so groß wie Brandenburg. In der Provinzhauptstadt Laschkar Gah leben etwa 40.000 Einwohner.

Helmand gilt seit Jahren als Hochburg der Taliban. Rückhalt finden sie bei den Drogenbaronen in der Provinz und im benachbarten Südwesten Pakistans. Nach Uno-Schätzungen ist Helmand das weltgrößte Anbaugebiet von Schlafmohn, aus dem Opium und schließlich Heroin gewonnen wird - von hier stammen etwa 20 Prozent der weltweiten Produktion.

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Karzai und Afghanistan
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Hamid Karzai
AFP
Hamid Karzai ist der derzeit amtierende Präsident Afghanistans. Nach der ersten Phase des Afghanistan-Kriegs hatten ihn die USA und die Uno auf der Petersberger Afghanistan-Konferenz im Dezember 2001 als Regierungschef einer afghanischen Interimsregierung durchgesetzt. Die Loya Jirga wählte Karzai 2002 zum Präsidenten einer Übergangsregierung, und nach Verabschiedung einer neuen Verfassung bestimmten ihn die Afghanen 2005 in direkter Wahl zu ihrem Präsidenten. Durch den Einfluss der Warlords blieb Karzais Macht jedoch beschränkt. Zuletzt verlor er auch die Unterstützung der USA.

Hamid Karzai wurde 1957 in Kandahar geboren. Er gehört dem mächtigen Paschtunen-Stamm der Popalzai an, der mehrere afghanische Könige hervorbrachte. Karzai studierte in Indien und hielt sich immer wieder in den USA auf. Zusammen mit den Mudschahidin kämpfte er in den achtziger Jahren gegen die sowjetische Besetzung Afghanistans . Aus dem Exil in Pakistan unterstützte Karzai die Taliban zunächst, wandte sich dann aber gegen das Regime, dem auch die Ermordung seines Vaters zugeschrieben wird. Nach Beginn der amerikanischen Militäraktion in Afghanistan kehrte Karazi 2001 in seine Heimat zurück und stellte sich an die Spitze der Anti-Taliban-Bewegung in der Region Kandahar.

Präsidentschaftswahlen
dpa
Am 30. August 2009 wählten die Afghanen ihren neuen Präsidenten. Doch es kam zu massiven Fälschungen, insbesondere zugunsten Karzais. Die Auszählungsergebnisse in 210 Wahllokalen wurden anschließend für ungültig erklärt. Karzai, der sich zuvor als Sieger gesehen hatte, verfehlte nach dem um manipulierte Stimmen bereinigten Endergebnis die absolute Mehrheit: Er erreichte nur 49,67 Prozent der Stimmen.

Eine Stichwahl zwischen Karzai und Ex-Außenminister Abdullah Abdullah sollte die Entscheidung bringen. Doch der Herausforderer zog seine Kandidatur zurück mit der Begründung, es könne wie im ersten Durchgang erneut zu Unregelmäßigkeiten kommen. Die afghanische Wahlkommission rief Karzai daraufhin erneut zum Präsidenten aus.

Isaf-Einsatz
DDP
Nach Beginn des Afghanistan-Kriegs 2001 und dem Sturz der radikal-islamischen Taliban beschloss der Uno-Sicherheitsrat , eine internationale Schutztruppe im Land ( Isaf ) einzusetzen. Sie soll den Wiederaufbau Afghanistans zu einer Demokratie absichern, auch indem sie zivile Wiederaufbauteams (PRTs) schützt, von denen derzeit 26 tätig sind.

Der Einsatz war zunächst auf die Hauptstadt Kabul und deren Umgebung beschränkt und wurde bis 2006 auf das ganze Land ausgeweitet. Seit 2003 führt die Nato die Isaf. Derzeit gehören ihr mehr als 119.000 Soldaten aus 46 Nationen an, darunter auch aus Nicht-Nato-Staaten wie Australien und Neuseeland.
Deutschland übernahm 2006 das Isaf-Kommando für den Norden Afghanistans. 2007 bestellte die Bundeswehr sechs Aufklärungsflugzeuge vom Typ Tornado ab, die Luftbilder aus ganz Afghanistan für Isaf liefern. Die Bundesrepublik stellt derzeit mit mehr als 4000 Soldaten die drittgrößte Truppe nach den USA und Großbritannien.

Probleme in Afghanistan
AFP
Da die Taliban inzwischen wieder an Stärke gewonnen haben, nehmen die militärischen Auseinandersetzungen zu. Besonders hart umkämpft ist der Osten des Landes, wo die meisten US-Soldaten stationiert sind. Die schwer kontrollierbaren Stammesgebiete Pakistans gelten als Rückzugsgebiet und Nachschubbasis der Taliban.

Die Stabilisierung Afghanistans wird durch Korruption, die bis in höchste Regierungskreise verbreitet ist, sowie durch Drogenproduktion und -schmuggel erschwert.

Opium-Wirtschaft
REUTERS
Obgleich die afghanische Übergangsregierung unter Karzai im Januar 2002 den Schlafmohnanbau verboten hat, ist der Drogenanbau rasch wieder zum dominierenden Wirtschaftszweig Afghanistans geworden. Das Land ist der weltweit größte Produzent von Rohopium .

Mit Einnahmen aus dem Drogenschmuggel finanzieren die Taliban ihren Kampf gegen Karzais Regierung und die ausländischen Truppen. Die Bekämpfung ist problematisch, weil viele Menschen von dem Handel leben. Isaf -Soldaten sind inzwischen befugt, gegen Drogenhändler vorzugehen und Laboratorien zu zerstören, in denen Schlafmohn zu Opium verarbeitet wird.

Afghanistan-Krieg
REUTERS
Der Afghanistan-Krieg der USA und ihrer Verbündeten war die erste große militärische Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 . Er richtete sich sowohl gegen das Terrornetzwerk al-Qaida , das für die Anschläge verantwortlich gemacht wird, als auch gegen das seit Mitte der neunziger Jahre in Afghanistan herrschende islamisch-fundamentalistische Taliban -Regime.

Die Taliban wurden bezichtigt, Osama Bin Laden und andere hochrangige Mitglieder von al-Qaida zu unterstützen und zu beherbergen.

Die erste Kriegsphase endete mit dem Fall der Hauptstadt Kabul und der Provinzhauptstädte Kandahar und Kunduz im November und Dezember 2001. Auf der Petersberger Afghanistan-Konferenz im Dezember 2001 wurde eine Interimsregierung unter Präsident Hamid Karzai eingesetzt und die Einberufung einer verfassunggebenden Loya Jirga beschlossen. Gleichzeitig erteilte der Uno-Sicherheitsrat den Nato-Staaten und mehreren Partnerländern das Isaf -Mandat zur Unterstützung des Wiederaufbaus.


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