Mit Japan und Südkorea US-Bomber fliegen nahe Nordkorea

Zwei US-Bomber haben nahe der koreanischen Halbinsel einen Übungsflug absolviert, begleitet wurden sie von Jagdflugzeugen aus Japan und Südkorea. Fast zeitgleich beriet US-Präsident Trump über den Nordkoreakonflikt.

US-Bomber vor dem Start in Guam
Staff Sgt. Joshua Smoot/US Air Force/REUTERS

US-Bomber vor dem Start in Guam


Zusammen mit japanischem und südkoreanischem Jagdschutz haben zwei US-Bomber einen Übungsflug über dem Japanischen Meer (Ostmeer) in der Nähe der koreanischen Halbinsel absolviert. Das teilte das US-Militär in der Nacht zum Mittwoch auf seiner Website mit. Die US-Maschinen starteten demnach von der Andersen Air Force Base, sie liegt auf der Pazifikinsel Guam.

Die strategischen B-1B-Langstreckenbomber seien von je zwei F-15-Jagdflugzeugen der japanischen und südkoreanischen Luftstreitkräfte begleitet worden. Mit der Übung sei die "unerschütterliche Bündnistreue" der USA zum Erhalt von Sicherheit und Stabilität der Region demonstriert worden.

Schon im September hatten die USA B-1B-Bomber zu sogenannten Abschreckungsübungen nach Südkorea geschickt. Damals wurden Bombenabwürfe an der Grenze zu Nordkorea simuliert.

Nordkoreakonflikt - die Akteure

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Etwa zeitgleich mit dem Übungsflug sprach US-Präsident Donald Trump mit seinen Beratern in Washington über die Optionen seines Landes im Nordkoreakonflikt. Trump sei von Verteidigungsminister James Mattis und Generalstabschef Joseph Dunford sowie weiteren Mitgliedern seines nationalen Sicherheitsteams über die Möglichkeiten unterrichtet worden, teilte das US-Präsidialamt in der Nacht zu Mittwoch mit.

Es sei zum einen darum gegangen, wie auf die nordkoreanischen Aggressionen reagiert werden könne. Zum anderen sei auch diskutiert worden, wie die Regierung Nordkoreas davon abgehalten werden könne, die USA und ihre Verbündeten mit Atomwaffen zu bedrohen. Nähere Details sind bisher nicht bekannt.

aar/Reuters/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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gorgonzola68 11.10.2017
1. Agression Nordkoreas
Was meinen Sie damit konkret. Historisch und gegenwärtig gibt es in Korea zwei Agressoren. Einer davon hat nicht nur mit dem Abwurf von Atombomben gedroht, sondern es getan. Ein Kriegsverbrechen erster Güte.
gelegentlicher_spon_leser 11.10.2017
2.
Trump hat in diesem Konflikt den "Vorteil", nicht wirklich berechenbar zu sein - was auch für seine Militärs gilt. Ich bin nicht sicher, ob das unser Vorteil ist.
thomas0815-1 11.10.2017
3. Ich würde auch gerne
wissen, welche "Aggressionen" Nordkorea konkret begangen hat? Ja, sie testen Atomwaffen und Raketen, obwohl es die UNO "verboten" hat (an Beschlüsse der UNO halten sich ja bekanntlich ALLE Länder dieser Erde immer und sofort...), und sie drohen verbal. Aber konkrete Taten? Natürlich der Koreakrieg - kann man natürlich NK ankreiden. Aber wie lange ist der jetzt her? Und dann einfach mal die "Bilanzen" des Aggressors NK und die das Friedens- und Freiheitsverteidigers USA vergleichen... .
orangeovl 11.10.2017
4. Im ernst jetzt?
Man muss ja kein Fan der USA oder gar Trumps sein. Ja die USA hat 2 Atombomben verwendet und ist definitiv kein Saubermann. Aber man kann die USA nicht mit dem Norden Koreas vergleichen. Guantanamo ist grade zu ein Ferienlager im vergleich zu Straflagern in Nordkorea (wer dort geboren wird, bleibt auch gleich dort). Hier würde ich jedem eine Doku von Überlebenden empfehlen. Solche Zustände kannte ich vorher nur aus Bildern vom zweiten Weltkriegs. @thomas0815-1 65 Jahre ist es her. Es gibt noch jede menge Zeitzeugen. Es gab ca. 4 Mio. Tote (im Vergleich in Vietnam waren es ca 1Mio). Wenn Sie in Seoul sind sehen sie alle 10min einen Apachee Kampfhubschrauber über der Stadtkreisen und an Tagen wo der Wind richtig geht hören sie die Propagandatürme von Norden aus. Offiziell besteht nur eine Waffenruhe, die beiden Länder sind im Krieg. Aber ja nicht um sonst, nennt man ihn im Westen den Vergessenen Krieg. Ich kann jedem Antiamerikaner (gehöre selbst eher auch dazu) empfehlen, einmal in die Region zu Reisen. Mit den einheimischen Leuten darüber zu sprechen. Achtung, ihre Meinung könnte etwas differenzierter als schwarz und weiss werden, nachdem sie feststellen, dass die USA dort wirklich für Stabilität und eine Kräfte Balance sorgt. Und mehreren hochmodernen demokratischen Gesellschaften ihre blosse Existenz und das Überleben ermöglichen.
spon-facebook-10000122439 11.10.2017
5.
Zitat von orangeovlMan muss ja kein Fan der USA oder gar Trumps sein. Ja die USA hat 2 Atombomben verwendet und ist definitiv kein Saubermann. Aber man kann die USA nicht mit dem Norden Koreas vergleichen. Guantanamo ist grade zu ein Ferienlager im vergleich zu Straflagern in Nordkorea (wer dort geboren wird, bleibt auch gleich dort). Hier würde ich jedem eine Doku von Überlebenden empfehlen. Solche Zustände kannte ich vorher nur aus Bildern vom zweiten Weltkriegs. @thomas0815-1 65 Jahre ist es her. Es gibt noch jede menge Zeitzeugen. Es gab ca. 4 Mio. Tote (im Vergleich in Vietnam waren es ca 1Mio). Wenn Sie in Seoul sind sehen sie alle 10min einen Apachee Kampfhubschrauber über der Stadtkreisen und an Tagen wo der Wind richtig geht hören sie die Propagandatürme von Norden aus. Offiziell besteht nur eine Waffenruhe, die beiden Länder sind im Krieg. Aber ja nicht um sonst, nennt man ihn im Westen den Vergessenen Krieg. Ich kann jedem Antiamerikaner (gehöre selbst eher auch dazu) empfehlen, einmal in die Region zu Reisen. Mit den einheimischen Leuten darüber zu sprechen. Achtung, ihre Meinung könnte etwas differenzierter als schwarz und weiss werden, nachdem sie feststellen, dass die USA dort wirklich für Stabilität und eine Kräfte Balance sorgt. Und mehreren hochmodernen demokratischen Gesellschaften ihre blosse Existenz und das Überleben ermöglichen.
Wie bitte ? Man schätzt die Zahl der vietnamesischen Kriegsopfer auf mindestens zwei bis zu über fünf Millionen, darunter über 1,3 Millionen Soldaten. Zudem fielen 58.220 US-Soldaten und 5.264 Soldaten ihrer Verbündeten. Mehrere Millionen Vietnamesen wurden verstümmelt und dem hochgiftigen Entlaubungsmittel Agent Orange ausgesetzt.Zitat Wiki. Soviel zu ihren Zahlen. Guten Abend.
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