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Militanter Tierschützer: FBI jagt Öko-Terrorist auf Hawaii

FBI-Foto von Daniel Andreas San Diego: Vor elf Jahren untergetaucht Zur Großansicht
AP/ FBI

FBI-Foto von Daniel Andreas San Diego: Vor elf Jahren untergetaucht

Er gehört zu den meistgesuchten Terrorverdächtigen der USA: Daniel San Diego soll vor elf Jahren Bomben in Kalifornien gelegt haben. Jetzt suchen FBI-Agenten den militanten Tierschützer auf Hawaii.

San Francisco - Der von den USA gesuchte Terrorverdächtige Daniel Andreas San Diego soll sich auf der Hawaii-Insel Big Island versteckt halten. Das FBI sucht ihn im Südosten der Insel und hat Anwohner in dem kleinen Hippie-Dorf Pahoa befragt. Die Agenten haben nach eigenen Angaben "glaubwürdige Informationen", dass der Gesuchte sich dort aufhält.

San Diego, 36, gehört zu den meistgesuchten inländischen Terrorverdächtigen der USA. Das FBI hat 250.000 Dollar für Informationen ausgeschrieben, die zu seiner Ergreifung führen könnten.

Der Gesuchte gilt als militanter Tierschützer. Ihm wird vorgeworfen, im Jahr 2003 drei Bomben vor zwei Unternehmen in der San Francisco Bay Area platziert zu haben. Die Firmen arbeiteten mit einem Labor zusammen, das Tierversuche vornimmt. Zwei Rohrbomben explodierten im August 2003 vor einer Biotechnologie-Firma; die zweite sollte offenbar Menschen treffen, die zum Tatort eilten. Im September explodierte ein mit Nägeln versehener Sprengsatz bei einem Kosmetikhersteller. Verletzt wurde in beiden Fällen niemand, die Gebäude wurden leicht beschädigt.

San Diego entwischte dem FBI im Oktober 2003, obwohl Agenten ihn rund um die Uhr überwachten. Seither ist er untergetaucht. 2011 vermuteten die Sicherheitsbehörden ihn im Westen von Massachusetts. Sein Fall war zuvor in einer Fernsehsendung ausgestrahlt worden.

Anfang diesen Monats wurde die Suche nach ihm erneut verstärkt: Sein Bild wurde auf Anzeigetafeln von Kalifornien bis New York gezeigt, um Tipps aus der Bevölkerung zu erhalten.

Das FBI hat nach eigenen Angaben auf der ganzen Welt nach ihm gesucht. Agenten hätten mit Regierungsvertretern in europäischen, lateinamerikanischen und asiatischen Ländern gesprochen.

kgp/AP

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1. optional
Lebensberater 13.03.2014
"Zwei Rohrbomben explodierten im August 2003 vor einer Biotechnologie-Firma; die zweite sollte offenbar Menschen treffen, die zum Tatort eilten." Daß die 2. Bombe Menschen treffen sollte, ist doch reine Spekulation, die der Autor des Artikels hier verbreitet. Den Tierschützer mit "Terror" in Verbindung zu bringen (FBI), halte ich für diffamierend. Tierschutz ist kein Terror; jedem klardenkenden Menschen ist klar, was Terror ist und von wem er tatsächlich praktiziert wird.
2. Terror vs. Tierschutz
klausmaus 13.03.2014
Zitat von Lebensberater"Zwei Rohrbomben explodierten im August 2003 vor einer Biotechnologie-Firma; die zweite sollte offenbar Menschen treffen, die zum Tatort eilten." Daß die 2. Bombe Menschen treffen sollte, ist doch reine Spekulation, die der Autor des Artikels hier verbreitet. Den Tierschützer mit "Terror" in Verbindung zu bringen (FBI), halte ich für diffamierend. Tierschutz ist kein Terror; jedem klardenkenden Menschen ist klar, was Terror ist und von wem er tatsächlich praktiziert wird.
Naja ich weis nicht was Sie unter Terror verstehen, aber Terror ist unabhängig von den dahinterliegenden Motiven. Die einen sind radikale Islamisten, die andren radikale Tierschützer. Einzig die Methode zeichnet den Terror aus. Bomben zu legen und detonieren zu lassen ist um Unschuldigen zu Schaden ist meines Erachtens Terror. Ein mit Nägeln versehener Sprengsatz richtet sich vor Allem gegen weiche Ziele...da er als Tierschützer wohl kaum "Tiere" im klassischen Sinn treffen wollte, richtete sich die Sprengsatz wohl ganz klar gegen unschuldige Menschen. Was jetzt daran kein Terror sein soll, erschliesst sich mir nicht wirklich... Man kann sich für Tierschutz nämlich auch anderes Einsetzen und ihn voranbringen, man muss nicht gleich Bomben legen ;)
3. Danke
tomash 13.03.2014
genau so sehe ich das auch, Schützenswert sind natürlich auch Menschen (Säugetiere), wenn auch nicht unbedingt diejenigen die den Terror an den Tieren begehen.
4. an lebensberater
trolleyhog 13.03.2014
wer bomben legt, nimmt automatisch in kauf, dass menschen verletzt oder schlimmstenfalls getötet werden. wenn 2 bomben mit zeitverzögerung am gleichen ort zur detonation gebracht werden, legt das durchaus die geäusserte vermutung nahe, dass die zweite den helfern gelten sollte. ebenso die nagelbombe spricht für die absicht menschen zu treffen. das wort terrorist ist in meinen augen damit durchaus angebracht.
5. @Lebensberater
schelmig13 13.03.2014
wer Bomben vor irgendwelchen Firmen zündet und Verletzungen von Menschen in Kauf nimmt ist ein TERRORIST, egal wie sie das Wort definieren.
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