Uno-Angaben Hunderttausende Uiguren in China interniert

Die Uiguren in China werden immer mehr verfolgt. Mehr als eine Million Angehörige der muslimischen Minderheit werden nach Erkenntnissen der Uno festgehalten, viele davon in geheimen Lagern.

Uiguren in China (Archivaufnahme)
AFP

Uiguren in China (Archivaufnahme)


Mehr als eine Million Uiguren werden nach Erkenntnissen eines Uno-Menschenrechtsgremiums in China in Einrichtungen festgehalten, die geheimen Internierungslagern ähnelten. Darüber gebe es zahlreiche vertrauenswürdige Berichte, teilte das Komitee für die Beseitigung der Rassendiskriminierung in Genf mit.

Ausschuss-Mitglied Gay McDougall zitierte Schätzungen, nach denen sich weitere zwei Millionen Uiguren und Angehörige anderer muslimischer Minderheiten in "politischen Umerziehungslagern" befänden. McDougall sprach auf dem turnusmäßigen Treffen zur Überprüfung der Lage von Minderheiten.

Die Uiguren sind ein Turkvolk. Sie leben zum größten Teil in der westlichen Provinz Xinjiang in China und sind dort eine muslimische Minderheit. Beobachtern zufolge werden sie in der Volksrepublik immer stärker in ihrer Freiheit eingeschränkt und verfolgt.

In China leben mehr als 20 Millionen Muslime. Die beiden größten Gruppen sind die Uiguren und die Hui mit jeweils rund zehn Millionen Angehörigen.

Hunderte Hui-Muslime demonstrierten jetzt in der nordwestchinesischen Stadt Weizhou gegen den Abriss einer Moschee. Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtete, versammelten sich die Gläubigen am Donnerstag und Freitag vor dem Gebäude.

Behörden planten demnach den Abriss von Teilen der vor einem Jahr fertiggestellten Moschee, was mit einer fehlenden Baugenehmigung begründet wird. Der Protest führte demnach dazu, dass der Plan zumindest vorläufig ausgesetzt wurde.

als/dpa/Reuters



insgesamt 33 Beiträge
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roninger2000 10.08.2018
1. Religiöse Verfolgung
ist schlimm. Bitte berichten Sie über das Unrecht, das den Christen v.a. im Nahen Osten angetan wird.
macarthur996 10.08.2018
2. Uiguren in China
man hört nur wenig von den Verfolgungen der Uiguren und der Hui in China. Beide sind muslimische Glaubensgruppen, wie die Rohynga in Burma. Wenn wir hier im Westen die Möglichkeit haben, uns für diese Menschen einzusetzen, so machen wir das. Auch für die Tibeter, die von dem chinesischen Diktaturregime ebenfalls unterdrückt werden. Ganz egal, was für Religionen diese Menschen folgen, den erstens sind sie Menschen, wie Du und ich. Die Abschiebung von Menschen in diktatorische Regimes ist einer menschlichen Gesellschaft unwürdig, unmenschlich. Menschlich ist, für mich, ein positiver Begriff und ich weiss, das der Mensch ein sehr komplexes (grob übersetzt: ein vielfältiges) Wesen ist.
medienskeptiker 10.08.2018
3. Da sollte man etwas vorsichtiger und seriöser sein
Diese Kommission ist ein Vertragspartner der UNO und nicht "DIE UNO". Die Informationenen kamen offenkundig von human right watch (!!) Andere Medien sprechen von : bis zu einer Million UND Gay Mc Doegall ist eine von 18 Kommissionsmitglieder -- nicht Vorsitzende(das ist ein Algerier) und die einzige US Staatsbürgerin in der Kommission.. Was sagt die chinesische Vertreterin in der Kommission dazu? ist es die offizielle Stellungnahme der Kommission oder eine private Äusserung der US Amerikanerin? Möglichwerweise in einer Presseaussendung von human right watch? In Zeiten auf aufgeheizter Propaganda von allen Seiten,ist Sorgfalt oberstes Gebot. Es ist ja auch bekannt,dass ca 7.000 uigurische, islamistische Terroristen in Syrien kämpfen und sich jetzt in der Provinz Idlib befinden.
Beagle-Fan 10.08.2018
4. Die Uiguren
Uiguren sind eine muslimische Volksgruppe, die in China für zahlreiche Angriffe/ Attentate und für die Störung der öffentlichen Ordnung verantwortlich gemacht werden. Das hätte man im Artikel schon mal erwähnen können...
kajosch55 10.08.2018
5. So langsam stellt sich die Frage,
welcher saudische Prinz seit einiger Zeit Eigentümer des Spiegel ist. Dieses Blatt hat jeden Anspruch an Seriösität aufgegeben und arbeitet immer offener als islamische Bekehrungs-Postille. Schade, der Spiegel war mal wertvoll für unsere Gesellschaft.
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