Eine Zusammenfassung der aktuellen Lage finden Sie hier.
+++ Mehrheit der Deutschen befürwortet Militärschlag +++
[03.11 Uhr] Die Deutschen unterstützen den in Libyen stattfindenden Einsatz gegen Gaddafi. Nach einer Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag" finden 62 Prozent diesen Schritt richtig, 31 Prozent sind gegen die militärische Intervention. Gleichzeitig sind 65 Prozent der Bundesbürger dagegen, dass sich die Bundeswehr an den Angriffen beteiligt. 29 Prozent sprechen sich dafür aus, dass auch Deutschland Truppen entsendet. Emnid befragte den Angaben zufolge am 18. März 2011 insgesamt 501 Personen.
+++ Militär will Aliierten-Jets abgeschossen haben +++
[02.24 Uhr] Dem Maschinengewehrfeuer in Tripolis ist dem libyschen Militär zufolge ein Luftangriff der Westmächte vorausgegangen. Das Staatsfernsehen zitiert Vertreter, die sagen, Jets der "barbarischen Feinde" vom Himmel geholt zu haben. Ob das tatsächlich so ist, ließ sich nicht bestätigen. Die regierungstreuen Truppen hatten in der Nacht schon einmal behauptet, einen französischen Jet abgeschossen zu haben, was Paris umgehend dementierte.
+++ Briten feuern Raketen auf Libyen +++
[02.20 Uhr] Nach den französischen Streitkräften haben nun auch die Briten Luftangriffe auf Ziele in Libyen geflogen. Ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums teilte mit, dass die Royal Air Force zusätzlich zu den Tomahawk-Abschüssen auch Stormshadow-Raketen von Kampfjets gefeuert habe. Das libysche Staatsfernsehen berichtet, Raketen seien an mehreren Stellen in Tripolis eingeschlagen. Ist dies bereits die angekündigte nächste Phase der koordinierten Militäraktion?
+++ USA ziehen Regierungsvertreter ab +++
[02.01 Uhr] Nach Angaben des US-amerikanischen Innenministeriums befinden sich keine Regierungsvertreter mehr in Libyen. Staatsbürgern wird dringend davon abgeraten, in das Land zu reisen; wer noch vor Ort ist, solle sobald wie möglich in die Vereinigten Staaten zurückkehren.
+++ Regierung: Dutzende Tote durch Angriffe+++
[01.58 Uhr] BBC berichtet unter Berufung auf die libysche Regierung, dass bei den westlichen Angriffen am Samstag 48 Menschen ums Leben gekommen sein sollen. Von 150 Verletzten ist die Rede. Für die Angaben war von unabhängiger Seite keine Bestätigung zu erhalten. Dem libyschen Fernsehen zufolge handelt es sich bei den meisten Opfern um Kinder. Das Staatsfernsehen hatte zuvor beklagt, dass auch zivile Ziele ins Visier der Alliierten geraten seien und zeigt Patienten in Krankenhäusern, die verletzt worden sein sollen.
+++ Gaddafi-Anhänger feiern in Tripolis +++
[01.56 Uhr] Live-Bilder aus Tripolis in der BBC zeigen, wie eine Gruppe von Gaddafi-Anhängern auf der Straße tanzt, singt und Libyen-Waffen schwingt. Anderen Berichten nach rufen die Unterstützer des Diktators "Gott ist der Größte".
+++ Katar beteiligt sich an Militäraktion +++
[01.51 Uhr] Jetzt hat Katar offiziell angekündigt, sich den Alliierten anzuschließen. "Auch arabische Staaten müssen dieses Unterfangen unterstützen. Die Situation dort ist nicht akzeptabel", sagte Ministerpräsident Scheich Hamad bin Dschassim al-Thani dem Sender al-Dschasira. Details nannte er nicht; AFP hatte zuvor berichtet, dass Katar bis zu sechs Jets nach Libyen schicke.
+++ Angeblich neuer Gaddafi-Angriff auf Bengasi +++
[01.43 Uhr] Al-Dschasira zufolge bombardieren Gaddafi-Truppen wieder die Rebellenhochburg Bengasi. Der Sender beruft sich auf namenlose Quellen, deren Angaben sich zunächst nicht überprüfen ließen. Dem Bericht zufolge wird die Stadt von Panzern aus angegriffen und mit Raketen beschossen, Anwohner sollen in nahegelegenen Moscheen geflohen sein.
+++ Maschinengewehrfeuer in Tripolis +++
[01.37 Uhr] In der Haupstadt Tripolis ist Maschinengewehrfeuer zu hören. Mehrere Medien berichten übereinstimmend von Schüssen in den Himmel, möglicherweise von Gaddafi-Getreuen zur Flugabwehr abgefeuert. Zuvor waren nach Informationen von CNN Explosionen zu hören, die von einem anschlagenden Marschflugkörper stammen könnten. Der Sender zeigte Aufnahmen von Leuchtspurgeschossen. Ein CNN-Korrespondent sagte, er habe bereits vor Stunden Maschinengewehrfeuer gehört, jetzt sei es jedoch wesentlich intensiver. Ob Tripolis tatsächlich aus der Luft angegriffen wurde und deshalb die Luftabwehr der Stadt in Aktion war, ist unklar.
+++ Gaddafi-Anhänger sollen aus Bengasi vertrieben worden sein +++
[01.21 Uhr] Der "Guardian" berichtet, dass die libyschen Rebellen die Kontrolle über Bengasi zurückerobert und Gaddafis Truppen aus der Stadt vertrieben haben. Die Angaben ließen sich in der Nacht zunächst nicht einwandfrei überprüfen.
+++ Libyen stoppt Kampf gegen illegale Einwanderung +++
[01.16 Uhr] Als Reaktion auf den Beginn der internationalen Militäraktion hat die Führung in Tripolis der Europäischen Union ihre Unterstützung in gewissen Aspekten entzogen. "Libyen sieht sich bei der illegalen Einwanderung nach Europa nicht mehr in der Verantwortung", zitierte das staatliche libysche Fernsehen einen für die Sicherheit zuständigen Regierungsvertreter, ohne dessen Namen zu nennen.
+++ Regierung erklärt Resolution für ungültig +++
[00.32 Uhr] Das libysche Außenministerium hat bekannt gegeben, für sie sei nach den Angriffen westlicher Alliierter die Uno-Resolution 1973 nicht länger gültig.
+++ Libyen will Uno-Dringlichkeitssitzung +++
[00.11 Uhr] Die Regierung hat übereinstimmenden Berichten von AFP, al-Dschasira und al-Arabija zufolge um ein dringendes Treffen mit dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gebeten. Warum war zunächst nicht klar.
+++ Libysche Luftabwehr schwer getroffen +++
[23.57 Uhr] Reuters hat eine kleine Erfolgsmeldung aus den USA. Ein namentlich nicht genannter Regierungsvertreter sagte demnach, dass die libysche Luftabwehr in den am Samstagabend geflogenen Angriffen ernsthaft beeinträchtigt wurde. Die mögliche Reaktion Gaddafis ließe sich noch nicht abschätzen.
+++ Enttäuschung in Bengasi +++
[22.43 Uhr] Von Jubel keine Spur: Ein Korrespondent der britischen Zeitung "The Guardian" war vor Ort in der Rebellenhochburg Bengasi, als die Luftangriffe der Alliierten begannen. Es sei vor allem Erleichterung zu spüren gewesen, dass endlich Hilfe kommt, doch die Stimmung sei nicht zu vergleichen mit der Freude, die sich noch am Tag der Uno-Resolution in Bengasi breit gemacht hatte. Dem Reporter zufolge sind die Rebellen wütend und enttäuscht, dass die Angriffe erst kamen, nachdem Gaddafis Gewalt am Samstag in Bengasi mehrere Menschenleben kosteten.
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
| alles zum Thema Machtwechsel in Libyen | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH