Minutenprotokoll: Nato rechnet mit langem Militäreinsatz

In Libyen gab es heftige Kämpfe um die Rebellenhochburg Adschdabija und Angriffe von Marschflugkörpern auf Gaddafi-Truppen. In Syrien, im Jemen und in anderen arabischen Ländern demonstrierten Tausende Regimegegner. Die Ereignisse des Tages im Minutenprotokoll.

Lage in Libyen: Gebete und Gefechte Fotos
REUTERS

+++ Nato rechnet mit 90-tägigem Einsatz +++

[17.19 Uhr] Die Nato rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Kämpfe in Libyen und stellt sich auf einen 90-tägigen Einsatz zur Aufrechterhaltung der Flugverbotszone ein. Der Militäreinsatz könnte auch länger oder kürzer dauern, sagte ein Vertreter der Bündnisses am Freitag in Brüssel. In Libyen konzentrierten sich die Kämpfe auf die strategisch wichtige Küstenstadt Adschdabija, in die auch westliche Flugzeuge eingriffen. Nach Angaben der US-Streitkräfte wurden innerhalb von 24 Stunden 153 Einsätze geflogen und 16 Marschflugkörper auf Ziele in Libyen abgefeuert.

+++ Hundert Verletzte in Jordanien +++

[17.08 Uhr] In Jordanien sind bei einem Polizeieinsatz gegen demonstrierende Regierungsgegner mindestens hundert Menschen verletzt worden. Die Sicherheitskräfte setzten am Freitag in Amman Wasserwerfer ein, um die Kundgebung aufzulösen, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Arabija.

+++ Sorge um im Libanon gekidnappte Esten +++

[17.02 Uhr] Die Sorge um sieben Esten, die am Mittwoch im libanesischen Bekaa-Tal entführt wurden, wächst. Noch immer gebe es keine Spur von den Radlern, die kurz vor ihrer Verschleppung aus Syrien in den Libanon eingereist waren, so die libanesische Armee am Freitag. Inzwischen wurden Spekulationen laut, nach denen die Esten radikalen Palästinensern in die Hände gefallen sein und gar in Lebensgefahr schweben könnten. 1986 erschossen Mitglieder der palästinensischen Abu-Nidal-Gruppe in Beirut zwei britische und eine US-amerikanische Geisel, um den damaligen US-Luftangriff auf Gaddafis Libyen zu rächen. Im Bekaa-Tal gingen Gerüchte um, wonach auch die Entführung der Esten auf das Konto von Gaddafi-Unterstützern gehe, sagte ein namentlich nicht genannter libanesischer Offizieller der Nachrichtenagenur AFP. Die sieben Balten waren am Mittwoch bei Sonnenuntergang in einem Industrievorort der christlich geprägten Stadt Zahle von zwei weißen Lieferwagen und einem Mercedes ohne Nummernschilder angehalten worden. Augenzeugen berichteten, die Kidnapper hätten die Radler in die Fahrzeuge gedrängt und seien dann in Richtung syrische Grenze gefahren. Die Fahrräder der Urlauber ließen die Entführer zurück. Entlang der syrisch-libanesischen Grenze liegen mehrere palästinensische Flüchtlingslager, zu denen die libanesischen Sicherheitsbehörden de facto keinen Zutritt haben.

+++ Hisbollah schaut nervös nach Syrien +++

[16.22 Uhr] Im Libanon beobachtet man die anhaltenden Proteste in seinem Nachbarland Syrien mit großer Sorge. "Jeder Wandel in Syrien wird enormen Einfluss auf die Machtverhältnisse im Libanon haben", sagte Nahost-Experte Raghid al-Solh der Nachrichtenagentur AFP. Besonders die Schiiten-Partei Hisbollah, die seit Januar die Regierung in Beirut dominiert, schaue mit Unbehagen auf den sich ausweitenden Aufstand jenseits der Grenze. Syrien ist Schutzmacht der Hisbollah und wird verdächtigt, die Miliz mit Waffen zu versorgen - politischer Wandel in Damaskus könnte die Schiiten-Organisation daher empfindlich treffen. Die Hisbollah versuchte in den vergangenen Tagen, die Bedeutung der Vorgänge in Syrien herunterzuspielen. Dennoch scheint sie hochnervös: Die libanesische Tageszeitung an-Nahar meldete Freitag, die Organisation habe ihrer Führungsriege Reisen nach Syrien aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres untersagt. Unter den Aufständischen in Syrien kursierte in den vergangene Tage das Gerücht, das Regime setzte auch libanesische Hisbollah-Männer zur Niederschlagung der Proteste ein. Bei der Beerdigung getöteter Demonstranten skandierten einige Trauergäste in Daraa am Mittwoch: "Nein zu Iran, nein zur Hisbollah".

+++ Regierung unterbindet Demonstration in Bahrain +++

[16.01 Uhr] In Bahrain kamen am "Freitag der Wut" keine Massenproteste zustande - die Sicherheitsbehörden lösten den Versuch, eine Demonstration zustande zu bringen, sofort wieder auf. Die Regierung hatte vergangene Woche angesichts der Massenproteste und zahlreicher Toter den Notstand verhängt, seitdem sind Kundgebungen verboten. Oppositionsführer kündigten an, dennoch weiter auf die Straße zu gehen.

+++ Proteste auch in Jordanien +++

[15.49 Uhr] Auch in Jordanien versammelten sich einige hundert Menschen in der Hauptstadt Amman. Dort wurden etwa 30 Menschen verletzt, als Anhänger des Königs Abdullah II. Demonstranten mit Steinen angriffen. Augenzeugenberichten zufolge hielt die Polizei beide Seiten so gut es ging auseinander. In Jordanien hatte es auch in den vergangenen Woche immer wieder Kundgebungen gegeben, allerdings fordern die Demonstranten vor allem echte politische Reformen, nicht den Sturz des Königshauses.

+++ Unklare Lage in Daraa +++

[15.31 Uhr] Anrufer berichten auf al-Dschasira, dass bei den Unruhen in Syrien auch in den Städten Homs und Latakiya Menschen ums Leben gekommen sind. In Daraa im Süden des Landes, dem bisherigen Epizentrum der Rebellion, wird offenbar erneut scharf geschossen. Über Twitter wird berichtet, dass die syrischen Sicherheitskräfte die Stadt abgeriegelt hätten. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig bestätigen. Videos zeigen indes, dass es auch in anderen Landesteilen Protestkundgebungen gegen die Regierung und in Solidarirät mit den bisher Getöteten gegeben hat. "Freiheit, Freiheit" riefen die Teilnehmer in einem Video, das al-Dschasira ausstrahlte. Laut CNN hat es in Daraa 15 Tote gegeben. Der Sender bezieht sich auf Berichte von Einwohnern der südsyrischen Stadt.

+++ Al-Dschasira berichtet von Schüssen in Daraa +++

[15.16 Uhr] Al-Dschasira zufolge haben Sicherheitskräfte in der südsyrischen Stadt Daraa neuerlich scharf auf Demonstranten geschossen. Aus Oppositionskreisen wird gemeldet, dass Protestler eine Statue von Hafis al-Assad, dem Vater und verstorbenen Vorgänger von Präsident Baschar al-Assad, gestürzt hätten.

+++ Anti-Merkel-Sprechchöre in Bengasi +++

[14.52 Uhr] Am Rande des Freitagsgebets in der ostlibyschen Hafenstadt Bengasi kommt es immer wieder zu Sprechchören, die sich sehr kritisch mit der deutschen Enthaltung im Uno-Sicherheitsrat zur internationalen Militäraktion in Libyen beschäftigen. "Kanzlerin Merkel sollte sich schämen", skandierten Gruppen von Männern, "Deutschland hat uns im Stich gelassen". SPIEGEL-ONLINE-Reporter Matthias Gebauer und andere deutsche Reporter wurden immer wieder und teils aggressiv aufgefordert, die deutsche Regierung scharf für ihre Position zu kritisieren. "Frau Merkel sollte wissen, wie wichtig die Freiheit ist", schrie ein älterer Mann, "der Fall der Mauer wurde auch massiv vom Ausland unterstützt". Nun aber habe Deutschland die Libyer allein gelassen. "Wenn wir unsere Freiheit erkämpft haben und selber entscheiden können", prophezeite er, "werden wir keine Geschäfte mit Deutschland machen". Nur, wer die Libyer unterstützt habe, solle vom Ölreichtum des Landes profitieren. Ganz weit vorne auf der Sympathie-Liste der Gruppen steht Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Nach ihm soll, so glauben viele Rebellen, schon bald die Straße an der Corniche von Bengasi benannt werden.

+++ Augenzeugen berichtet von neuen Todesopfern in Daraa +++

[14.45 Uhr] In Daraa sind am Freitag nach Angaben eines Bürgerrechtlers mehrere Menschen getötet worden. Der Demonstrationszug sei in Richtung der Stadt gezogen, als das Feuer auf die Teilnehmer eröffnet worden sei, sagte der Aktivist der Nachrichtenagentur AFP. Am Mittwoch waren bei der Niederschlagung von regierungskritischen Protesten in Daraa nach Angaben der Opposition mindestens hundert Menschen getötet worden. Nach der Trauerfeier für zwei der getöteten Demonstranten kam es dort am Freitag laut Augenzeugen zu erneuten Protesten.

+++ Heftige Kämpfe in Libyen +++

[14.34 Uhr] SPIEGEL-ONLINE-Reporter Matthias Gebauer berichtet von schweren neuen Kämpfen um die Vorherrschaft in Adschdabija westlich von Bengasi. Augenzeugen hätten ihm telefonisch mitgeteilt, dass Einheiten der Rebellen mit frisch an die Front geschafften Raketenwerfern Stellungen von Gaddafi-Einheiten in der Stadt angriffen. Über den ganzen Morgen beschossen sich beide Seiten mit langen Salven. Die Gaddafi-Einheiten sollen ihre Panzer und Geschütze mittlerweile gegen Luftangriffe des Westens getarnt oder in die Nähe von Moscheen und Wohnhäusern verlegt haben, um Luftangriffe zu verhindern, berichtete ein geflohener Einwohner. Der Einwohner sagte, Adschdabija gleiche einer Geisterstadt. Viele Einwohner seien geflohen, die restlichen hätten sich in ihren Häusern verschanzt. "Es gibt kein Wasser, keinen Strom", sagte der Mann, der aus Angst vor Repressalien seinen Namen nicht nennen wollte. "Immer wieder fahren Einheiten von Gaddafi durch die Straßen und schießen wahllos um sich." Adschdabija gilt als strategisch wichtig. Können die Rebellen die Stadt einnehmen, wäre dies ein wichtiger Erfolg gegen Machthaber Gaddafi.

+++ Militärallianz greift Gaddafis Truppen massiv an +++

[14.20 Uhr] Die Anti-Gaddafi-Allianz hat in den vergangenen 24 Stunden nach eigenen Angaben 16 Tomahawk-Raketen auf Ziele in Libyen gefeuert, zudem flog sie 153 Kampfflugzeug-Einsätze. Dabei seien libysche Artillerie-Einheiten, Bodentruppen und militärische Infrastruktur angegriffen worden, sagte eine Sprecherin.

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1. Frage
Rubeanus 25.03.2011
Sarkozy hat ja angekündigt, dass er nach und nach alle arabischen Despoten mit Waffengewalt verjagen will. Wenn er mit Libyen fertig ist, wo macht er dann weiter: Zuerst Syrien, oder doch lieber Jemen? Zweckmäßigerweise stimmt sich Sarkozy aber vorher erst mit dem Friedensnobelpreisträger von 2009 ab, ob dieser noch genügend Marschflugkörper im Arsenal hat
2. -
dongerdo 25.03.2011
Zwar bekomme ich fast Schüttelfrost dabei Ihm Recht zu geben, aber mit Aussagen wie ---Zitat--- [10.50 Uhr] Außenminister Guido Westerwelle hat die Drohung des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy an alle arabischen Diktatoren scharf kritisiert. "Ich sehe hier wirklich eine sehr gefährliche Diskussion, auch mit sehr schwierigen Folgen für die Region und die arabische Welt insgesamt", sagte der FDP-Chef am Freitag im rbb-Inforadio ---Zitatende--- hat Westerwelle Recht. Sarkozys Äußerungen sind ein Desaster.
3. Wann kommt die Flugverbotszone
philathei 25.03.2011
Zitat von sysopIn Syrien droht erneut eine gewaltsame Konfrontation von Opposition und Regime, in Jemen zerbröselt die Macht des Präsidenten und auch in anderen arabischen Ländern*stehen die Zeichen am Tag der Freitagsgebete auf Eskalation. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,753116,00.html
endlich auch über Syrien? Soldaten genug hat die Nato ja, vor allem deutsche durch Guttenbergs geniale Bundeswehrreform. Denn nach all dem Bashing wird Deutschland im Sicherheitsrat doch diesmal hoffentlich zustimmen - oder? Und wenn wir schon über Syrien kreisen, warum dann nicht auch gleich über Saudi-Arabien (prophylaktisch), über Persien (um die Atombombe zu verhindern) und über Pakistan (damit die Atombombe nicht an Al-Qaida gerät)? Der neue Napoleon vom Élysée-Palast hat es schon angedroht, und Drohungen müssen glaubwürdig sein. Was daraus wird, bereits aus einem libyschen Chaos, das mit großer Wahrscheinlichkeit auf Gadaffi folgt - muß das unsere politischen Vordenker scheren? Das baden dann deren Nachfolger aus.
4. Ja - es sieht doch alles ganz danach aus...
Doctor Feelgood 25.03.2011
...als ob da jemand mit Vorbedacht und System in der arabischen Welt zündelt - natürlich NUR in den Staaten, die der westlichen Welt und Israel unbequem erscheinen. Die anderen Potentaten der umliegenden Familienbetriebe läßt man fein unbehelligt. Ein Schuft, wer Böses dabei denkt.
5. Titelschutz
Diwoka1 25.03.2011
Zitat von sysopIn Syrien droht erneut eine gewaltsame Konfrontation von Opposition und Regime, in Jemen zerbröselt die Macht des Präsidenten und auch in anderen arabischen Ländern*stehen die Zeichen am Tag der Freitagsgebete auf Eskalation. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,753116,00.html
Dann hoffen wir mal, daß da nichts passiert (wie in den letzten Tagen) sonst muß ja auch hier die Flugverbotszone ausgerufen werden, und in Bahrain und in Saudi-Arabien etc...
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Militäroperation in Libyen: Heftige Gefechte, jubelnde Rebellen

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Militäroperation in Libyen: Heftige Gefechte, jubelnde Rebellen

Fläche: 1.775.500 km²

Bevölkerung: 6,355 Mio.

Hauptstadt: Tripolis

Staatsoberhaupt:
Nuri Ali Abu Sahmain

Regierungschef: Ali Seidan (per Misstrauensvotum des Amtes enthoben); Abdullah al-Thani (zurückgetreten)

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Libyen: Land im Krieg

Was Staaten zum Militäreinsatz in Libyen beitragen
Frankreich
Frankreich verfügt über rund hundert Kampfflugzeuge, vorwiegend vom Typ "Rafale" und "Mirage 2000", sowie Awacs-Flugzeuge zur Luftraumüberwachung. Zunächst kamen 33 Kampfflugzeuge zum Einsatz. Paris schickte zudem den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" vom südfranzösischen Hafen Toulon aus in Richtung Libyen. Die Stützpunkte Solenzara auf Korsika und N'Djamena im Tschad können als Basis benutzt werden.
Großbritannien
Großbritannien hat Kampfflugzeuge vom Typ "Tornado" und "Eurofighter" in die Nähe von Libyen, auf den italienischen Stützpunkt Gioia del Colle, verlegt. Dort sind auch Awacs-Maschinen stationiert. Insgesamt sind derzeit 17 Maschinen im Einsatz. Zudem befinden sich die Fregatten "Westminster" und "Cumberland" im Mittelmeer.
USA
Die Vereinigten Staaten haben auf dem Stützpunkt Sigonella auf Sizilien F-15- und F-16 Kampfflugzeuge stationiert. Bisher waren 90 Maschinen an den Einsätzen beteiligt. Der Helikopterträger "Bataan" und zwei weitere Kriegsschiffe sollen am Mittwoch von den USA ins Mittelmeer aufbrechen, wo sie die Helikopterträger "Kearsarge" und "Ponce" ablösen sollen. Zudem befinden sich derzeit die Zerstörer "Barry" und "Stout" im westlichen Mittelmeer. Beide haben Marschflugkörper vom Typ "Tomahawk" an Bord, die am Wochenende eingesetzt werden und auch von U-Booten abgefeuert wurden.
VAE und Katar
Die Vereinigten Emirate (VAE) und Katar beteiligen sich ebenfalls an dem Einsatz. Die VAE entsenden zwölf Kampfflugzeuge zur Durchsetzung des Flugverbots über Libyen. Die jeweils sechs Flugzeuge der Typen F-16 und Mirage sollen sich an Patrouillenflügen zur Überwachung des von den Vereinten Nationen verhängten Flugverbots beteiligen. Katar nimmt mit vier Flugzeugen an dem Militäreinsatz teil.
Italien
Italien hat die Nutzung von sieben Luftwaffenstützpunkten angeboten. Die Luftwaffe hat mit 16 Maschinen in die Libyen-Mission eingegriffen, ein Kriegsschiff kam ebenfalls zum Einsatz.
Spanien
Spanien stellt vier F-18-Kampfjets, ein Flugzeug für die Luftbetankung, ein Marineüberwachungsflugzeug, eine Fregatte und ein U-Boot ab.
Kanada
Kanada hat die Beteiligung von sieben CF-18-Jagdbombern und vier weiteren Maschinen zugesagt, die in Italien stationiert werden. Zudem befindet sich die Fregatte "Charlottetown" in der Region.
Dänemark
Dänemark entsendet vier F-16-Jagdflugzeuge, zwei Reservekampfjets, ein Transportflugzeug auf einen Stützpunkt auf Sizilien.
Norwegen
Norwegen hat sechs F-16-Maschinen zur Durchsetzung der Flugverbotszone über Libyen bereitgestellt.
Belgien
Belgien hat die Beteiligung seiner sechs bei der Nato eingesetzten F-16-Jagdflugzeuge sowie den Einsatz eines Minenjagdboots angeboten.
Niederlande
Die Niederlande beteiligen sich mit sieben Kampfflugzeugen und einem Schiff an der Militäraktion.
Griechenland
Griechenland stellt Stützpunkte, zwei Flugzeuge und ein Kriegsschiff zur Verfügung.
Rumänien und Bulgarien
Aus Rumänien und Bulgarien wurde je ein Kriegsschiff in die Krisenregion verlegt.
Türkei
Die Regierung in Ankara trägt mit sieben Flugzeugen zu der Mission bei, darunter sechs F-16-Jets. Außerdem sind vier türkische Fregatten, ein U-Boot und ein Versorgungsschiff im Einsatz.