USA Missouris Gouverneur soll wegen sexueller Übergriffe zurücktreten

Er soll eine Frau geschlagen und zum Sex gezwungen haben: Neue Beweise belasten Missouris Gouverneur Eric Greitens schwer. Es könnte zum Amtsenthebungsverfahren für den Republikaner kommen.

Eric Greitens
Julie Smith / The Jefferson City News-Tribune via AP

Eric Greitens


Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Missouri hat Gouverneur Eric Greitens aufgefordert, sein Amt aufzugeben. Ansonsten drohe ihm ein Enthebungsverfahren: Denn in einem neuen Untersuchungsbericht seien neue Beweise enthalten, um solch einen Vorgang einzuleiten, sagte Generalstaatsanwalt Josh Hawley. Dem republikanischen Gouverneur wird sexueller Missbrauch vorgeworfen.

Die neuen Erkenntnisse stammen aus einem Bericht, den ein extra eingesetzter Untersuchungsausschuss angefertigt hat. Der Inhalt sei "schockierend" und zeige deutliche Hinweise auf das Fehlverhalten des Gouverneurs, sagte der Generalstaatsanwalt.

Demnach soll Greitens während einer monatelangen Affäre eine Friseurin zum Sex gezwungen und geschlagen haben. Ihr Schweigen versuchte er offenbar zu erpressen: Falls sie darüber spreche, werde er Nacktfotos von ihr veröffentlichten, berichtet unter anderem die "New York Times".

Zu den Vorfällen kam es demnach im Jahr 2015, als der Republikaner in den Wahlkampf um das Gouverneursamt eingestiegen war. Greitens bestreitet die Vorwürfe. Der Sex habe einvernehmlich stattgefunden, sagt er.

Zuvor hatte Greitens bei einer Pressekonferenz deutlich gemacht, er wolle im Amt bleiben und seine Unschuld beweisen. Er sei Opfer einer "Hexenjagd". Der private Fehltritt habe nichts mit seinem Amt zu tun. Greitens ist verheiratet und hat zwei Kinder.

mho/AP/Reuters

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