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Republikaner Romney warnt: "Trump ist ein Aufschneider und ein Betrüger"

15 Minuten Vernichtung: Mit einer heftigen Rede schwingt sich Ex-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney, ein Republikaner, zum obersten Gegner von Donald Trump auf. Das Problem: Der Wut-Auftritt könnte dem Wahlkämpfer sogar helfen.

Der frühere Präsidentschaftskandidat Mitt Romney setzt sich an die Spitze der konservativen Republikaner, die Donald Trump als Kandidaten für die kommende Präsidentschaftswahl verhindern wollen. In einer Rede an der Universität von Utah sagte Romney, Trump dürfe keinesfalls nominiert werden. Der Immobilien-Milliardär aus New York sei "ein Aufschneider und Betrüger, der die amerikanische Öffentlichkeit zum Narren hält".

"Seine Versprechen sind so wertlos wie ein Abschluss an der Trump University", sagte Romney mit Blick auf die Vorwürfe, Trump habe an seiner "Trump-Universität" bis zu 5000 Studenten betrogen. "Seine Innenpolitik würde in die Rezession führen. Und seine Außenpolitik würde Amerika und die Welt unsicherer machen", sagte Romney und fügte hinzu: "Er hat weder die Veranlagung noch das Urteilsvermögen, um Präsident sein zu können."

Romney stellte auch Trumps Ruf als Geschäftsmann in Frage: "Seine Pleiten haben Tausende amerikanische Familien ruiniert."

Romney legte sich nicht fest, wer stattdessen Kandidat der Republikaner werden sollte, sagte aber über Trumps Konkurrenten Ted Cruz, Marco Rubio und John Kasich: "Wir sollten einen dieser drei Männer nominieren."

Romney hatte seine Rede kaum beendet, da erhielt er Unterstützung von John McCain: "Ich teile die Bedenken, die mein Freund Mitt Romney in seiner Ansprache geäußert hat", sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat von 2008. "Ich möchte, dass die republikanischen Wähler sehr genau darauf achten, was unsere am meisten respektierten und erfahrensten Parteivertreter über Herrn Trump zu sagen haben", so McCain.

Trumps Gegner bei den Republikanern sind von dessen Siegesserie geschockt und suchen hektisch nach einem Plan, den Milliardär noch zu stoppen. Sie hoffen darauf, mit harten Attacken auf Trumps Unternehmer-Vergangenheit seine Glaubwürdigkeit erschüttern zu können. Zudem setzen sie darauf, dass der Spitzenreiter aufgrund des fragmentierten Kandidatenfelds nicht die erforderliche Zahl an Delegiertenstimmen erreicht und der Parteitag im Juli nach einem dritten Weg sucht.

Romney und Trump befehden sich seit Tagen. Der Streit der beiden nahm seinen Anfang, als Romney dem Geschäftsmann kürzlich vorwarf, aus politischen Gründen seine Steuererklärung geheim zu halten. Trump schoss umgehend zurück und bezeichnete Romney als "einen der dümmsten und schlechtesten Kandidaten in der Geschichte der republikanischen Politik".

Max Boot, außenpolitischer Berater des 2012 gescheiterten Romney, sagte, er würde eher für Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un arbeiten als für Trump. "Ich glaube, Donald Trump ist objektiv gefährlicher als Kim Jong Un und weniger stabil."

Wie sich Romneys Attacken auf Trump auswirken, ist fraglich. Einerseits sorgen sie in Republikaner-Kreisen natürlich für große Aufmerksamkeit, immerhin ist Romney noch immer eines der prominentesten Parteimitglieder. Doch der Ex-Gouverneur von Massachusetts ist auch äußerst umstritten. Aus der Sicht weiter Teile der Partei ist Romney mit seinem verunglückten Wahlkampf alleinverantwortlich für die Niederlage gegen Barack Obama 2012 und versinnbildlicht wie kein anderer die vermeintlich korrupte und feige Republikaner-Elite.

Und genau mit diesem Tenor reagierte Trump denn auch auf Romneys jüngste Attacke. "Mitt war ein Desaster als Kandidat", sagte Trump vor Anhängern im Bundesstaat Maine. "Er hat 2012 einen furchtbaren Wahlkampf veranstaltet, und dann ist er einfach verschwunden und hat uns im Stich gelassen." Romney habe eigentlich geplant, 2016 erneut zu kandidieren, "doch dann hat er Angst vor mir bekommen", so Trump. Romney sei irrelevant, sagte Trump unter dem Applaus seiner Anhänger.

Aus Sicht der wütenden Basis, die Trump so sehr stützt, ist Romney eine regelrechte Hassfigur. Und so bergen seine Angriffe die Gefahr, dass Trumps Rückhalt bei seinen Anhängern sogar noch weiterwächst. Der Immobilienmogul hat seine gesamte Kampagne darauf begründet, als Alternative zum Establishment zu erscheinen. Wenn das Establishment - in Person von Romney - zu ihm auf Abstand geht, könnte das durchaus in seinem Sinne sein.

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vme/syd

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insgesamt 95 Beiträge
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1. Mitt, Thank you, thank you, thank you
johannesbueckler 03.03.2016
Kein Gespür und zeigt, warum er die letzte Wahl verloren hat. Die Wahl 2012 war ein Slam-Dunk und er schaffte es nicht. Sogar Steven Anthony Balmer ist es gelungen, dank Trampolin.....
2. Trump
gandhiforever 03.03.2016
Trump ist der bessere Aufschneider und Betrueger als Mitt Romney, wobei sich 'besser' nur darauf bezieht, dass er sich besser verkauft. Romney ist politisch nicht mehr relevant, fuer viele Republikaner ist er ein Versager, der Obama weitere 4 Jahre ermoeglichte.
3.
schwerpunkt 03.03.2016
"Trump ist ein Aufschneider und ein Betrüger" Ach was!?
4.
artner 03.03.2016
"Seine Innenpolitik würde in die Rezession führen. Und seine Außenpolitik würde Amerika und die Welt unsicherer machen", Damit wird kurz und knapp Obamas Politik beschrieben. Mich wundert es, dass es überhaupt jemanden gibt, der amerikanischer Präsident werden möchte, angesichts 20 Billionen Dollar Schulden und doppelt so hoher Arbeitslosigkeit wie offiziell angegeben.
5. oh
hollowman08 03.03.2016
das macht mir wiederum Trump sehr sympathisch. Bisjetzt hatte ich sehr viel Antipathien für Trump aber da Romney und besonders die Krankheit Mccain gegen ihn sind muss Trump seine qualitäten haben. Das ist eine sehr spannende Wendung.
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