US-Bundesstaat Utah Romney will Senator werden - und Trump ärgern

Mitt Romney will es wieder wissen: Der Republikaner kandidiert im Bundesstaat Utah für einen Senatssitz. Für US-Präsident Donald Trump ist das eine schlechte Nachricht.

Mitt Romney
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Mitt Romney


Bei den US-Präsidentschaftswahlen 2012 unterlag er Barack Obama - nun bewirbt sich Mitt Romney wieder um ein politisches Amt. Er tritt im US-Bundesstaat Utah zur Wahl für den US-Senat an.

Romney will damit die Nachfolge von Orrin Hatch antreten. Der 83-Jährige hatte im Januar angekündigt, nach 40 Jahren im Senat und sieben Wiederwahlen zum Jahresende aus der Politik auszuscheiden.

Trump versuchte Hatch zu halten

Hatch ist einer der treuesten Gefolgsleute von US-Präsident Donald Trump. Von ihm stammt die - selbst unter Republikanern seltene - Prognose, man werde seine Präsidentschaft zur größten machen, die man in den vergangenen Generationen gesehen habe - "vielleicht sogar zur größten aller Zeiten".

Trump war noch im Dezember persönlich bei Hatch vorstellig geworden, um ihn zum Bleiben zu bewegen. "Er hat mir gesagt, dass ich ein Kämpfer bin", sagte Hatch. Vergeblich.

Die Erklärung Romneys ist für Trump nun eine schlechte Nachricht. Der 70-Jährige rechnet sich gute Chancen aus, die Wahl zu gewinnen - und er gilt als harscher Kritiker des Mannes im Weißen Haus. Während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 hatte er Trump unter anderem als "fraud" bezeichnet, als Hochstapler, Betrüger.

Romney attackiert Trump - ohne ihn zu nennen

Er bewerbe sich um das Senatsamt, da er die "Werte Utahs" nach Washington bringen könne und wolle, sagte er nun in einem auf Twitter verbreiteten Video. Romney erwähnte Trump darin nicht direkt, seine Botschaft war dennoch unmissverständlich.

"Utah kann die Politiker in Washington eine Menge lehren", sagte er. Der Bundesstaat heiße legale Einwanderer aus aller Welt willkommen, die Hauptstadt hingegen "schickt Migranten eine Botschaft der Ausgrenzung".

dop/Reuters/AP



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