Mittelmeer Zypern gibt im Erdgasstreit mit der Türkei nach

Zwei Wochen blockierte die türkische Marine ein Bohrschiff, das vor der Küste Zyperns nach Gas suchen sollte. Ankaras Drohkulisse hat Wirkung gezeigt - das Schiff hat seine Position nun verlassen.

Zyprisches Gasförderstätte im Mittelmeer
REUTERS

Zyprisches Gasförderstätte im Mittelmeer


Ende eines Streits um geplante Erdgasforschungen im Mittelmeer: Die Türkei hat sich gegen Zypern durchgesetzt. Das in Absprache mit der zyprischen Regierung vom italienischen Energiekonzern ENI gecharterte Bohrschiff hat am Freitagmorgen seine Position im Südosten der Hafenstadt Larnaka verlassen. Dies berichtete das zyprische Staatsradio.

Ankara hatte mit Kriegsschiffen in den vergangenen zwei Wochen dieses Forschungsschiff daran gehindert, Bohrungen auf der Suche nach Erdgas zu starten. (Hier lesen Sie mehr zu den Hintergründen)

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Die Türkei argumentiert, durch Bohrungen nach Erdgas ohne Zustimmung der türkischen Zyprer würden deren Rechte missachtet.

Die kleine Inselrepublik ist nach einem griechischen Putsch und dem Einmarsch des türkischen Militärs seit 1974 geteilt. Unter dem Meeresboden südlich der Insel werden reiche Erdgasvorkommen vermutet.

dop/dpa



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