Washington/Kairo - Der mutmaßliche Regisseur des Mohammed-Schmähvideos und seine Verwandten sind untergetaucht. In der Nacht auf Montag (Ortszeit) sei die Familie von Nakoula Basseley Nakoula von Beamten abgeholt und an einen geheimen Ort gebracht worden, sagte ein Sprecher der Polizei von Los Angeles.
Nakoula war am Wochenende von Bundesbeamten befragt worden, um festzustellen, ob er nach einer Verurteilung wegen Bankbetrugs gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen habe. Nakoula soll eine Schlüsselfigur hinter dem Film sein, der in der gesamten islamischen Welt zu Gewalt und Protesten geführt hat. Viele der Demonstranten fordern, dass Nakoula für seine Beleidigung des Propheten Mohammed zur Rechenschaft gezogen wird.
US-Diplomat Stevens unmittelbar nach Angriff offenbar noch am Leben
Der im Zuge der Proteste im libyschen Bengasi getötete US-Botschafter Chris Stevens war laut Augenzeugenberichten noch am Leben, als er kurz nach dem Angriff auf das US-Konsulat entdeckt wurde. Libysche Zivilisten hätten Stevens aus einem Konsulatszimmer gezerrt und ihn in ein Krankenhaus gebracht, nachdem jemand über seinen scheinbar leblosen Körper gestolpert sei, sagte der Kameramann Fahd al-Bakusch der Nachrichtenagentur AP am Montag. "Ich habe seinen Puls gefühlt und er lebte noch."
Nach der Verbreitung des Videos hatten aufgebrachte Demonstranten am vergangenen Dienstag die US-Vertretung in Bengasi gestürmt und den Botschafter und drei weitere Konsulatsmitarbeiter getötet.
als/dapd
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