Moskau: Gericht lehnt Berufung von Pussy-Riot-Mitgliedern ab

Demoplakate in Moskau: Berufung von Aljochina (l.) und Tolokonnikowa (r.) abgelehnt Zur Großansicht
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Demoplakate in Moskau: Berufung von Aljochina (l.) und Tolokonnikowa (r.) abgelehnt

Die verurteilten Pussy-Riot-Musikerinnen setzen sich weiter zur Wehr: Vor einem Gericht in Moskau haben die Bandmitglieder ein zweites Berufungsverfahren gefordert. Doch die Justiz lehnt ab - das Urteil sei "gerecht und dem Vergehen entsprechend".

Moskau - Ein Gericht in Moskau hat die zweite Berufung der verurteilten Mitglieder der russischen Punkband Pussy Riot abgelehnt. Das Urteil gegen die Musikerinnen sei "gerecht und dem Vergehen entsprechend", erklärte das Gericht in dem am Mittwoch veröffentlichten Urteil.

Das Präsidium des Moskauer Stadtgerichts wies in der bereits am Freitag gefällten Entscheidung auch eine formale Beschwerde des russischen Menschenrechtsbeauftragten Wladimir Lukin zurück. Dieser hatte eine Aufhebung der Strafe gefordert, da das Vergehen nicht schwerwiegend genug sei, um als Straftat geahndet zu werden.

Die Bandmitglieder Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina waren im August wegen einer Protestaktion gegen den heutigen russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale zu jeweils zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Der ursprünglich ebenfalls verurteilten Jekaterina Samuzewitsch war in einem Berufungsprozess im Oktober die Strafe erlassen worden.

Die Anwältin der Musikerinnen, Irina Chrunowa, kündigte an, gegen die Entscheidung des Präsidiums Beschwerde beim Vorsitzenden des Gerichts einzureichen. Sollte die Beschwerde zurückgewiesen werden, wollen die Musikerinnen in Berufung vor dem Obersten Gerichtshof Russlands gehen, sagte Chrunowa.

Tolokonnikowa und Alechina klagen zudem vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gegen ihre Haftbedingungen. Sie wollen erreichen, dass Russland wegen Verletzung des Rechts auf freie Meinungsäußerung verurteilt wird.

sun/AFP

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1.
Steuerzahler0815 21.03.2013
Zitat von sysopDie verurteilten Pussy-Riot-Musikerinnen setzen sich weiter zur Wehr: Vor einem Gericht in Moskau haben die Bandmitglieder ein zweites Berufungsverfahren gefordert. Doch die Justiz lehnt ab - das Urteil sei "gerecht und dem Vergehen entsprechend". Moskau: Gericht lehnt zweite Berufung von Pussy Riot ab - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/moskau-gericht-lehnt-zweite-berufung-von-pussy-riot-ab-a-890081.html)
richtig so russland gut dass es noch einige wenige Rechtsstaaten gibt
2. Keine Unschuldslämmer!
torquemada13 21.03.2013
Zunächst sollten wir uns mal klarmachen was der Name "Pussy Riot" bedeutet. Ein jeder mag die Übersetzungsfunktion von Google oder Leo nutzen um dahinter zu kommen. Vielleicht ein Hinweis: das Wort "Pussy" bezieht sich nicht auf ein Miezekätzchen. Schon das deutet darauf hin, dass es hier um ganz etwas anderes geht als um freie Meinungsäußerung. Es geht um gezielte Provokation und Aktionen die eine Schockwirkung entfalten. Frau Tolokonnikova war ja nicht Zeit ihres Lebens in der Band Pussy Riot aktiv. In der Zeit davor hat sie in einer Gruppierung mit dem Namen Wojna (heißt soviel wie Krieg) mitgewirkt. Dort sind Aktionen durchgeführt worden die von Beschädigung öffentlichen Eigentums bis zu abstossenden und ekelrregenden Aktionen ausgeführt worden. Beispielsweise hat Frau Tolokonnikova an einer Protestaktion gegen die erste Amtseinführung von Herrn Medwedew als Premier mitgewirkt. Die Aktion war eine öffentliche Massenkopulation im staatlichen Biologiemuseum in Moskau. Frau Tolokonnikova war zu dem Zeitpunkt höchstschwanger im 9 Monat. Man kann die Aktionen unter dem Stichwort wojna auch unter YouTube finden. Besonders abstossend ist eine Aktion bei der sich eine Dame ein komplettes Hähnchen aus der Frischfleischabteilung einführt. Jeder mag sich selbst ein Bild davon machen wo. Nochmals, die Aktionen sind gezielt auf Schockwirkung und Erregung der Aufmerksamkeit gerichtet. Das gleiche gilt für die Aktion in der Christ Erlöser Kathedrale. Das ist keine freie Meinungsäußerung.
3. Brav nacherzählt, ...
meinnametutnixzursache 21.03.2013
Zitat von torquemada13Zunächst sollten wir uns mal klarmachen was der Name "Pussy Riot" bedeutet. Ein jeder mag die Übersetzungsfunktion von Google oder Leo nutzen um dahinter zu kommen. Vielleicht ein Hinweis: das Wort "Pussy" bezieht sich nicht auf ein Miezekätzchen. Schon das deutet darauf hin, dass es hier um ganz etwas anderes geht als um freie Meinungsäußerung. Es geht um gezielte Provokation und Aktionen die eine Schockwirkung entfalten. Frau Tolokonnikova war ja nicht Zeit ihres Lebens in der Band Pussy Riot aktiv. In der Zeit davor hat sie in einer Gruppierung mit dem Namen Wojna (heißt soviel wie Krieg) mitgewirkt. Dort sind Aktionen durchgeführt worden die von Beschädigung öffentlichen Eigentums bis zu abstossenden und ekelrregenden Aktionen ausgeführt worden. Beispielsweise hat Frau Tolokonnikova an einer Protestaktion gegen die erste Amtseinführung von Herrn Medwedew als Premier mitgewirkt. Die Aktion war eine öffentliche Massenkopulation im staatlichen Biologiemuseum in Moskau. Frau Tolokonnikova war zu dem Zeitpunkt höchstschwanger im 9 Monat. Man kann die Aktionen unter dem Stichwort wojna auch unter YouTube finden. Besonders abstossend ist eine Aktion bei der sich eine Dame ein komplettes Hähnchen aus der Frischfleischabteilung einführt. Jeder mag sich selbst ein Bild davon machen wo. Nochmals, die Aktionen sind gezielt auf Schockwirkung und Erregung der Aufmerksamkeit gerichtet. Das gleiche gilt für die Aktion in der Christ Erlöser Kathedrale. Das ist keine freie Meinungsäußerung.
... was Putins Propagandamaschine so vorbetet! Müßte Putin auch ins Gefängnis, wenn sein Name übersetzt "alter Wichser" hieße?
4. Brav nacherzählt, ...
meinnametutnixzursache 21.03.2013
Zitat von torquemada13Zunächst sollten wir uns mal klarmachen was der Name "Pussy Riot" bedeutet. Ein jeder mag die Übersetzungsfunktion von Google oder Leo nutzen um dahinter zu kommen. Vielleicht ein Hinweis: das Wort "Pussy" bezieht sich nicht auf ein Miezekätzchen. Schon das deutet darauf hin, dass es hier um ganz etwas anderes geht als um freie Meinungsäußerung. Es geht um gezielte Provokation und Aktionen die eine Schockwirkung entfalten. Frau Tolokonnikova war ja nicht Zeit ihres Lebens in der Band Pussy Riot aktiv. In der Zeit davor hat sie in einer Gruppierung mit dem Namen Wojna (heißt soviel wie Krieg) mitgewirkt. Dort sind Aktionen durchgeführt worden die von Beschädigung öffentlichen Eigentums bis zu abstossenden und ekelrregenden Aktionen ausgeführt worden. ...
... was Putins Propagandamaschine so vorbetet! Müßte Putin auch ins Gefängnis, wenn sein Name übersetzt "alter Wichser" hieße? Der ganze Blödsinn, abgesehen vom Namen, wurde hier schon zigfach in diversen Threads als Propaganda entlarvt. Darf man fragen, ob Sie die Gruselmärchen nur in stoischer Ruhe weiterbehaupten, oder ob diese Informationen nie bei Ihnen angekommen sind?
5. Sorry, alle guten Dinge sind drei ;)
meinnametutnixzursache 21.03.2013
Zitat von torquemada13...Beispielsweise hat Frau Tolokonnikova an einer Protestaktion gegen die erste Amtseinführung von Herrn Medwedew als Premier mitgewirkt. Die Aktion war eine öffentliche Massenkopulation im staatlichen Biologiemuseum in Moskau. Frau Tolokonnikova war zu dem Zeitpunkt höchstschwanger im 9 Monat. Man kann die Aktionen unter dem Stichwort wojna auch unter YouTube finden. Besonders abstossend ist eine Aktion bei der sich eine Dame ein komplettes Hähnchen aus der Frischfleischabteilung einführt. ...
Besonders witzig finde ich die Vorstellung, dass in diversen Anti-Pussy-Riot-Beiträgen wahrscheinlich auch Alt-68er Putin die Stange halten, die es früher super fanden, an Solidaritätsonanieren oder der Vergesellschaftung von Universitätseigentum teilzunehmen.
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Pussy-Riot-Mode: Masken, Shirts, Fingerpuppen

Bevölkerung: 142,958 Mio.

Fläche: 17.098.200 km²

Hauptstadt: Moskau

Staatsoberhaupt:
Wladimir Putin

Regierungschef: Dmitrij Medwedew

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