Irak Vom IS zerstörte Moschee in Mossul wird wieder aufgebaut

In Mossul ist der Grundstein für den Wiederaufbau der Al-Nuri-Moschee gelegt worden. Die Terrormiliz IS hatte das Gebäude gesprengt. Nun soll auch das berühmte schiefe Minarett wieder aufgebaut werden.

Zerstörte Moschee in Mossul
AFP

Zerstörte Moschee in Mossul


Mehr als ein Jahr nach der Zerstörung der Großen Moschee in der nordirakischen Stadt Mossul hat der Wiederaufbau des historischen Gebäudes begonnen. Bei einer kleinen Feier in der Alstadt wurde der Grundstein gelegt. Neu errichtet werden soll auch das berühmte schiefstehende Minarett, ein Wahrzeichen der Stadt.

Der "Islamische Staat" (IS) hatte die Moschee im Sommer 2017 gesprengt, als der Kampf um die Stadt in die letzte Phase ging und die Niederlage der Terrormiliz bevorstand. Der Ort ist äußerst symbolträchtig: In der Moschee hatte IS-Anführer Abu Bakr al Bagdadi 2014 das "Kalifat" der Dschihadisten ausgerufen.

Das Gebetshaus geht auf das 12. Jahrhundert zurück und ist auch als Al-Nuri-Moschee bekannt. Das schiefstehende 45 Meter hohe Minarett wird auch "Al-Hadba" ("Die Gekrümmte") oder scherzhaft "Der schiefe Turm von Mossul " genannt.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) geben nach einem Abkommen mit der Unesco und dem Irak rund 50 Millionen Dollar (41 Millionen Euro) für den Wiederaufbau von Mossuls Kulturerbe - darunter auch die Moschee.

hut/dpa/AFP



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