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Mutmaßlicher WikiLeaks-Informant Bradley Manning erhält bessere Haftbedingungen

Zelle in Fort Leavenworth: Bessere Haftbedingungen für Bradley ManningZur Großansicht
AP/ U.S. Army

Zelle in Fort Leavenworth: Bessere Haftbedingungen für Bradley Manning

Die Proteste gegen die Haftbedingungen von Bradley Manning waren heftig, nach seiner Verlegung ins Militärgefängnis Fort Leavenworth sollen sich die Verhältnisse nun ändern. Dort darf der mutmaßliche WikiLeaks-Informant - erstmals seit Monaten - andere Gefangene treffen und Besuch empfangen.

Fort Leavenworth - Der US-Soldat Bradley Manning, der im Zusammenhang mit den WikiLeaks-Enthüllungen des Geheimnisverrats verdächtigt wird, erhält bessere Haftbedingungen. Von Freitag an könne Manning mit seinen Mitgefangenen sprechen und Besucher empfangen, sagte die Leiterin des Militärgefängnisses Fort Leavenworth, Dawn Hilton, am Donnerstag. Seit Juli stand der 23-Jährige im Militärgefängnis Quantico unter Einzelhaft.

Manning war vergangene Woche in die kürzlich eröffnete Haftanstalt von Fort Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas verlegt worden. Dort steht er fortan unter "mittleren" Haftbedingungen. Nach Angaben des Pentagon bedeutet dies, dass er Besucher empfangen und Kontakt zu anderen Häftlingen haben darf. Zudem habe er Anrecht auf täglich drei Stunden Ausgang. Seine Zelle von acht Quadratmetern habe ein Fenster nach außen, erklärte die Gefängnisleitung am Donnerstag bei einer Führung durch die Haftanstalt.

Das im vergangenen Oktober eingeweihte hochmoderne Gefängnis von Fort Leavenworth hat Platz für 140 Gefangene, die Haftstrafen von bis zu fünf Jahren absitzen, und zehn Häftlinge in Untersuchungshaft. Das Gefängnis verfügt über eine Bibliothek, eine Zahnklinik, einen Friseursalon, eine Sporthalle und mehrere Basketballplätze. Die Gefangenen können nach Angaben der Leitung täglich Besuch empfangen und unbegrenzt telefonieren.

Manning, der verdächtigt wird, während seiner Stationierung im Irak geheime Dokumente über die Kriege im Irak und in Afghanistan heruntergeladen und an die Enthüllungsplattform WikiLeaks weitergegeben zu haben, war bis vergangene Woche im Militärgefängnis Quantico bei Washington unter verschärften Haftbedingungen inhaftiert. Der Gefreite hatte dabei nur eine Stunde am Tag seine Zelle verlassen dürfen und wurde rund um die Uhr überwacht. Aktivisten hatten dies scharf kritisiert. Amnesty International hatte von möglichen Menschenrechtsverletzungen gesprochen.

In Fort Leavenworth ist Manning zunächst in einer Einzelzelle untergebracht. Wenn er nicht gegen die Gefängnisordnung verstößt, werde er in eine Einheit mit vier Zellen, einem gemeinsamen Wohnbereich, zwei Duschen und einem Fernseher verlegt, sagte Hilton. Er dürfe bis zu fünf Besucher empfangen. Es gebe kaum Einschränkungen bei der Wahl der zulässigen Besucher. Journalisten seien jedoch weiter verboten.

ffr/AFP/dapd

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insgesamt 13 Beiträge
Frank.W 29.04.2011
Amerika wird doch am Ende nicht wirklich die Menschenrechte einhalten, im Rahmen deren Einforderung sie für gewöhnlich schwächere Staaten überfällt? Wunder gibt es immer wieder :-)
Amerika wird doch am Ende nicht wirklich die Menschenrechte einhalten, im Rahmen deren Einforderung sie für gewöhnlich schwächere Staaten überfällt? Wunder gibt es immer wieder :-)
vogelsteller 29.04.2011
jaaaa, das system ist in seiner brutalität das gleiche, wie zu zeiten der hochblühte des sozialismus/kommunismus. wo liegt der unterschied. wer kritisiert oder gar sich gegen das system arangiert, der ist des todes würdig.
Zitat von sysopDie Proteste gegen die Haftbedingungen von Bradley Manning waren heftig, nach seiner Verlegung ins Militärgefängnis Fort Leavenworth sollen sich die Verhältnisse nun ändern. Dort darf der mutmaßliche WikiLeaks-Informant - erstmals seit Monaten - andere Gefangene treffen und Besuch empfangen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,759828,00.html
jaaaa, das system ist in seiner brutalität das gleiche, wie zu zeiten der hochblühte des sozialismus/kommunismus. wo liegt der unterschied. wer kritisiert oder gar sich gegen das system arangiert, der ist des todes würdig.
angela_merkel 29.04.2011
bessere Haftbedingungen: heißt das, er wird nicht mehr gefoltert ? Oder nur nicht mehr so oft wie anfänglich ?
bessere Haftbedingungen: heißt das, er wird nicht mehr gefoltert ? Oder nur nicht mehr so oft wie anfänglich ?
ted211 29.04.2011
Eigentlich gehören ja die ins Gefängnis, die die Verbrechen begangen haben, und nicht der, der sie aufgedeckt hat.
Eigentlich gehören ja die ins Gefängnis, die die Verbrechen begangen haben, und nicht der, der sie aufgedeckt hat.
jerzick 29.04.2011
Ich bin sowas von enttäuscht von Obama, was Manning angeht - Obama hat einen Friedensnobelpreis bekommen und foltert jemanden, der viele eigentlich unerträgliche Wahrheiten in die Öffentlichkeit gebracht hat? Manning gebührt [...]
Ich bin sowas von enttäuscht von Obama, was Manning angeht - Obama hat einen Friedensnobelpreis bekommen und foltert jemanden, der viele eigentlich unerträgliche Wahrheiten in die Öffentlichkeit gebracht hat? Manning gebührt ein Orden und nicht der Knast. Aber auch das Guantanamo noch steht... na ja, anderes Thema.
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