Nach Anschlag: Bei Deutschen wächst Misstrauen gegen afghanische Partner

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Die Attentäter von Talokan hatten offenbar Helfer bei den örtlichen Sicherheitskräften - nur so konnten sie die Bombe Tage vor dem Anschlag platzieren. Deutsche Politiker fordern nun eine Überprüfung der Zusammenarbeit mit den Afghanen.

Ausbildung von afghanischen Sicherheitskräften: "Beschädigung des Vertrauens" Zur Großansicht
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Ausbildung von afghanischen Sicherheitskräften: "Beschädigung des Vertrauens"

Berlin - Das tödliche Attentat auf ein Treffen einer hochrangigen Bundeswehrdelegation mit afghanischen Spitzenpolitikern und Militärs im nordafghanischen Talokan war zwar nicht die Tat eines Selbstmordattentäters in Polizeiuniform. Doch auch die neuen Erkenntnisse beunruhigen die Bundeswehr: Offenbar wurde für die Attacke eine Mine im Amtssitz des Gouverneurs versteckt und später ferngezündet - was ohne Komplizen nicht zu bewerkstelligen war. "Wer eine solche Bombe in einem von Soldaten und der Polizei bewachten Gebäude platzieren kann", sagte ein hochrangiger Nato-Offizier in Kabul, "muss Mittäter unter den Sicherheitskräften bis hinauf zum Gouverneur haben."

Wie weit, diskutieren derzeit Bundeswehroffiziere, sind die Sicherheitskräfte und die lokalen Provinzregierungen eigentlich von den Taliban oder ihren Sympathisanten unterwandert? Und kann die Bundeswehr den Vertretern der afghanischen Regierung und ihren Soldaten überhaupt noch trauen?

Seit Monaten verstärkt die Truppe in Afghanistan ihre Kooperation, das sogenannte Partnering, mit den Afghanen. Mit der neuen Strategie bilden die internationalen Soldaten ihre afghanischen Kollegen in der Praxis aus. Durch das intensive Training, also durch eine sehr enge Kooperation bis hin zu gemeinsamen Operationen, soll die bisher ineffiziente Armee schneller selbständig werden und so einen schrittweisen Abzug der internationalen Truppen ermöglichen.

Nach dem erneuten Tod von zwei Bundeswehrsoldaten aber sitzt das Misstrauen tief bei den deutschen Soldaten.

Warum wurde die Bombe am Treffpunkt für das Sicherheitsmeeting nicht vorzeitig von deutschen Soldaten entdeckt? Routinemäßig, ähnlich wie bei Terminen von deutschen Spitzenpolitikern in Deutschland, suchen normalerweise spezialisierte Feldjäger der Truppe die Örtlichkeiten nach Bomben und anderen Gefahren ab. Ob dies im aktuellen Fall auch im Gouverneurspalast von Talokan stattfand, ist bisher noch unklar. Zwar haben theoretisch die Afghanen die Hoheit über ihre Gebäude, doch normalerweise untersuchen die Deutschen selbst den Veranstaltungsort.

Unmittelbar vor dem Treffen der Deutschen mit den Afghanen gab es nach Informationen von SPIEGEL ONLINE eindringliche Warnmeldungen der Geheimdienste über einen drohenden Selbstmordanschlag der Taliban in Talokan. Ohne Details oder ein mögliches Ziel zu nennen, warnten sowohl die Amerikaner als auch der deutsche Geheimdienst vor einem drohenden und gut geplanten Attentat in der Hauptstadt der Provinz Takhar. Nach solchen Warnungen, heißt es innerhalb der Truppe, hätte man noch vorsichtiger sein müssen vor dem Treffen der hochrangigen Militärs und Spitzenpolitiker in Talokan.

Der blutige Angriff hat unter den Politikern die Debatte um die Zusammenarbeit mit den Afghanen neu entfacht. Wie soll die Bundeswehr in Afghanistan weitermachen, so die entscheidende Frage, wenn der Partner immer mehr zum Sicherheitsrisiko wird?

"Beschädigung des Vertrauens"

Die Antworten aus der deutschen Politik sind recht eindeutig. "Der Anschlag führt zu einer weiteren Beschädigung des Vertrauens in den afghanischen Sicherheitsapparat und zu einer Veränderung im Verhalten der deutschen Soldaten. Das hat Auswirkungen auf die Zusammenarbeit", so der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, zu SPIEGEL ONLINE.

Zwar halten Politiker von Union, SPD, FDP und Grünen die enge Zusammenarbeit in der Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte für alternativlos. Immer lauter wird jedoch die Forderung aus Berlin nach mehr Anstrengungen der Afghanen. "Ich fordere die afghanischen Sicherheitskräfte auf, die Sicherheit der deutschen Soldaten bei solchen Besprechungen zu gewährleisten", so Unions-Verteidigungsexperte Henning Otte (CDU). "Die Bringschuld liegt bei den Afghanen", sagt auch der Grünen-Politiker Omid Nouripour.

"Dass es eine tiefe Verunsicherung der deutschen Soldaten darüber gibt, ob der afghanische Soldat neben ihm auch bis zum Ende auf der richtigen Seite steht, ist verständlich", so Nouripour. "Deshalb müssen die Afghanen jetzt erklären, welche Maßnahmen sie ergreifen, damit so etwas nicht noch einmal passiert."

Nouripour schlägt vor, künftig die Aufnahme in afghanische Armee und Polizei durch ein Bürgensystem stärker abzusichern. "Das wäre in einer Stammesgesellschaft wie Afghanistan ein hocheffektives Mittel - weil der, der sich nicht an Regeln hält, nicht nur sich selbst diskreditiert, sondern auch seine Bürgen beschädigt", so der Grüne.

Warnung vor "schnellen Scheinlösungen"

Unions-Mann Otte fordert eine grundsätzliche Überprüfung der Sicherheitskette in Afghanistan. Es müsse erwogen werden, Sprengstoffspürhunde einzusetzen, sagt der CDU-Politiker. Die FDP hingegen setzt auf bessere Kontrolle der afghanischen Soldaten. Wichtig sei es, verstärkt die biometrischen Daten der afghanischen Armee- und Polizeiangehörigen zu erfassen, "so dass klar ist, wer zu welchen Gebäuden eine Zugangsberechtigung hat", so die verteidigungspolitische Sprecherin Elke Hoff.

SPD-Politiker Arnold hält die Überprüfung von biometrischen Daten indes für wenig hilfreich und warnt vor "schnellen Scheinlösungen". Biometrische Daten würden nicht helfen, wenn der Angreifer tatsächlich aus den Reihen der afghanischen Armee oder Polizei stamme. Die Afghanen bräuchten stattdessen mehr Hilfe dabei, Armee- und Polizeiangehörige nachrichtendienstlich zu überwachen. "Das einzige, was hilft, ist die Kontakte von afghanischen Soldaten und Polizisten stärker zu kontrollieren", so Arnold.

Für heftigen Widerspruch sorgt der Vorschlag des CDU-Politikers Beck zu einem Vergeltungsschlag gegen die Taliban. "Der Anschlag kann nicht ohne Folgen bleiben", hatte der Unions-Verteidigungsexperte am Wochenende erklärt. Nach einer solchen Attacke müsse "ein entsprechender Gegenschlag gegen die Taliban-Organisation in dieser Provinz" erfolgen. Beck sprach von einer "Eskalation der Ereignisse im Regionalkommando Nord".

"Ein Gegenschlag gegen die Taliban ist extrem schwierig. In so einer Situation ein Augenmaß zu finden, bei dem Zivilisten nicht getötet werden, ist fast nicht möglich", so Nouripour. Ähnlich sieht es die FDP-Politikerin Hoff: "Von einer militärischen Eskalation, von einem Gegenschlag gegen die Taliban halte ich nichts - das würde unsere Soldaten noch stärker in Gefahr bringen und im Übrigen der Strategie der Isaf widersprechen."

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1. Die Russen sind abgezogen
founder 30.05.2011
Zitat von sysopNeue Details zum Anschlag in Afghanistan*werfen bei der Bundeswehr Fragen auf:*Die Attentäter*hatten*Helfer*bei den*örtlichen Sicherheitskräften. Der Treffpunkt wurde aber von den Deutschen *vorher nicht intensiv kontrolliert. Politiker fordern eine Überprüfung der Zusammenarbeit mit den Afghanen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,765781,00.html
Man muß wissen wann es sinnlos ist. Die Russen haben es nach einigen Jahren ja auch kapiert. Wie lang wird dazu die USA und ihre treuen Vasallen aus Deutschland noch brauchen?
2. Das muß alles geprüft werden...........und die Toten Kinder??????????
leberknecht 30.05.2011
Zitat von sysopNeue Details zum Anschlag in Afghanistan*werfen bei der Bundeswehr Fragen auf:*Die Attentäter*hatten*Helfer*bei den*örtlichen Sicherheitskräften. Der Treffpunkt wurde aber von den Deutschen *vorher nicht intensiv kontrolliert. Politiker fordern eine Überprüfung der Zusammenarbeit mit den Afghanen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,765781,00.html
wirft Fragen bei der Bundeswehr auf....!!???? Es wird fast garnicht mehr über die toten kinder der vergangene woche gesprochen bzw. es gab ein entschuldigung???? Für den tod kann man sich nicht entschuldigen ,es muß die tötung und der mord verhindert werden. Das sind KRIEGSVERBRECHEN! Die verantwortlichen sollten Den Haag überstellt werden! Erkennen wir(BRD)oder die USA eigentlich Den Haag an? Ach die "armen" Soldaten und Offiziere der Bundeswehr.................................................. Kann jemand mitteilen,wieviel Kinder in AFGan. getötet wurden( von uns Menschenrechtlern aus der NATO) ?
3. Krieg hat noch nie genützt. holt sie nach Hause
Dr. Martin Bartonitz 30.05.2011
Dieser Krieg war so unnütz wie der im Irak (über eine Million Zivilisten mussten für eine Lüge sterben), oder jetzt in Libyen. Unsere Kinder müssen für unsere Mächtigen sterben. Denn würden sie die Welt nicht mit ihren Krediten ausbeuten, dann hätten wir auch keine Terroristen. Wir wäre alle Menschen, die nur sinnvoll leben und glücklich sein wollen. Reichtum macht nicht glücklich! Wer sich unser Geldsystem anschaut, versteht dann leicht die Mechanismen, die zu den Kriegen führen. Sollten wir es nicht anders machen, bevor wir uns alle (95%) für die Mächtigen den Kopf einschlagen? http://bit.ly/mqimWH
4. .
atzlan 30.05.2011
Zitat von sysopNeue Details zum Anschlag in Afghanistan*werfen bei der Bundeswehr Fragen auf:*Die Attentäter*hatten*Helfer*bei den*örtlichen Sicherheitskräften. Der Treffpunkt wurde aber von den Deutschen *vorher nicht intensiv kontrolliert. Politiker fordern eine Überprüfung der Zusammenarbeit mit den Afghanen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,765781,00.html
Fahrlässigkeit trifft auf Korruption und verursacht Tote - wie wär's mal mit der Forderung nach einem Ende dieses sinnlosen Krieges?
5. -
Willie 30.05.2011
Zitat von leberknechtKann jemand mitteilen,wieviel Kinder in AFGan. getötet wurden( von uns Menschenrechtlern aus der NATO) ?
Wenn es sie wirklich interessieren wuerde, braeuchten sie nicht hier zu fragen.
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Afghanistan: Tödlicher Anschlag in Talokan

Fläche: 652.225 km²

Bevölkerung: 31,412 Mio.

Hauptstadt: Kabul

Staats- und Regierungschef: Hamid Karzai

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Karzai und Afghanistan
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Hamid Karzai
AFP
Hamid Karzai ist der derzeit amtierende Präsident Afghanistans. Nach der ersten Phase des Afghanistan-Kriegs hatten ihn die USA und die Uno auf der Petersberger Afghanistan-Konferenz im Dezember 2001 als Regierungschef einer afghanischen Interimsregierung durchgesetzt. Die Loya Jirga wählte Karzai 2002 zum Präsidenten einer Übergangsregierung, und nach Verabschiedung einer neuen Verfassung bestimmten ihn die Afghanen 2005 in direkter Wahl zu ihrem Präsidenten. Durch den Einfluss der Warlords blieb Karzais Macht jedoch beschränkt. Zuletzt verlor er auch die Unterstützung der USA.

Hamid Karzai wurde 1957 in Kandahar geboren. Er gehört dem mächtigen Paschtunen-Stamm der Popalzai an, der mehrere afghanische Könige hervorbrachte. Karzai studierte in Indien und hielt sich immer wieder in den USA auf. Zusammen mit den Mudschahidin kämpfte er in den achtziger Jahren gegen die sowjetische Besetzung Afghanistans . Aus dem Exil in Pakistan unterstützte Karzai die Taliban zunächst, wandte sich dann aber gegen das Regime, dem auch die Ermordung seines Vaters zugeschrieben wird. Nach Beginn der amerikanischen Militäraktion in Afghanistan kehrte Karazi 2001 in seine Heimat zurück und stellte sich an die Spitze der Anti-Taliban-Bewegung in der Region Kandahar.

Präsidentschaftswahlen
dpa
Am 30. August 2009 wählten die Afghanen ihren neuen Präsidenten. Doch es kam zu massiven Fälschungen, insbesondere zugunsten Karzais. Die Auszählungsergebnisse in 210 Wahllokalen wurden anschließend für ungültig erklärt. Karzai, der sich zuvor als Sieger gesehen hatte, verfehlte nach dem um manipulierte Stimmen bereinigten Endergebnis die absolute Mehrheit: Er erreichte nur 49,67 Prozent der Stimmen.

Eine Stichwahl zwischen Karzai und Ex-Außenminister Abdullah Abdullah sollte die Entscheidung bringen. Doch der Herausforderer zog seine Kandidatur zurück mit der Begründung, es könne wie im ersten Durchgang erneut zu Unregelmäßigkeiten kommen. Die afghanische Wahlkommission rief Karzai daraufhin erneut zum Präsidenten aus.

Isaf-Einsatz
DDP
Nach Beginn des Afghanistan-Kriegs 2001 und dem Sturz der radikal-islamischen Taliban beschloss der Uno-Sicherheitsrat , eine internationale Schutztruppe im Land ( Isaf ) einzusetzen. Sie soll den Wiederaufbau Afghanistans zu einer Demokratie absichern, auch indem sie zivile Wiederaufbauteams (PRTs) schützt, von denen derzeit 26 tätig sind.

Der Einsatz war zunächst auf die Hauptstadt Kabul und deren Umgebung beschränkt und wurde bis 2006 auf das ganze Land ausgeweitet. Seit 2003 führt die Nato die Isaf. Derzeit gehören ihr mehr als 119.000 Soldaten aus 46 Nationen an, darunter auch aus Nicht-Nato-Staaten wie Australien und Neuseeland.
Deutschland übernahm 2006 das Isaf-Kommando für den Norden Afghanistans. 2007 bestellte die Bundeswehr sechs Aufklärungsflugzeuge vom Typ Tornado ab, die Luftbilder aus ganz Afghanistan für Isaf liefern. Die Bundesrepublik stellt derzeit mit mehr als 4000 Soldaten die drittgrößte Truppe nach den USA und Großbritannien.

Probleme in Afghanistan
AFP
Da die Taliban inzwischen wieder an Stärke gewonnen haben, nehmen die militärischen Auseinandersetzungen zu. Besonders hart umkämpft ist der Osten des Landes, wo die meisten US-Soldaten stationiert sind. Die schwer kontrollierbaren Stammesgebiete Pakistans gelten als Rückzugsgebiet und Nachschubbasis der Taliban.

Die Stabilisierung Afghanistans wird durch Korruption, die bis in höchste Regierungskreise verbreitet ist, sowie durch Drogenproduktion und -schmuggel erschwert.

Opium-Wirtschaft
REUTERS
Obgleich die afghanische Übergangsregierung unter Karzai im Januar 2002 den Schlafmohnanbau verboten hat, ist der Drogenanbau rasch wieder zum dominierenden Wirtschaftszweig Afghanistans geworden. Das Land ist der weltweit größte Produzent von Rohopium .

Mit Einnahmen aus dem Drogenschmuggel finanzieren die Taliban ihren Kampf gegen Karzais Regierung und die ausländischen Truppen. Die Bekämpfung ist problematisch, weil viele Menschen von dem Handel leben. Isaf -Soldaten sind inzwischen befugt, gegen Drogenhändler vorzugehen und Laboratorien zu zerstören, in denen Schlafmohn zu Opium verarbeitet wird.

Afghanistan-Krieg
REUTERS
Der Afghanistan-Krieg der USA und ihrer Verbündeten war die erste große militärische Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 . Er richtete sich sowohl gegen das Terrornetzwerk al-Qaida , das für die Anschläge verantwortlich gemacht wird, als auch gegen das seit Mitte der neunziger Jahre in Afghanistan herrschende islamisch-fundamentalistische Taliban -Regime.

Die Taliban wurden bezichtigt, Osama Bin Laden und andere hochrangige Mitglieder von al-Qaida zu unterstützen und zu beherbergen.

Die erste Kriegsphase endete mit dem Fall der Hauptstadt Kabul und der Provinzhauptstädte Kandahar und Kunduz im November und Dezember 2001. Auf der Petersberger Afghanistan-Konferenz im Dezember 2001 wurde eine Interimsregierung unter Präsident Hamid Karzai eingesetzt und die Einberufung einer verfassunggebenden Loya Jirga beschlossen. Gleichzeitig erteilte der Uno-Sicherheitsrat den Nato-Staaten und mehreren Partnerländern das Isaf -Mandat zur Unterstützung des Wiederaufbaus.


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Präsident Karzai: "Härtester Job der Welt"