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Anschlag in der Elfenbeinküste: Zwei Verdächtige in Mali gefasst

Zwei Wochen nach dem Anschlag im Badeort Grand-Bassam in der Elfenbeinküste wurden zwei Verdächtige in Mali festgenommen. Sie sollen an dem Terrorakt "aktiv beteiligt" gewesen sein.

Es war der erste Anschlag auf touristische Ziele in der Elfenbeinküste: Am 13. März hatten mehrere schwerbewaffnete Männer auf Badegäste am Strand von Grand-Bassam geschossen und drei angrenzende Hotels angegriffen. Nun sind im Norden vom Nachbarland Mali zwei Verdächtige gefasst worden, heißt es laut der Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen. Sie sollen an dem Anschlag in Grand-Bassam "aktiv beteiligt" gewesen sein.

Einer von ihnen sei die rechte Hand des weiterhin flüchtigen mutmaßlichen Drahtziehers des Anschlags. Er sei am Freitagabend in Goundam, 80 Kilometer südwestlich von Timbuktu, gefasst worden und habe "interessante Informationen" geliefert. Der andere Verdächtige wurde den Angaben zufolge am Samstag in Gossi, 160 Kilometer westlich der nordmalischen Großstadt Gao, gefasst. Er gab demnach zu, einige der an dem Anschlag Beteiligten beherbergt zu haben.

Die Regierung der Elfenbeinküste begrüßte die Festnahmen als Ergebnis der "internationalen Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror". Im Zusammenhang mit dem Attentat in Grand-Bassam wurden bereits 15 Verdächtige festgenommen. Die ivorischen Ermittler erhalten Unterstützung von Frankreich, den USA und Deutschland.

Bei dem Attentat im Badeort Grand-Bassam kamen 19 Menschen ums Leben, darunter auch die Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan. Die Islamistengruppe "al-Qaida im Islamischen Maghreb" (AQMI) bekannte sich zu den Angriffen.

Das Terrornetzwerk "al-Qaida im Islamischen Maghreb" (AQMI) war 2006 aus der "Salafistischen Gruppe für Predigt und Kampf" hervorgegangen, die im algerischen Bürgerkrieg der Neunzigerjahre ihre Wurzeln hat. Die AQMI versucht mit Anschlägen, die Lage in afrikanischen Ländern wie Marokko, Algerien, Tunesien und Mali zu destabilisieren. Ihr werden bis zu 800 Kämpfer zugerechnet.

asc/afp

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