Frankreich Auto-Attacke bei Paris - Polizei nimmt Verdächtigen fest

Die französischen Sicherheitsbehörden haben einen Verdächtigen verhaftet. Er soll mit der Auto-Attacke auf Soldaten bei Paris in Zusammenhang stehen. Der Mann war offenbar mit dem gesuchten Fahrzeug unterwegs.


Nach der Auto-Attacke auf Soldaten nahe Paris ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Polizisten stoppten seinen Wagen nach einer Verfolgungsjagd auf einer Autobahn Richtung Calais, der Fahrer wurde durch Polizeischüsse verletzt.

Bei dem Festgenommenen handle es sich mutmaßlich um den Täter, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Justizkreise. "Er war im gesuchten Auto und hat versucht zu fliehen." Die Identität des Mannes müsse aber noch zweifelsfrei festgestellt werden. Auch müsse geprüft werden, ob tatsächlich er die Soldaten angefahren habe.

Die Polizei hatte den Wagen auf der Autobahn A16 zwischen den nordfranzösischen Städten Boulogne-sur-Mer und Calais aufgespürt. Bei der Flucht rammte der flüchtige Fahrer mindestens ein Auto, Spezialeinheiten der Polizei eröffneten daraufhin das Feuer.

Am Mittwochmorgen war im Pariser Vorort Levallois-Perret ein Mann mit einem Auto in eine Gruppe Soldaten gefahren und hatte sechs Menschen verletzt. Der Täter flüchtete. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen.

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Nahe Paris: BMW fährt in Soldatengruppe

Der französische Innenminister Gérard Collomb sprach von einer absichtlichen Tat. "Wir wissen, dass das eine absichtliche Tat war", sagte er nach einem Besuch bei betroffenen Soldaten im Krankenhaus.

Die Soldaten wurden vor einer Kaserne im Zentrum von Levallois angefahren, wie der Bürgermeister des Ortes dem Fernsehsender BFMTV sagte. Das Fahrzeug habe sich zuvor auf der Straße positioniert. Der Fahrer habe augenscheinlich darauf gewartet, dass die Soldaten zu ihrem Fahrzeug gehen und sei dann auf sie zugerast. "Das ist eine abscheuliche Aggression", sagte der Bürgermeister.

mho/Reuters/dpa/AFP



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