Nach Breivik-Anschlag Osloer Regierungszentrale steht vor dem Abriss

Die beim Bombenanschlag im Sommer schwer beschädigte Zentrale der norwegischen Regierung in Oslo wird vermutlich abgerissen. Laut Ministerin Rigmor Aasrud würde eine Sanierung des Gebäudes teurer werden als Abriss und Neubau.

Osloer Regierungsgebäude (am 23. Juli): Abriss wahrscheinlich
AFP/ Scanpix/ Polizei

Osloer Regierungsgebäude (am 23. Juli): Abriss wahrscheinlich


Oslo - Ein Abriss der norwegischen Regierungszentrale ist nach Aussage der Erneuerungsministerin Rigmor Aasrud wahrscheinlich. Der 18-stöckige Bau in der Osloer Innenstadt war am 22. Juli durch die Autobombe des rechtsradikalen Attentäters Anders Behring Breivik schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Entscheidung über die Zukunft des Gebäudes solle nach praktischen Gesichtspunkten gefällt werden, sagte Aasrud am Dienstag.

Bei der ersten Begehung des Gebäudes für Pressevertreter, fünf Monate nach dem Anschlag, erwies sich das Büro von Premierminister Jens Stoltenberg als weitgehend intakt. Zahlreiche Büroräume in den darunterliegenden Stockwerken wurden bei der Detonation des Sprengsatzes dagegen völlig zerstört. Mehrere Ministerien sind seitdem provisorisch in anderen Gebäuden untergebracht.

Der Attentäter Breivik sitzt derzeit in Untersuchungshaft, der Prozess gegen ihn soll am 16. April beginnen. Zwei Rechtspsychiater hatten den 32-Jährigen Ende November für nicht zurechungsfähig erklärt.

npi/dpa

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