Nach TV-Duell: Obama wirft Romney Wählertäuschung vor

Reagiert so ein souveräner Verlierer? Eher nicht. Nach seiner Niederlage im TV-Duell mit Mitt Romney keilt US-Präsident Obama gegen seinen Herausforderer - und bezichtigt ihn indirekt der Lüge.

Obama bei der Wahlveranstaltung in Denver: "Das konnte nicht Mitt Romney sein" Zur Großansicht
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Obama bei der Wahlveranstaltung in Denver: "Das konnte nicht Mitt Romney sein"

Washington - Barack Obama gibt sich betont leger: Nach der für die meisten Zuschauer klaren Niederlage im TV -Duell mit Mitt Romney ist der US-Präsident am Donnerstag in lockeren Khaki-Hosen und sportlicher Jacke vor 12.000 Anhängern in Denver aufgetreten. Doch die Kritik, zum Teil auch Häme nach seinem blassen Auftritt steckt er offenbar nicht so locker weg - im Gegenteil: Obama geht jetzt verbal zum Angriff über und wirft seinem republikanischen Herausforderer indirekt vor, in der Debatte gelogen zu haben. "Wenn man Präsident werden möchte, schuldet man dem amerikanischen Volk die Wahrheit", wetterte der Präsident.

Seine unpopulären Positionen habe Romney in der Debatte einfach geleugnet. Doch das sei nicht viel wert, da in Denver nicht der "echte" Romney aufgetreten sei. "Als ich auf die Bühne gekommen bin, habe ich diesen sehr munteren Burschen getroffen, der sich als Mitt Romney ausgegeben hat", empörte sich Obama. "Aber das konnte nicht Mitt Romney sein, denn der echte Mitt Romney ist im vergangenen Jahr durch das Land gelaufen und hat Steuersenkungen von fünf Billionen Dollar für die Reichen versprochen." Romney hatte bei der Debatte bestritten, die Steuern in dieser Größenordnung senken zu wollen.

Warum Obama dieser Aussage während der Diskussion nichts entgegensetzte, sondern stattdessen auf seine Schuhe schaute? Das versucht sein Top-Berater David Axelrod zu erklären: Obama habe sich bei dem Schlagabtausch am Mittwochabend zurückgehalten, weil er geglaubt habe, dass die Wähler etwas Besseres verdienten. Der Präsident habe eine Situation vermeiden wollen, in der sich Politiker gegenseitig beleidigen.

Funktioniert hat das offenkundig nicht.

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TV-Duell in Denver: Leidenschaftlicher Romney, kühler Obama
Deshalb will Obamas Wahlkampfteam die Strategie für das nächste TV-Duell am 16. Oktober ändern. "Wir werden uns das genau ansehen", sagte Axelrod. "Ich bin sicher, dass wir Anpassungen vornehmen werden." Vorbereiten müsse sich der Präsident aber kaum noch, lediglich strategisch werde es noch Änderungen geben. "Es ist wie bei den Playoffs im Sport", sagte Axelrod, "man wertet die Situation nach jedem Wettkampf aus."

Außer dem Vorwurf, nicht die Wahrheit zu sagen, wollte sich Obama auch eine Dosis Spott gegen Romney nicht verkneifen: Die Aussage des Republikaners, man müsse die Finanzspritzen für den Sender PBS und den "Sesamstraßen"-Vogel Big Bird streichen, kommentierte der Präsident mit den Worten: "Ich meine, Gott sei Dank geht endlich jemand hart gegen Big Bird vor. Das wird auch Zeit. Wir wussten nicht, dass Big Bird das Staatsdefizit in die Höhe getrieben hat."

Romney hat mit seiner Aussage viele "Sesamstraßen"-Freunde in den USA empört. Seitdem glühen die Twitter-Accounts, eine Parodie jagt die nächste.

mia/afp/Reuters

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insgesamt 59 Beiträge
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1. Mr Cool
amidelis 04.10.2012
gar nicht cool. Wo ist der Mann geblieben, dessen Reden ich 2008 begeistert gelesen und gehört habe? Und was hat er mit all den Leuten gemacht, die damals stolz und glücklich waren, dass er Präsident wurde? Romney ist ein Schwachkopf, und gegen einen Schwachkopf derart aus der Rolle zu fallen ist - idiotisch.
2.
kn4llfrosch 04.10.2012
Ich habe mir ca. eine dreiviertel Stunde lang das TV-Duell angeschaut. Länger hab ich das Ausweichen und Lügen nicht ertragen. (First Presidential Debate: Obama vs. Romney (Complete HD) - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=aYKKsRxhcro)) Obama hat recht in dem, was er Romney vorwirft: Die 5 Billionen hat Romney verschwiegen, immer wieder. Auch warum Mitt Steuersenkungen für Superreiche plant, aber live dann "Mittelklasse" sagt, versteht man erst, wenn man auf Romneys Konten in der Karibik schaut. Romney plant weitere Steuererleichterungen (das bestreitet er nichtmal), will ohne Anfrage das Militärbudget erhöhen UND die Investitionen in das Bildungssystem erhöhen. Aber das ist noch nicht alles: Obwohl das schon drei Kostenpunkte sind, erklärt er nicht, wie er sein viertes Ziel, Schuldenabbau, erreichen will. Es steht ja nicht gerade im Einklang mit drei Kostenpunkten, nicht wahr? Wie sagte Romney "Wenn wir erstmal die Steuern (für die Reichen) senken, dann werden mehr Leute eingestellt und daher insgesamt mehr Steuern eingenommen." Zudem will er noch zu entdeckende, ominöse schwarze Steuerschlupflöcher schließen, die natürliche alle Ausgaben ausgleichen. Wenn das, was er sagt, nur wahr wäre - ich würde ihn vielleicht wählen.
3.
Onkel_Karl 04.10.2012
Zitat von sysopAFPReagiert so ein souveräner Verlierer? Eher nicht. Nach seiner Niederlage im TV-Duell mit Mitt Romney keilt US-Präsident Obama gegen seinen Herausforderer - und bezichtigt ihn indirekt der Lüge. http://www.spiegel.de/politik/ausland/nach-der-niederlage-im-tv-duell-stichelt-obama-gegen-romney-a-859585.html
Was kann man Obama vorwerfen..z.b dass Guantanoma Bay immer noch existiert und schlimmer noch ist die Tatsache, dass die Gefangene ohne Anklage seit Jahren eingesperrt sind und nicht realisieren wo sie sind und warum sie dort sind. Welchen nutzen hat es noch,wenn Menschen seit 12 Jahren eingesperrt sind und im Grunde schon alles zugegeben haben was USA von ihnen verlangte,was sollte ein Scheich Chaleed Mohhamed noch aussagen,nach dem er über 180 mit Waterboarding zum reden gebracht wurde,es ist ja kein Gehimniss dass er gefoltert wurde und alle andere auch,unter Bush war das noch kein Folter..180 mal waterboarding. Ich bin mir sicher dass die Gefangenen in Guantanoma sehr gefährlich sind,alle sind sich sicher dass sie zurecht eingesperrt sind aber man kann doch nicht alle internationale Gesetze missachten und Menschen so behandeln,USA reden ständig von Menschenrechten und Humane Behandlung aber selbst pfeifen sie auf Gesetze,nicht mal Obama konnte es ändern. Er hat den Friedensnobelpreis bekommen in der Hoffnung er verändert die Welt aber seien wir doch ehrlich,er hat nichts auf der Welt zum Guten verändert,aus Irak hat er Truppen abgezogen aber es stand schon vorher fest, er hat es nur zu Ende gebracht. In Afganistan ist die Lage noch schlimmer als 2008,sogar die afganische Polizisten töten ISAF Soldaten. US-Soldaten machen Jagd auf Afganen,es werden Finger abgeschnitten,es wird auf die Leichen uriniert,es werden ganze Familien von einem einzigen GI abgeschlachtet und was sollen wir von dem afganischen Volk erwarten..da hat Obama auch versagt und in 2 jahren werden die letzten Soldaten abziehen und das Land wird im Chaos versinken. Obama hat als President die meisten Drohnen-Angriffe angeordnet als alle Presidenten zuvor,er erledigt es im Oval Office in dem er Lebenslauf von jemanden aus Pakistan liesst und danach beschliesst ob er getötet werden soll.
4. Obama ist kein Verlierer
liedigk 04.10.2012
...er kann sich noch so lustlos und müde auf die Bühne stellen und bekommt direkt danach 4 Prozentpunkte mehr in derneuesten Umfrage.http://www.gallup.com/home.aspx So what? Romney hat dieselbe Taktik angewandt, die Rep. generell, z.B. auch im letzten Wahlkampf versucht haben: Obama inhaltlich bis in die letzten Redewendungen zu imitieren. Das Problem ist, die Mehrzahl der Wähler nehmen ihnen das aus verschiedenen Gründen nicht ab. Sein Statement gegenüber dem Sender PBS war dann wohl das einzig Authentische an seinem Gerede.
5. Wenn man etwas in den Sand gesetzt hat, sollte man nicht noch mehr Staub aufwirbeln.
Stauss 04.10.2012
Obama macht unglaubliche taktische Fehler in dem Wahlkampf. Und die ganz dicken Brocken auf die wirklichen Schwachstellen Obama`s kommen doch erst noch. Kurz vor der Wahl. Yes, he can´t: es wird verglichen, was Obama versprochen hat und was er gehalten hat. Wenn ein Politiker versprach, er könne über´s Wasser gehen, wird es spätestens zur nächsten Wahl als Probe verlangt. Und dann säuft er ab.
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US-Präsidentschaftsdebatten: Nixons Bart, Reagans Witze

Fläche: 9.632.000 km²

Bevölkerung: 310,384 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

Vizepräsident: Joseph R. Biden

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Barack Obama: Vom Außenseiter zum Präsidenten
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Mitt Romney: Auf den Spuren des Vaters

US-Wahl
Wahl des Präsidenten
In den USA liegt die exekutive Gewalt grundsätzlich beim Präsidenten, der Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte in einer Person ist. Der Präsident wird alle vier Jahre neu gewählt, eine einmalige Wiederwahl ist möglich.
Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten ist eine indirekte Wahl: Am Wahltag, der immer am Dienstag nach dem ersten Montag im November stattfindet, wählt die US-Bevölkerung in jedem Bundesstaat Wahlmänner. Diese bilden das Wahlmännergremium, das offiziell erst im Dezember den Präsidenten und seinen Vize wählt. Dabei gilt in den allermeisten Bundesstaaten das Mehrheitswahlrecht: Die Wahlmänner eines Bundesstaates stimmen alle für den Präsidentschaftskandidaten, der in ihrem Staat die meisten Stimmen bekommen hat. Für den Gegner sind alle Wahlmänner verloren - egal wie knapp das Ergebnis ist ("Winner takes all"-Prinzip).
Parteien und Swing States
In den USA hat sich, durch das einfache Mehrheitswahlrecht begünstigt, ein Zweiparteiensystem gebildet: Praktisch spielen nur die demokratische und die republikanische Partei eine Rolle. Da in vielen Bundesstaaten die Mehrzahl der Wähler traditionell einer der beiden Parteien zugetan sind, steht in diesen Staaten praktisch fest, für welchen Kandidaten die Wahlmänner dieses Staates stimmen werden.
In anderen ist der Ausgang der Wahl hingegen offen: Sie werden als umkämpfte Staaten oder Swing States bezeichnet. Auf sie konzentriert sich der Wahlkampf der Kontrahenten. Besonders die bevölkerungsreichen unter ihnen wie Ohio und Florida stehen im Fokus der Wahlkampfstrategen, da sie viele Wahlmänner im Wahlmännergremium stellen und damit für den Ausgang der Präsidentschaftswahl entscheidend sein können.
Wahlmänner
Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird nicht direkt vom Volk gewählt, sondern indirekt von Wahlmännern ("electors"). Ein Wahlmann ist ein Bürger, den die Einwohner eines US-Bundesstaates gewählt haben, damit er oder sie in einem landesweiten Gremium in ihrem Namen seine Stimme für den Präsidenten und den Vizepräsidenten abgibt. Die Wahlmänner werden von ihrer jeweiligen Partei in einem Auswahlprozess aufgestellt, der von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden ist. Normalerweise nominieren die Parteien sie auf einem Parteitag im jeweiligen Bundesstaat, oder der Zentralausschuss ("central committee") der Partei stellt sie auf.
Am Wahltag geben die Wähler jedes Bundesstaates ihre Stimme für einen der Präsidentschaftskandidaten ab. Da die Wahl indirekt ist, wählen sie damit Wahlmänner, die dann nach dem eigentlichen Präsidentschaftswahltag in dem bundesstaatenübergreifenden Wahlmännergremium ("electoral college") ihre Stimme für ihren Präsidentschaftskandidaten und seinen Vize abgeben.
Welche Wahlmänner aus einem Bundesstaat in das Wahlmännergremium geschickt werden, wird in 48 US-Bundesstaaten nach dem Mehrheitswahlrecht ermittelt: Alle von einem Staat entsandten Wahlmänner gehören derselben Partei an, selbst wenn diese in dem betreffenden Staat nur mit einem hauchdünnem Vorsprung gewonnen haben sollte ("Winner takes all").
Wie viele Delegierte ein Bundesstaat entsendet, ist von seiner Größe abhängig. Jeder Staat schickt so viele gewählte Electors, wie er Senatoren und Abgeordnete im Kongress stellt. Die meisten Wahlmänner, nämlich 55, hat zurzeit Kalifornien, gefolgt von New York (31) und Florida (27). Bevölkerungsarme Staaten wie zum Beispiel Alaska oder Montana entsenden das Minimum von drei Wahlmännern. Obwohl der Hauptstadtbezirk Washington D.C. keine stimmberechtigten Vertreter im Kongress hat, entsendet auch er drei Wahlmänner ins Gremium.
Wahlmännergremium
Das Electoral College ist ein Kollegium von insgesamt 538 Vertretern der einzelnen US-Bundesstaaten, das den US-Präsidenten und seinen Vize wählt - denn Amerikas Bürger entscheiden nicht direkt darüber, wer sie regiert, sondern nur über die Zusammensetzung des Gremiums, das den Präsidenten wählt.
Das Wahlmännergremium tritt physisch nie an einem Ort zusammen. Stattdessen versammeln sich die Wahlmänner im Dezember nach der Wahl durch das Volk in den Hauptstädten ihrer Bundesstaaten, um ihre Stimme abzugeben. Dabei richten sie sich in ihrer Entscheidung traditionell nach dem Votum des Volkes, zwingend vorgeschrieben ist das jedoch nicht in allen Staaten. Die Wahlmänner-Stimmen werden dann nach Washington geschickt, wo sie während einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses im Januar ausgezählt werden. Der amtierende Vizepräsident kann dann endlich das offizielle Ergebnis der Präsidentschaftswahlen verkünden, das in der Regel ja schon kurz nach der allgemeinen Wahl bekannt ist, weil die Zahl der Wahlmänner jedes Kandidaten feststeht.
Wenn keiner der Präsidentschaftskandidaten die Mehrheit der Wahlmännerstimmen erhält, sieht der 12. Zusatzartikel der Verfassung vor, dass die Wahl durch das Repräsentantenhaus entschieden wird. In diesem Fall wählt das Repräsentantenhaus den Präsidenten per Mehrheitsentscheid unter den drei Kandidaten aus, die die höchste Anzahl an Wahlmännerstimmen erhalten haben. Jeder Staat gibt dann eine Stimme ab. Wenn keiner der Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten die Mehrheit der Wahlmännerstimmen erhält, entscheidet hingegen der Senat per Mehrheitsentscheid über den Vizepräsidenten, wobei sich jeder Senator für einen der beiden Kandidaten mit der größten Anzahl an Wahlmännerstimmen entscheiden muss.
"Winner takes all"
In 48 US-Bundesstaaten gilt bei den Präsidentschaftswahlen das Mehrheitswahlrecht: Alle Wahlmännerstimmen eines Staates werden komplett dem Präsidentschaftskandidaten zugeordnet, der in diesem Bundesstaat die meisten Wählerstimmen erhalten hat - "Der Sieger bekommt alles" ("The winner takes it all"). Der in diesem Staat unterlegene Präsidentschaftskandidat geht leer aus, ganz gleich wie viele Stimmen der Bürger er auf sich vereinigen konnte - diese Stimmen entfallen.
Präsident wird, wer die Mehrheit der Stimmen von den Wahlmännern bekommt, die jeder einzelne Bundesstaat in das staatenübergreifende Wahlmännergremium (electoral college) schickt. Ob der Präsidentschaftskandidat auch die Mehrheit der in den USA abgegebenen Stimmen (popular vote) bekommen hat, ist für die Präsidentenwahl hingegen nicht entscheidend. So führt das Prinzip "Der Sieger bekommt alles" dazu, dass die Wahl kein genaues Bild vom wahren Kräfteverhältnis im ganzen Land gibt.
Nur in den Bundesstaaten Nebraska und Maine gilt das System des "Winner takes all" nicht. Hier werden die Wahlmänner nach dem Verhältniswahlrecht ermittelt: Die Wahlmännerstimmen werden proportional zu den auf die Kandidaten entfallenen Wählerstimmen zwischen den Parteien aufgeteilt.