Politik

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Kurze Unterbrechung

Australien setzt Luftangriffe in Syrien fort

Wegen einer Drohung Russlands, Flugzeuge der US-Koalition in Syrien als mögliche Ziele zu betrachten, hatte Australien seine Luftstreitkräfte vorerst am Boden gelassen. Nun sollen sie wieder eingesetzt werden.

Donnerstag, 22.06.2017   07:27 Uhr

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Australien will seine Kampfflugzeuge wieder an den Einsätzen der US-geführten Koalition in Syrien beteiligen. Das teilte ein Sprecher des australischen Verteidigungsministeriums mit. Vor zwei Tagen hatte seine Behörde noch entschieden, die Einsätze vorerst zu stoppen.

Die kurze Unterbrechung sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, um der Koalition eine Einschätzung der Lage zu ermöglichen. "Inzwischen ist der Stopp aufgehoben", sagte der Ministeriumssprecher. Australien ist einer der wichtigsten Partner des US-Militärs in Syrien und im Irak im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) und hat eine große Anzahl der Luftangriffe durchgeführt.

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Einen genauen Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der Luftangriffe nannte das australische Ministerium zunächst allerdings nicht. Russland hatte Anfang der Woche gedroht, Flugzeuge des US-Bündnisses als mögliche Ziele zu betrachten. Grund dafür war der Abschuss eines syrischen Kampfjets durch das US-Militär. Moskau ist ein Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und unterstützt die Regierungstruppen.

Das US-Militär erklärte, die abgeschossene Maschine habe von den USA unterstützte Rebellen bombardiert, die in der Region gekämpft hätten. Die syrische Regierung bestritt diese Darstellung und erklärte, der Jet habe IS-Ziele angegriffen. Die russische Regierung sprach daraufhin von einem "Akt der Aggression" und kündigte den gemeinsamen Kommunikationskanal mit Washington auf.

vks/dpa/AFP

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