23. Februar 2013, 10:21 Uhr

Nach Raketenangriffen

Syrische Opposition boykottiert internationale Treffen

In Washington, Moskau und Rom sollte mit der syrischen Opposition über die Lage in dem Bürgerkriegsland gesprochen werden - nun haben die Rebellen die Treffen abgesagt. Angesichts Hunderter Toter protestieren sie so gegen das Ausbleiben militärischer Hilfe.

Kairo - Die syrische Opposition hat Einladungen zu Gesprächen in Washington und Moskau ausgeschlagen. Grund sei das "beschämende" internationale Schweigen zur Zerstörung der Großstadt Aleppo durch Raketenangriffe der syrischen Armee, erklärte die Syrische Nationale Koalition am Freitag. Auch die Teilnahme an der Konferenz der Freunde Syriens im kommenden Monat in Rom sagte sie ab.

Hunderte von Zivilisten seien bei den Angriffen getötet worden und die Stadt werde systematisch zerstört. "Besonders die russische Führung trägt eine moralische und politische Verantwortung, weil sie das Regime mit Waffen beliefert", hieß es in der Erklärung. Sie seien es überdrüssig, dass die internationale Gemeinschaft Treffen abhalte, aber nicht die benötigte Hilfe leiste. Die Rebellen wollen ihrerseits militärische Hilfe und Waffen erhalten.

In dem Konflikt wurden nach Uno-Schätzungen bis zu 70.000 Menschen getötet. Die Zahl der Toten bei den Raketenangriffen auf Aleppo belief sich allein am Freitag auf mindestens 29.

ore/Reuters/dpa


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