Nach Raketenangriffen: Syrische Opposition boykottiert internationale Treffen

Luftangriff auf Aleppo (3. Februar 2013): Opposition beklagt internationales Schweigen Zur Großansicht
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Luftangriff auf Aleppo (3. Februar 2013): Opposition beklagt internationales Schweigen

In Washington, Moskau und Rom sollte mit der syrischen Opposition über die Lage in dem Bürgerkriegsland gesprochen werden - nun haben die Rebellen die Treffen abgesagt. Angesichts Hunderter Toter protestieren sie so gegen das Ausbleiben militärischer Hilfe.

Kairo - Die syrische Opposition hat Einladungen zu Gesprächen in Washington und Moskau ausgeschlagen. Grund sei das "beschämende" internationale Schweigen zur Zerstörung der Großstadt Aleppo durch Raketenangriffe der syrischen Armee, erklärte die Syrische Nationale Koalition am Freitag. Auch die Teilnahme an der Konferenz der Freunde Syriens im kommenden Monat in Rom sagte sie ab.

Hunderte von Zivilisten seien bei den Angriffen getötet worden und die Stadt werde systematisch zerstört. "Besonders die russische Führung trägt eine moralische und politische Verantwortung, weil sie das Regime mit Waffen beliefert", hieß es in der Erklärung. Sie seien es überdrüssig, dass die internationale Gemeinschaft Treffen abhalte, aber nicht die benötigte Hilfe leiste. Die Rebellen wollen ihrerseits militärische Hilfe und Waffen erhalten.

In dem Konflikt wurden nach Uno-Schätzungen bis zu 70.000 Menschen getötet. Die Zahl der Toten bei den Raketenangriffen auf Aleppo belief sich allein am Freitag auf mindestens 29.

ore/Reuters/dpa

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insgesamt 42 Beiträge
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1. keine Opposition
mundi 23.02.2013
Zitat von sysopNach Raketenangriffen: Syrische Opposition boykottiert internationale Treffen
Es ist keine Opposition, sondern eine Bürgerkriegspartei. Eine (parlamentarische) Opposition wirbt um Stimmen aber tötet nicht.
2.
marcel2101 23.02.2013
Die Opposition beklagt also mangelnde militärische Unterstützung und blockiert deswegen jegliche diplomatische Lösung, gleichzeitig beklagt man aber die "systematische Zerstörung" des Landes, die bei einer militärischen Lösung des Konflikts nur noch weiter voranschreitet? Darüber hinaus scheint ihnen aber der Bombenterror, vor allem gegen Zivilisten, weiterhin ein legitimes Mittel zur Kriegsführung zu sein. Nur wenn sich Assads Truppen entsprechend zur Wehr setzen, ist das Unrecht. So langsam sollte jedem klar sein, wie sehr den Rebellen wirklich am Wohle Syriens gelegen ist, egal wie viel oder wenig man alternativ vom "Regime Assad" halten mag.
3. Und....
jested_echo! 23.02.2013
verehrte syrische "Opposition", was ist z.B. mit den ueber 100 toten unschuldigen Menschen in Damaskus? Sind das keine Menschen? Oder sind das Kolleteralschaeden, die man im Kampf fuer Islamismus der schlimmsten Sorte in Kauf nehmen muss? Dreister, unverfrohrener und Doppelzuengiger geht es nicht mehr! Damit zeigt die "Opposition" in Syrien wieder einmal ihr wahres Gesicht! Und das ist die Fratze des Steinzeit-Islamismus genauso wie bei den Hauptsponsoren dieser "Opposition"!!
4. Nichts als Ärger …
Dr.pol.Emik 23.02.2013
… und die syrische Opposition ist beleidigt. Sollte man denn nicht die syrische Opposition besser internationale Opposition und Söldnertruppe nennen? Die Aufstellung spräche doch dafür. Soweit man aus anderen Quellen erfahren kann, sind die Syrer selbst eher geneigt Frieden im Land zu wahren. Auch wenn Assad nach hiesiger und ewig wiederholter Darstellung ein böser Despot ist, scheinen viele Leute eher ans Überleben zu denken als zwischen den Fronten aufgerieben zu werden. Auch die Frage, wie es den einzelnen Gruppen dann unter, von Schiiten, Alawiten, Christen usw. wohl ergehen könnte, wenn die „Gotteskrieger“ und vorgeblich religiös orientierten Kräfte denn erst einmal obsiegt hätten. Und bezüglich der 70.000 Toten können sich ja die „Freunde Syriens“ auch allerhand Bonuspunkte ans Revert heften. Die Zahl wäre wohl kaum zu erreichen gewesen, würden nicht die „Gutmenschen“ so intensiv die Freieheitskämpfer mit Waffen beliefern. Da stellt sich dann wieder die Frage wessen Interessen da die Oberhand gewonnen haben. Auch sind sich dort die USA und Al-Qaida zu Syrien ziemlich einig, das Morden geht weiter (http://qpress.de/2012/02/12/usa-und-al-qaida-zu-syrien-einig-morden-geht-weiter/) … (ok ein wenig zynisch). Wir müssen jetzt nur noch lernen, dass es „bestimmte Interessenlagen“ sind die das Sterben dort bestimmen. Menschliche Erwägungen und/oder Humanität sollte man aber in diesem Konflikt geflissentlich ausschließen, bei allen Beteiligten, von Damaskus über Washington und Moskau und zurück zu den den Freiheitskämpfern. Die armen Menschen sind nur das Argument um den Wahnsinn weiter betreiben zu können, für die Machtspielchen in der Region.
5. An Friedensverhandlungen hat Katar und SaudiArabien kein Interesse
topodoro 23.02.2013
Waffen, Gewalt, islamistische Unterdrückung und Vertreibung und Tötung Andersdenkender ist die Richtschnur des Handelns für die FSA "Aktivisten". Wer Friedensverhandlungen ablehnt, zeigt sein wahres Gesicht. An ihren Taten sollst Du sie erkennen, wie den Ölbaum an seinen Früchten. Wer jetzt noch weiterhin diese Bombenleger und Halsabschneider unterstützt oder stillschweigend duldet, ist mitverantwortlich für deren Taten.
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