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Reaktion auf Raketenbeschuss: Israel greift Ziele im Gaza-Streifen an

Die israelische Luftwaffe hat vier Ziele im Gaza-Streifen getroffen. Fünf Menschen wurden offenbar leicht verletzt. Der Angriff war eine Antwort auf den Beschuss durch militante Palästinenser, der jedoch von der Raketenabwehr abgefangen werden konnte.

Gaza - Militante Palästinenser im Gaza-Streifen haben mehrere Raketen auf Israel abgeschossen. Fünf der Geschosse seien von der israelischen Raketenabwehr abgefangen worden, teilte das Militär am Donnerstagmorgen mit. Entsprechend seien keine Schäden oder Opfer zu beklagen. Dennoch habe die Luftwaffe daraufhin vier Ziele im Norden der Enklave angegriffen und getroffen, darunter eine unterirdische Abschussrampe für Raketen, ein Waffenlager sowie eine Waffenwerkstatt.

Für den Raketenbeschuss auf Israel hat bisher niemand offiziell die Verantwortung übernommen. Die Regierung in Jerusalem verkündete jedoch, sie mache die militante Palästinensergruppe Hamas für jeden Raketenbeschuss im Grenzgebiet verantwortlich. Die in der Enklave herrschende radikalislamische Hamas spricht Israel das Existenzrecht ab.

Durch den Luftangriff auf den Gaza-Streifen seien zwei Hamas-Lager getroffen worden, verkündeten palästinensische Sicherheitskräfte. Es habe fünf Verletzte gegeben. Ashraf al-Kidra, ein Sprecher des Gaza-Gesundheitsministeriums, berichtete von vier verwundeten Kindern und deren Mutter, die mit leichten Verletzungen durch Granatsplitter ins Krankenhaus gebracht wurden.

Friedensprozess stockt

Der Friedensprozess zwischen Israel und Palästinensern gerät immer wieder ins Stocken: Zuletzt hatte sich Israels Verteidigungsminister Mosche Jaalon wenig schmeichelhaft über die Bemühungen von US-Außenminister John Kerry geäußert. Dessen Einsatz im Nahost-Friedensprozess bezeichnete Jaalon als "unangebrachte Besessenheit" und "messianischen Eifer" - und musste sich anschließend entschuldigen.

Kerry hatte in den vergangenen Wochen mit mehreren Besuchen in der Region versucht, Israelis und Palästinenser für eine Rahmenvereinbarung zu gewinnen - und so den Weg zu einer dauerhaften Lösung im Nahost-Konflikt zu bereiten.

Der US-Amerikaner bemüht sich intensiv um einen Ausgleich zwischen Israelis und Palästinensern mit dem Ziel einer Zweistaatenlösung und eines abschließenden Friedensvertrags. Seit seinem Amtsantritt im Februar 2013 reiste er bereits zehnmal in die Region. Kerry hat sich eine Frist bis April gesetzt, um wirkliche Fortschritte zu erzielen.

vek/dpa/Reuters/AP

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