Nach zwei Monaten Behandlung Salih verlässt Klinik in Riad

Der bei einem Anschlag verletzte Präsident Salih liegt nicht mehr im Krankenbett. Jemens Staatschef wurde zwei Monate lang in Saudi-Arabien behandelt, jetzt verließ er die Klinik. In seinen Regierungssitz kehrt er vorerst nicht zurück. 

Jemens Präsident Salih (Archivbild): Raus aus der Klinik, Rückkehr in den Jemen ungewiss
REUTERS

Jemens Präsident Salih (Archivbild): Raus aus der Klinik, Rückkehr in den Jemen ungewiss


Riad/Sanaa - Jemens Präsident Ali Abdullah Salih hat am Samstagabend nach mehr als zwei Monaten das Militärkrankenhaus im saudischen Riad verlassen. Salih war seit einem Angriff auf seinen Präsidentenpalast in Sanaa in der Klinik behandelt worden.

Salih sei in eine Residenz gebracht worden, wo er sich erholen werde, teilte ein Vertreter der saudischen Regierung mit. Wie lange die Erholung dauern werde, war unklar. Der umstrittene Präsident hatte Mitte Juli erklärt, er wolle "bald" in den Jemen zurückkehren. Salih werde zunächst nicht in den Jemen zurückkehren, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Samstag.

Der seit drei Jahrzehnten mit harter Hand regierende Salih wurde im Juni auf seinem Anwesen Ziel eines Angriffs, bei dem er sich schwere Brandwunden zuzog. Seit Monaten fordern Oppositionelle in dem arabischen Land seinen Machtverzicht.

Zuvor war ein Machtkampf mit Stammesführern eskaliert. Derzeit führt Vize-Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi die Regierungsgeschäfte. Salih trat am 7. Juli noch sichtlich gezeichnet von seinen Wunden erstmals wieder im Fernsehen auf.

amz/AFP



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