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Nahost-Besuch: Rice kritisiert israelischen Wohnungsbau in Ostjerusalem

Kritik an Israel: US-Außenministerin Rice hat die Pläne der israelischen Regierung zum Bau von 1300 neuen Wohnungen in Ostjerusalem gerügt. Das Vorhaben könnte das bis Ende des Jahres geplante Friedensabkommen in Gefahr bringen.

Tel Aviv - US-Außenministerin Condoleezza Rice hat das Vorhaben der israelischen Regierung scharf kritisiert, 1300 neuen Wohnungen in Ostjerusalem zu errichten. Diese Pläne würden die in Annapolis getroffene Vereinbarung unterlaufen, noch bis Ende dieses Jahres ein Friedensabkommen zwischen Israelis und Palästinensern anzustreben, sagte Rice am Samstagabend bei einem Besuch in Tel Aviv.

Die US-Außenministerin will am Sonntag mit israelischen ebenso wie mit palästinensischen Regierungsvertretern Gespräche führen. Das israelische Innenministerium hatte am Freitag die Pläne für 1300 neue Wohneinheiten bestätigt. Diese sollen im von Ultraorthodoxen bewohnten Stadtteil Ramat Schlomo entstehen, um eine akute Wohnungsknappheit zu lindern.

Die Palästinenser, die Ostjerusalem als Hauptstadt für ihren künftigen Staat beanspruchen, übten heftige Kritik an den angekündigten Neubauten. Präsident Mahmud Abbas erklärte, er werde dies bei seinem Treffen mit Rice zur Sprache bringen.

In der sogenannten Roadmap zum Frieden hatte sich Israel 2003 verpflichtet, den Siedlungsbau in den palästinensischen Gebieten einzustellen. Die Regierung betrachtet Jerusalem jedoch als davon nicht betroffen. Dort leben rund 180.000 Israelis.

tno/AP

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