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Nahost: Israelische Armee tötet Dutzende Palästinenser

Bei den schwersten Gefechten im Gaza-Streifen seit Sommer 2006 haben israelische Soldaten über 30 Palästinenser getötet. Unter den Opfern sind auch viele Zivilisten. Israel reagiert damit auf die Raketenangriffe palästinensischer Extremisten.

Gaza - Die israelische Armee hat ihre Offensive im Gaza-Streifen verschärft. Allein heute starben mehr als 30 Palästinenser - unter ihnen auch Kinder. Den Rettungskräften zufolge wurden mindestens 75 weitere Menschen verletzt, 15 von ihnen schwer. Augenzeugen berichteten, die große Mehrheit der Opfer sei bei Luftangriffen auf das Flüchtlingslager Dschabalija umgekommen. Gleichzeitig rückte die israelischen Armee mit Bodentruppen in den Norden des Gaza-Streifens vor. Dabei wurden nach Angaben einer Armeesprecherin fünf israelische Soldaten verletzt.

Dschabalija: Raketeneinschlag im Flüchtlingslager
AFP

Dschabalija: Raketeneinschlag im Flüchtlingslager

Israel reagierte mit der Offensive auf den anhaltenden Raketenbeschuss durch radikale Palästinenser aus dem Gaza-Streifen. Der stellvertretende Verteidigungsminister Matan Vilnai bestritt allerdings im Armeeradio, dass es sich bei dem Einsatz um die großangelegte Bodenoffensive handele, mit der israelische Politiker in den vergangenen Tagen mehrfach gedroht hatten. Die Aktion sei lediglich ein "erweiterter Einsatz", sagte Vilnai. Die israelische Armee sei im Gaza-Streifen "permanent" im Einsatz.

Seit Mittwoch wurden bei israelischen Militäreinsätzen im Gaza-Streifen mindestens 65 Menschen getötet. Zuvor war ein Israeli bei einem palästinensischen Raketenangriff ums Leben gekommen.

Heute Morgen schlugen nach israelischen Angaben erneut Raketen in der Stadt Aschkalon im Süden des Landes ein. Dabei seien drei Zivilisten verletzt worden, darunter zwei Kinder.

ler/AFP/Reuters

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