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Nahost-Konflikt Clinton verurteilt neuen Siedlungsbau

Abriss des Shepherd-Hotels in Ost-Jerusalem: Ein Hindernis für Frieden in NahostZur Großansicht
dpa

Abriss des Shepherd-Hotels in Ost-Jerusalem: Ein Hindernis für Frieden in Nahost

Bulldozer machen seit Sonntag den Weg frei - dort wo jetzt ein Hotel steht, sollen im arabischen Ostteilteil Jerusalems Luxusappartements für jüdische Siedler gebaut werden. US-Außenministerin Clinton sprach sich gegen das Bauvorhaben der Israelis aus, es untergrabe die Friedensbemühungen.

Abu Dhabi - Deutliche Worte von Hillary Clinton - doch ob sie Wirkung zeigen, darf bezweifelt werden. Die US-Außenministerin hat den Abriss eines Hotels im arabischen Ostteil Jerusalems durch Israel verurteilt. "Wir sind sehr besorgt über den Beginn des Abrisses des Shepherd-Hotels in Ostjerusalem", sagte Clinton nach ihrer Ankunft im Golfemirat Abu Dhabi.

"Diese beunruhigende Entwicklung untergräbt die Friedensbemühungen zur Erlangung einer Zwei-Staaten-Lösung." Auch widerspreche dies der Logik eines vernünftigen Abkommens zwischen beiden Seiten über den künftigen Status von Jerusalem.

Israel hatte am Sonntagmorgen mit Bulldozern mit dem Abriss des "Shepherd"-Hotels im palästinensischen Stadtteil Scheich Dscharrah begonnen, um Platz für 20 Luxusappartements für jüdische Siedler zu schaffen. Das von dem US-Millionär Irving Moskowitz finanzierte Bauprojekt war im März genehmigt worden. Das Hotel gehörte einst der Familie des Großmufti von Jerusalem, Amin el Hussein.

Der Sprecher der Palästinensischen Autonomiebehörde, Nabil Abu Rudeina, erklärte, die Abrissarbeiten hätten "jede Chance ruiniert", die Friedensverhandlungen mit Israel wieder aufzunehmen. Der Siedlungsbau ist eines der größten Hindernisse für den Nahost-Friedensprozess zwischen Israel und Palästinensern.

lgr/AFP/Reuters

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insgesamt 8 Beiträge
@ Johannes 10.01.2011
Wann werden diese "Weltpolitiker" wohl endlich kapieren, wie kontraproduktiv deren einseitige Kritik an Israel und dessen Siedlungspolitk tatsächlich ist? Für Israel gibt es nur einen einzigen Grund hier [...]
Zitat von sysopBulldozer machen seit Sonntag den Weg frei - dort wo jetzt ein Hotel steht, sollen im arabischen Ostteilteil Jerusalems Luxusappartements für jüdische Siedler gebaut werden. US-Außenministerin Clinton sprach sich gegen das Bauvorhaben der Israelis aus, es untergrabe die Friedensbemühungen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,738571,00.html
Wann werden diese "Weltpolitiker" wohl endlich kapieren, wie kontraproduktiv deren einseitige Kritik an Israel und dessen Siedlungspolitk tatsächlich ist? Für Israel gibt es nur einen einzigen Grund hier nachzugeben, und das ist Frieden! Ein von allen garantierter Friede, garantierte Sicherheit, garantierte Anerkennung seiner schlichten Existenz für alle Zeiten. Israel hat in den letzten Jahren mehrere Angebote gemacht, sie wurden alle abgelehnt. Israel hat den Gaza-Streifen geräumt und hat nur Terror geerntet. Was also, soll die israelische Öffentlichkeit von der Notwendigkeit einer Räumung des Westjordanlandes überzeugen? Genau nichts! Wenn es nicht endlich Frieden gibt.
archelys 10.01.2011
Die liebevolle Gerechtigkeit Gottes.
Zitat von @ Johannes... Was also, soll die israelische Öffentlichkeit von der Notwendigkeit einer Räumung des Westjordanlandes überzeugen? ...
Die liebevolle Gerechtigkeit Gottes.
guylux 10.01.2011
Wer spricht denn von Räumung im Westjordanland ? Mit dem Siedeln aufhören wäre schon ein Fortschritt ! Und hier geht es um Ost-Jerusalem , eine völkerrechtswidrig annektierte Stadt .
Zitat von @ JohannesWas also, soll die israelische Öffentlichkeit von der Notwendigkeit einer Räumung des Westjordanlandes überzeugen? Genau nichts! Wenn es nicht endlich Frieden gibt.
Wer spricht denn von Räumung im Westjordanland ? Mit dem Siedeln aufhören wäre schon ein Fortschritt ! Und hier geht es um Ost-Jerusalem , eine völkerrechtswidrig annektierte Stadt .
Mirro 10.01.2011
Richtig, weil israelische Araber überall in Israel leben dürfen und Juden eben nicht in den "historisch" arabischen Teilen. Und da die demographische Entwicklung in Israel einen starken Zuwachs der muslimischen [...]
Zitat von guyluxUnd hier geht es um Ost-Jerusalem
Richtig, weil israelische Araber überall in Israel leben dürfen und Juden eben nicht in den "historisch" arabischen Teilen. Und da die demographische Entwicklung in Israel einen starken Zuwachs der muslimischen Bevölkerung zeigt (genauso wie in Deutschland oder anderswo in der westlichen Welt), ist es nur eine Frage der Zeit, bis Juden wieder in Ghettos leben.
eagle1903 10.01.2011
Mit jeder neuen Siedlung zerstört Israel die Zukunft seiner eigenen Kinder. Die Empörung der USA können nicht ernst genommen werden. Intern ist Obama zu schwach um Einfluss auf die Israelische Politik zu üben. Das nächste was [...]
Mit jeder neuen Siedlung zerstört Israel die Zukunft seiner eigenen Kinder. Die Empörung der USA können nicht ernst genommen werden. Intern ist Obama zu schwach um Einfluss auf die Israelische Politik zu üben. Das nächste was folgt sind ein paar Reisen in den nahen Osten, Hände schütteln, paar Sprüche Richtung Iran senden und weiter zur Tagesordnung.
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Knackpunkte der Nahost-Gespräche
DPA
Israel betont, es werde keinen Palästinenserstaat geben, solange die Sicherheit des jüdischen Staates nicht garantiert sei. Obwohl es in den vergangenen Jahren kaum noch Selbstmordanschläge palästinensischer Terroristen gibt, fühlen sich die Israelis bedroht.

Die israelischen Grenzstädte werden immer wieder von Raketen der radikalislamischen Hamas beschossen. Schlagen diese Geschosse auf israelischer Seite ein, kommt es regelmäßig zu Vergeltungsschlägen auf palästinensischem Gebiet. Die Palästinenser machen ihrerseits Angriffe durch das israelische Militär geltend.


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