Nahost-Konflikt Oberstes Gericht Israels erlaubt gezielte Tötungen

Das oberste israelische Gericht hat gezielte Tötungen in bestimmten Fällen gebilligt. Israel setzt seit Jahren gezielte Tötungen gegen Palästinenser im Gaza-Streifen und im Westjordanland ein.


Jerusalem - "Man kann nicht von vornherein sagen, dass gezielte Tötungen dem internationalen Recht widersprechen", urteilten die Richter. Genauso wenig könne gesagt werden, dass alle gezielten Tötungen internationalem Recht entsprächen, hieß es aus Justizkreisen in Jerusalem.

Die Rechtmäßigkeit einer gezielten Tötung müsse von Fall zu Fall entschieden werden, ist demnach die Auffassung des Obersten Gerichts. Die Identität der Zielperson müsse mit Sicherheit bekannt sein. Mögliche Entschädigungen für unschuldige Opfer müssten in Betracht gezogen werden, urteilten die Richter.

Die israelische Armee tötet sei Jahren gezielt militante Palästinenser im Gaza-Streifen und im Westjordanland. Nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation B'Tselem kamen seit Beginn der zweiten Intifada vor sechs Jahren 210 palästinensische Kämpfer bei gezielten Tötungsaktionen der israelischen Armee ums Leben sowie 129 Zivilisten.

als/AFP/AP

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