Hamburg/New York - Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die israelischen Pläne zum Bau neuer Siedlungen in Ost-Jerusalem scharf kritisiert. 2600 Wohnungen sollen nach Plänen der israelischen Regierung in Ost-Jerusalem entstehen. "Der Generalsekretär ist sehr besorgt über die anhaltenden Bemühungen, die Planungen für neue israelische Siedlungen im besetzen Ost-Jerusalem voranzutreiben", teilte sein Büro am Freitag mit.
Die aktuellen Entwicklungen seien "inakzeptabel" - gerade in Hinblick auf die Bemühungen, Israel und Palästina zurück an den Verhandlungstisch zu bringen. Der Bau neuer Wohnungen widerspreche dem Aufruf des Nahost-Quartetts, sich mit Provokationen zurückzuhalten.
Für die Palästinenser ist der Verzicht auf neue israelische Siedlungen Voraussetzung für Gespräche mit Israel. Das aus den USA, Russland, der EU und den Vereinten Nationen bestehende Nahost-Quartett hat die Konfliktparteien vor etwa zwei Wochen aufgerufen, die Friedensgespräche wieder aufzunehmen und bis Ende kommenden Jahres eine Einigung zu erzielen.
Der Hintergrund der Konflikts: Die Palästinenser wollen Ost-Jerusalem zur Hauptstadt eines eigenen, noch zu gründenden Staats erklären. Israel beansprucht das Gebiet, das es 1967 erobert hatte, dagegen für sich und betrachtet ganz Jerusalem als seine Hauptstadt. International wird dieser Status nicht anerkannt.
cbu/Reuters
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