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Nahost-Krise: Annan fordert vergeblich Ende der Gewalt

Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Flüchtlingslager sind am frühen Morgen mindestens drei militante Palästinenser getötet worden. Uno-Generalsekretär Kofi Annan hatte Israel zuvor aufgefordert, die seit Tagen andauernde Offensive im Gaza-Streifen zu beenden. Auch die Palästinenser wurden zum Ende der Gewalt aufgerufen.

Israelisches Militär im Gaza-Streifen: Schwerste Offensive der letzten vier Jahre
AFP

Israelisches Militär im Gaza-Streifen: Schwerste Offensive der letzten vier Jahre

Jerusalem - Annan erinnerte sowohl Israelis als auch Palästinenser an ihre rechtliche Verpflichtung, die Zivilbevölkerung zu schützen. Er rief Israel auf, die seit Tagen andauernde Offensive im Gaza-Streifen zu stoppen. Zugleich verlangte er von den Palästinensern, gegen Extremisten vorzugehen, die Raketen auf Ziele in Israel abfeuern.

Seit Beginn der schwersten israelischen Offensive im Gaza-Streifen in den vergangenen vier Jahren kamen mehr als 55 Palästinenser und drei Israelis ums Leben.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon ignorierte die Aufforderung Annans jedoch. Die Offensive werde so lange fortgesetzt, bis die Bedrohung der eigenen Bevölkerung durch palästinensische Raketen beendet sei. Das palästinensische Parlament rief die militanten Organisationen auf, die Raketenangriffe auf Israel einzustellen. Der Widerstand dürfe nicht den eigenen Interessen schaden, sagte der palästinensische Legislativrat am Sonntag.

Palästinenserpräsident Jassir Arafat nannte die israelische Offensive "barbarisch" und "kriminell". Auf Verlangen arabischer Staaten soll der Uno-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Vertreter Algeriens, des derzeit einzigen arabischen Landes in dem 15 Staaten umfassenden Gremium, kündigten einen entsprechenden Antrag auf diplomatischem Wege an, hieß es in der Nacht zum Montag in Uno-Kreisen.Eine Entscheidung, ob und wann es zu einer solchen Krisensitzung kommt, werde frühestens Montagvormittag (Ortszeit) getroffen, hieß es.

Auch in der Nacht zum Montag gingen die israelischen Angriffe weiter. Vier militante Palästinenser wurden bei einem Luftangriff auf das Flüchtlingslager Dschalabia im nördlichen Gaza-Streifen getötet. Wie der israelische Rundfunk berichtete, befand sich ein führendes Mitglied der radikalen Hamas-Organisation darunter. Die Armee erklärte, die Extremisten hätten eine Bombe legen wollen.

Am frühen Montagmorgen überlebten zwei Mitglieder der radikal- islamistischen Hamas-Organisation einen israelischen Raketenangriff in Gaza-Stadt.

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