Gazastreifen Israelische Soldaten erschießen bewaffneten Palästinenser

Am Gazastreifen hat die israelische Armee einen Palästinenser getötet. Der Mann soll eine Axt bei sich getragen haben.

Israelische Soldaten (Archiv)
AP

Israelische Soldaten (Archiv)


An der Grenze zum Gazastreifen hat es erneut einen tödlichen Zwischenfall gegeben: Nach Angaben der israelischen Armee hatten zwei Palästinenser versucht, nach Israel einzudringen. Daraufhin eröffneten die Soldaten das Feuer und töteten einen der Männer.

Der Palästinenser war mit einer Axt bewaffnet, teilte die Armee mit. Bisher gibt es keine weiteren Angaben zum Verbleib der zweiten Person. Das Gesundheitsministerium im Gazastreifen hat den Vorfall zunächst nicht bestätigt.

Seit Ende März kommt es immer wieder zu Protesten an der Grenze zu Israel. An diesem Tag begannen die Palästinenser-Proteste, bekannt unter dem Namen "Marsch der Rückkehr". Sie fordern Zugang in das heutige israelische Staatsgebiet, das von ihnen beansprucht wird. Israel lehnt diesen Anspruch ab.

Nach Angaben der Uno kamen seit dem 30. März mehr als 100 Menschen am Grenzzaun ums Leben. Mindestens 87 Palästinenser seien dabei von israelischen Soldaten erschossen worden. Die israelische Regierung wirft der radikalislamischen Hamas vor, die Demonstrationen organisiert zu haben.

Angesichts der Eskalation im Gazastreifen hat die Uno eine Untersuchung der Vorkommnisse gefordert. Experten sollen dabei prüfen, ob die israelische Armee das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrecht verletzt habe. Die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem hatte den Konflikt an der Grenze zum Gazastreifen wieder entfacht.

eaz/dpa/AFP

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