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Nahostkonflikt: Israel und Hamas vereinbaren Waffenstillstand

Entscheidender Durchbruch nach monatelangen Verhandlungen: Israel und die radikal-islamistische Hamas haben sich unter ägyptischer Führung auf eine Feuerpause geeinigt. Die Waffen im Gazastreifen sollen ab Donnerstag niedergelegt werden.

Gaza - Die vorläufige Waffenruhe ist besiegelt: Über Monate hatten Israel und die Hamas indirekte Gespräche über ägyptische Vermittler geführt - jetzt haben sie eine vorläufige Angriffspause vereinbart. Am Nachmittag bestätigte die ägyptische Nachrichtenagentur Mena die Waffenruhe, sie beruft sich auf einen Regierungsbeamten aus Kairo.

Hamas-Kämpfer beim Gebet: Vorläufige Waffenruhe
REUTERS

Hamas-Kämpfer beim Gebet: Vorläufige Waffenruhe

Demnach sollen die Waffen bereits am Donnerstag niedergelegt werden. Beide Seiten hätten sich auf einen Beginn um 05.00 Uhr (MESZ) geeinigt. Ein Hamas-Sprecher in Gaza bestätigte, die Hamas-Kämpfer würden das Feuer wie vereinbart für drei Tage einstellen. Er betonte, die Verhandlungen über die Details der Waffenruhe dauerten jedoch noch an. Israel werde dann einen Grenzübergang zum Gazastreifen öffnen, um nach mehrmonatiger Blockade die Lieferung wichtiger Güter wieder zu ermöglichen.

In einer zweiten Phase sei die Rückgabe eines von der Hamas in ihre Gewalt gebrachten israelischen Soldaten geplant. Im Gegenzug werde Israel den wichtigsten Grenzübergang nach Ägypten, Rafah, wieder öffnen.

Der ägyptische Geheimdienstchef Omar Sulaiman war bei den Gesprächen über eine Waffenruhe als Vermittler zwischen der israelischen Regierung und der Hamas aufgetreten, die den Gazastreifen kontrolliert.

Ziel der Gespräche unter ägyptischer Vermittlung war es, neben der Waffenruhe im Gazastreifen auch ein Ende der israelischen Blockade des Gebiets zu erreichen. Seitdem die Hamas vor einem Jahr die Macht im Gazastreifen ergriffen hatte, hatte es nahezu täglich blutige Auseinandersetzungen zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Extremisten gegeben; dabei kamen hunderte Menschen ums Leben.

amz/Reuters/AFP/AP

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