Westjordanland Zwei Palästinenser nach Messerattacken auf Israelis erschossen

Erneut haben zwei Palästinenser im Westjordanland israelische Soldaten mit einem Messer attackiert. Die Angreifer wurden erschossen.


Bei zwei Attacken im Westjordanland auf israelische Soldaten sind die beiden palästinensischer Angreifer erschossen worden. Der erste Vorfall ereignete sich nach Armee-Angaben im Süden des besetzten Palästinensergebiets an einer stark bewachten Kreuzung nördlich der Großstadt Hebron. Dort hatten sich in den vergangenen Monaten bereits mehrere gewaltsame Zwischenfälle ereignet; erst am Dienstag wurden dort zwei Palästinenser erschossen.

Im Norden des Westjordanlands wurde bei der zweiten Attacke ein israelischen Armeeoffizier mit einem Messer verletzt. Wie Militärsprecher und das palästinensische Gesundheitsministerium mitteilten, wurde der Angreifer am Tatort, einem Kontrollposten nahe Nablus, von Soldaten erschossen.

Seit Anfang Oktober sind bei mit Messern, Autos oder Schusswaffen verübten Attentaten von Palästinensern 23 Israelis und ein US-Bürger getötet worden. Bei diesen Zwischenfällen und bei Protestaktionen starben im gleichen Zeitraum 152 Palästinenser; etwa zwei Drittel von ihnen waren erwiesene oder mutmaßliche Attentäter. Zudem wurde ein Eritreer von Israelis getötet, die ihn fälschlicherweise für einen Angreifer hielten.

sun/AFP

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