Kenias Präsident Kenyatta Alle Attentäter von Anschlag auf Hotel "eliminiert"

Nach dem Angriff auf einen Hotelkomplex in Kenias Hauptstadt Nairobi hat Präsident Kenyatta Details zu dem mutmaßlich islamistischen Anschlag genannt. 700 Zivilisten seien gerettet worden.


Kenias Präsident Uhuru Kenyatta hat das Ende des Angriffs auf einen Hotelkomplex in Kenias Hauptstadt Nairobi bekannt gegeben. "Alle Terroristen sind eliminiert worden", sagte Kenyatta. "Wir trauern als Land."

Mindestens 14 unschuldige Menschen seien bei dem von der islamistischen Schabab-Miliz reklamierten Anschlag getötet worden. 700 Zivilisten wurden demnach aus dem Komplex mit dem Hotel DusitD2 gerettet. Wie viele Tote es insgesamt gibt, ist noch offen. Die Nachrichtenagenturen AFP und AP hatten unter Berufung auf die Polizei von mindestens 15 Toten berichtet.

Unter den Getöteten seien auch Ausländer, sagte ein Polizeisprecher. Ein Vertreter des US-Außenministeriums bestätigte, dass mindestens ein US-Bürger bei dem Angriff ums Leben kam, den die Terrororganisation Schabab für sich reklamiert hat. Die vor allem in Somalia aktive Gruppe ist mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbunden.

Konferenz soll in letzter Minute verlegt worden sein

Womöglich hatten es die Angreifer auch gezielt auf Ausländer abgesehen. Eine von US-Amerikanern organisierte Konferenz sei Ziel des Anschlags gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die Polizei. Die Veranstaltung hätte demnach ursprünglich in dem angegriffenen Luxushotel stattfinden sollen, doch der Ort sei in letzter Minute geändert worden. Eine Bestätigung für diese Angaben gibt es bislang nicht.

Video: Anschlag auf Luxushotel

In Kenia kommt es immer wieder zu Terroranschlägen, vor allem seit die kenianischen Streitkräfte das Nachbarland Somalia als Teil einer Mission der Afrikanischen Union (AU) im Kampf gegen die Schabab-Miliz unterstützen. Die islamistische Terrorgruppe Schabab versucht seit Jahren, durch Anschläge ihren Einfluss auszuweiten. Sie kontrolliert weite Teile von Süd- und Zentralsomalia.

Ministerium: "Alle Gebäude und die Umgebung sind sicher"

TV-Bilder von dem aktuellen Anschlag in Kenia zeigten brennende Autos. Verletzte wurden vom Tatort weggetragen. Zunächst gab es laut Polizei eine Explosion vor dem Hotelkomplex. Später habe sich ein Angreifer im Foyer des Hotels in die Luft gesprengt, zahlreiche Schüsse wurden abgegeben.

Einige der Opfer waren laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters im Restaurant Secret Garden von den Angreifern überrascht worden. Sie seien an ihren Tischen zusammengesunken. Auch hierfür gibt es noch keine Bestätigung.

Videobild soll zwei Angreifer zeigen
Uncredited/Security Camera Footage/AP/dpa

Videobild soll zwei Angreifer zeigen

Das Hotel liegt unweit des Westgate-Einkaufszentrums, wo im Jahr 2013 bei einem Terroranschlag mindestens 67 Menschen starben. Einem dpa-Reporter zufolge waren rund um die Anlage in einem relativ wohlhabenden Stadtteil Nairobis auch am frühen Mittwochmorgen noch Schüsse und Explosionen zu hören. Das Innenministerium teilte unterdessen mit, Zivilisten, die durch Sicherheitsleute in dem einen Gebäude geschützt worden seien, seien mittlerweile gerettet worden. "Alle Gebäude und die Umgebung sind sicher."

apr/AFP/dpa/Reuters/AP



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