Verstorbener US-Senator Ex-Nato-Generalsekretäre wollen Hauptquartier nach McCain benennen

In einem offenen Brief haben drei frühere Nato-Generalsekretäre den verstorbenen US-Senator McCain gewürdigt. Demnach solle das neue Hauptquartier künftig seinen Namen tragen - eine Ansage auch an Präsident Trump.

John McCain
REUTERS

John McCain


Vor wenigen Tagen ist der republikanische US-Senator John McCain gestorben. Nun wollen drei frühere Nato-Generalsekretäre dem Vietnam-Veteranen eine besondere Ehre erweisen: In einem offenen Brief setzen sich Anders Fogh Rasmussen, Lord George Robertson und Javier Solana dafür ein, dass das neue Nato-Hauptquartier nach McCain benannt wird.

McCain war am Wochenende im Alter von 81 Jahren gestorben. Er galt als einer der profiliertesten Kritiker von US-Präsident Donald Trump innerhalb der republikanischen Partei.

"Wir glauben, dass das transatlantische Abkommen ein Eckpfeiler für eine stabile, friedliche und freie Welt ist", heißt es in dem Brief, der in der britischen "Times" veröffentlicht wurde. Nur wenige Dinge würden dieses Bündnis und die daraus resultierenden dauerhaften Vorteile so lebendig symbolisieren wie das Leben und die Arbeit von McCain, begründen die drei ihren Vorstoß.

Ob es darum gegangen sei, die Freiheit in den ehemaligen Sowjetstaaten Osteuropas voranzutreiben oder die multilaterale internationale Ordnung in einer Zeit der Skepsis zu verteidigen, McCain habe stets herausgestochen in seinem Engagement.

Der Vorstoß der früheren Nato-Generalsekretäre kann daher auch als eine Ansage an Trump verstanden werden. Seit seinem Amtsantritt hat der US-Präsident immer wieder heftige Kritik an dem Bündnis geäußert.

asc



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