Afghanistan: Sieben Nato-Soldaten bei Anschlägen getötet

Es ist der schwerste Verlust für die ausländischen Truppen am Hindukusch seit fast vier Monaten: Erst kam in Südafghanistan ein Isaf-Soldat bei einem Angriff der Taliban ums Leben. Wenig später starben sechs weitere Soldaten bei einem Sprengstoffanschlag im Osten des Landes.

Kabul - Bei einem Sprengstoffanschlag in Ostafghanistan sind sechs Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf getötet worden. Erst kurz zuvor war ein weiterer Soldat ums Leben gekommen: Nach Isaf-Angaben starb er bei einem Angriff der Taliban im Süden des Landes. Zur Nationalität der Verstorbenen machte die Nato-geführte Isaf am Sonntag wie üblich keine Angaben. Die Nachrichtenagentur AFP zitiert jedoch einen US-Vertreter aus Washington: Demnach soll es sich bei den sechs toten Soldaten um Amerikaner handeln.

Die damit insgesamt sieben Toten sind der schwerste Verlust für die ausländischen Truppen am Hindukusch seit fast vier Monaten. Am 16. März waren zwölf türkische Soldaten der Internationalen Schutztruppe bei einem Hubschrauberabsturz in Kabul ums Leben gekommen.

Auch zahlreiche Zivilisten sind am Tag der Afghanistan-Konferenz in Tokio gestorben: Am Sonntagmorgen meldete die Polizei, dass im Süden des Landes mindestens 14 Menschen bei einem Doppelanschlag getötet wurden. Ein Kleinbus war im Bezirk Arghistan unterwegs gewesen, als am Straßenrand ein Sprengsatz explodierte. Als sich ein Traktor näherte, der zur Hilfe eilen wollte, ist den Angaben zufolge dann ein weiterer Sprengsatz explodiert.

aar/Reuters/dpa/AFP

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. ganz einfach
realpolitiker 08.07.2012
Es gibt eine ganz einfache Lösung, solche schweren Verluste von kostbaren Menschenleben in Zukunft zu vermeiden: Geht endlich in Gottes Namen nach Hause! Der Hindukusch ist kein geeigneter Ort für strategische Spielchen.
2. Ziehe ich in den Krieg...
privatsphaere 08.07.2012
...muss ich damit rechnen, dass ich nicht grinsend nach Hause komme. Oder? Ich verstehe dieses ewige Bedauern über die Kollateralschäden nicht. Will ich mein Leben nicht verlieren, bleibe ich zu Hause. Ganz einfach.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Ausland
RSS
alles zum Thema Nato
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 2 Kommentare

Fläche: 652.225 km²

Bevölkerung: 31,412 Mio.

Hauptstadt: Kabul

Staats- und Regierungschef: Hamid Karzai

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Lexikon