Kabul - Bei einem Sprengstoffanschlag in Ostafghanistan sind sechs Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf getötet worden. Erst kurz zuvor war ein weiterer Soldat ums Leben gekommen: Nach Isaf-Angaben starb er bei einem Angriff der Taliban im Süden des Landes. Zur Nationalität der Verstorbenen machte die Nato-geführte Isaf am Sonntag wie üblich keine Angaben. Die Nachrichtenagentur AFP zitiert jedoch einen US-Vertreter aus Washington: Demnach soll es sich bei den sechs toten Soldaten um Amerikaner handeln.
Die damit insgesamt sieben Toten sind der schwerste Verlust für die ausländischen Truppen am Hindukusch seit fast vier Monaten. Am 16. März waren zwölf türkische Soldaten der Internationalen Schutztruppe bei einem Hubschrauberabsturz in Kabul ums Leben gekommen.
Auch zahlreiche Zivilisten sind am Tag der Afghanistan-Konferenz in Tokio gestorben: Am Sonntagmorgen meldete die Polizei, dass im Süden des Landes mindestens 14 Menschen bei einem Doppelanschlag getötet wurden. Ein Kleinbus war im Bezirk Arghistan unterwegs gewesen, als am Straßenrand ein Sprengsatz explodierte. Als sich ein Traktor näherte, der zur Hilfe eilen wollte, ist den Angaben zufolge dann ein weiterer Sprengsatz explodiert.
aar/Reuters/dpa/AFP
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