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Jahresbericht: Nato-Chef begrüßt steigende Ausgaben für Verteidigung

Nato-Generalsekretär Stoltenberg: "Das Bild ist gemischt, aber das Bild ist besser" Zur Großansicht
AFP

Nato-Generalsekretär Stoltenberg: "Das Bild ist gemischt, aber das Bild ist besser"

16 Nato-Staaten haben im vergangenen Jahr ihre Militärausgaben gesteigert. "Das geht in die richtige Richtung", sagt Generalsekretär Stoltenberg. Die USA bitten die Allianz nun um Awacs-Flugzeuge für den Kampf gegen den IS.

Die Verteidigungsetats vieler Nato-Mitgliedsländer wachsen - zur Freude von Generalsekretär Jens Stoltenberg. Er sprach in Brüssel davon, dass sich die Ausgaben "in die richtige Richtung" bewegten. "Die Kürzungen bei den Ausgaben für Verteidigung haben praktisch aufgehört", sagte der Norweger bei der Vorstellung des Nato-Jahresberichts. Im vergangenen Jahr haben gar 16 Mitgliedstaaten ihre Investitionen ins Militär sogar ausgebaut.

2014 hatten sich die Nato-Staaten darauf geeinigt, dass sie zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts pro Jahr in die Verteidigung stecken wollten. 2014 hatten nur drei Staaten dieses Ziel erreicht, 2015 waren es bereits fünf Länder: die USA, Großbritannien, Griechenland, Polen und Estland. "Das Bild ist gemischt, aber das Bild ist besser", sagte Stoltenberg.

Trotzdem kommen die Vereinigten Staaten noch immer für 72 Prozent aller Militärausgaben innerhalb der Nato auf.

Im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) fordert Washington daher mehr Unterstützung von den Nato-Partnern. Stoltenberg bestätigte, dass die USA bei dem Bündnis Awacs-Aufklärungsflugzeuge angefordert haben. "Wir prüfen diese Bitte nun", sagte der Generalsekretär.

Die Awacs-Flugzeuge haben ihren zentralen Stützpunkt in Deutschland, in Geilenkirchen. Deutsche Soldaten bilden einen maßgeblichen Anteil an den Besatzungen. Derzeit sind bereits Aufklärungsflugzeuge der Nato in der Türkei stationiert. Noch ist unklar, ob dieselben Flugzeuge nun auch für die Überwachung des Luftraums über IS-Gebiet eingesetzt werden sollen.

syd/AP/Reuters

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insgesamt 22 Beiträge
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1. Hört sich fast so an, als würde...
yilmaz10 28.01.2016
... Der gute Mann sich über eine kräftige Provisionszahlung von der Rüstungsindustrie freuen dürfen. Noch vor wenigen Monaten riet er Griechenland auch unter Berücksichtigung der finanziellen Krise nicht weniger in Rüstungen zu investieren.
2. wenn es denn so einfach wäre
archi47 28.01.2016
Verteidigung und Angriff ist nur wenig eine Frage der Quantität, sondern eine Frage der Qualität des Materials und Effizienz des Personals. Wenn die BW, wie schon öfter berichtet, Hubschrauber, Gewehre und Fahrzeuge kauft, die für den Einsatzzweck nur bedingt taugen, dann sind die dafür aufgewendeten Milliarden Fehlinvestitionen und dürfen nicht mitgerechnet werden. Es wäre eher ein Malus zu veranschlagen, weil eine trügerische Sicherheit vorgegaukelt wird. Auch wenn vor einigen Jahren ganze Panzerarmeen verschrottet, bzw. verschenkt wurden und jetzt ein alamierendes Defizit genau dort festgestellt und Neubeschaffungen beschlossen werden, fragt sich doch der Beobachter, ob hier die Generalsränge und ministeriellen Entscheider für ihre Aufgabe geeignet waren und sind. Darüber sollte man sich zuerst Gedanken machen und personelle und organisatorische Konsequenzen ziehen. Dazu kommt, daß die teueresten Waffen ohne ausreichendes Üben nur den Materialwert wert sind. Ich glaube, die alte Wehrpflichtarmee war hier besser "sortiert" und einsatzbereiter, als diese "Berufsarmee".
3. 526
otto_iii 28.01.2016
Es gibt ja in den letzten Tagen gewisse Anzeichen, dass die deutsche Politik so langsam aufwacht und realisiert, dass der Handlungsbedarf in Sachen Sicherheit aktuell weit größer ist als bei Inklusion, Genderforschung und ähnlichen Dingen. Trotzdem sind wir von den vereinbarten 2% BIP für Verteidigung immer noch zig Milliarden weit entfernt.
4. Verteidigung?
R.H.K 28.01.2016
Ich gehe mal davon aus, der IS hat keine Kampfflugzeuge, die irgendwie einsetzbar sind. Welche Kampfflugzeuge sollen hier also überwacht werden. Die Türken haben ein russisches Flugzeug abgeschossen. Indem sie an der Grenze mit F 16 gewartet haben. Man darf wetten, die Russen lauern jetzt auch an der Grenze zur Türkei. Innerhalb von Syrien scheint man sich ja geeinigt zu haben, welche Flugzeuge wann und wo fliegen. Kampfflugzeuge sind nicht sehr freundlich mit anderen Kampfflugzeugen, die nicht identifiziert sind. Und die Russen haben S 400 Raketen stationiert nach der Pleite mit dem Flieger. Also ich würde mal davon ausgehen, die AWACS soll den Russen den Eindruck vermitteln, lasst die Natoflieger von den Türken in Ruhe. Ob wir uns dazu bereiterklären, da würde ich gerne einen Entschluss unseres Parlamentes sehen. Das Ganze ist eine Frage von Krieg mit einer atomar potenten Macht. Ich habe persönlich die Schnauze voll von militärischem Gehabe, wo der kleine Hund mit den grossen Hunden pieseln will und das Bein kommt nicht hoch. Kraftmeierei, und nichts dahinter. Avanti Diletanti, wir schaffen das.
5. Absolut notwendig
PatrickBe 28.01.2016
Warum sollen nur autoritäre Staaten massiv aufrüsten, aber die demokratischen Länder nicht genug in ihre Verteidigung investieren dürfen? Militärische Schwäche bedeutet Erpressbarkeit und Machtverlust gegenüber aggressiv auftretenden autoritären Staaten.
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