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Nato-Generalsekretär: Griechenland soll Rüstungszahlungen einhalten

Nato-Generalsekretär Stoltenberg: Athen darf Militärbudget nicht kürzen Zur Großansicht
DPA

Nato-Generalsekretär Stoltenberg: Athen darf Militärbudget nicht kürzen

Trotz Finanzkrise und drohendem Grexit soll Griechenland sich an die Nato-Zusagen halten: Generalsekretär Stoltenberg warnt die griechische Regierung davor, bei der Verteidigung zu sparen.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die griechische Regierung davor gewarnt, das Militärbudget zu kürzen. Er erwarte, dass Athen auch weiterhin zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgebe, sagte Stoltenberg im Rahmen des Festakts zum 60. Jahrestag der Aufnahme Deutschlands in die Nato der Nachrichtenseite "heute".

Rüstungsausgaben seien nicht die Gründe für die Finanzkrise in Griechenland: "Die Probleme sind viel komplizierter als allein die Tatsache, dass Griechenland hier seine Zusagen bei den Militärausgaben einhält", argumentierte Stoltenberg. Die griechische Regierung müsse sich, wie alle 28 Nato-Partner, auch in Zukunft an Zusagen halten - das sei wichtig für alle.

Stoltenberg positionierte sich damit klar gegen Reformvorschläge, die auf Kürzungen der Militärausgaben im griechischen Haushalt zielten. An Spekulationen über einen möglichen Grexit wollte er sich den Angaben zufolge nicht beteiligen. "Die griechische Regierung hat immer wieder betont, dass sie ein zuverlässiges Mitglied der Nato bleiben wolle", sagte er auf die Frage hin, ob Griechenland im Falle eines Grexits Mitglied der Nato bleibt. "Sie haben wirklich immer ihre Nato-Treue versichert, und das begrüße ich."

Griechenland nehme in Südeuropa eine wichtige Rolle ein - Stoltenberg erwarte, dass der Staat als Teil der Allianz auch in Zukunft stabilisierend wirke. Einen Plan B im Falle eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone habe er nicht, sagte er "heute": "Wir haben einen stehenden Plan, und der ist, dass Griechenland Nato-Mitglied bleibt. Es würde die schwierige Situation nur noch schwieriger machen, wenn ich nun spekulieren würde über hypothetische Folgen." (Lesen Sie alle aktuellen Entwicklungen in Griechenland in unserem Newsblog.)

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insgesamt 52 Beiträge
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1.
frankn.stein 30.06.2015
Renten, Sozialausgaben, Gehälter kürzen - alles kein Ding. Aber mal bloß nicht auf die Idee kommen ein U-Boot weniger zu kaufen! Wer liefert den Griechen nochmal gleich die U-Boote? Auch egal. Alles nur im besten Interesse Griechenlands!
2. Was soll das?
noalk 30.06.2015
Keine Frage, Griechenland ist wichtig für die NATO. Denn wer nicht in der NATO ist, könnte ja einem anderen Militärbündnis anheim fallen. Aber was würde denn passieren, wenn Griechenland seine Militärausgaben kürzte? Invasion durch Russland? Oder durch Ägypten? Den Griechen geht's nun mal schlecht, da kann man von den NATO-Partnern doch auch mal ein wenig Solidarität erwarten.
3.
ichsagemal 30.06.2015
...DAS ist die coolste Idee von allen. Wir zahlen/erlassen die Schulden, damit Griechenland in der NATO bleibt. Schließlich müssen wir unsere Freiheit am Hindukusch verteidigen; die Akropolis liegt doch viel näher. Was die Finanzwelt nicht hergibt, kann die Militärseite heilen. WARUM sind Merkel Juncker und Co da noch nicht drauf gekommen? Mein Vertrauen in die LösungOrientierung der agierenden Politiker sind stetig!
4. Es ist besser
mausfrederick 30.06.2015
die Griechen haben noch genug Geld zum Leben und Überleben, anstatt einen überblähten Militärhaushalt zu stützen. Soll sich die NATO doch an Polen und die Balten wenden und wenn da kein Geld zur Verfügung steht, an die USA (ist doch ihr Verein).
5. Als Erstes muss der Militäretat auf Null gestrichen werden.
hansbriegel 30.06.2015
weil den kein Mensch braucht.
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