"Wir sind bei euch" Pence sichert baltischen Staaten Nato-Beistand zu

Mike Pence bekräftigt während seiner Reise ins Baltikum die Wehrhaftigkeit der Nato. Damit stärkt er Estland, Lettland und Litauen den Rücken. Deren Sorge vor dem großen Nachbarn Russland wächst.

Mike Pence in Tallinn
REUTERS

Mike Pence in Tallinn


US-Vizepräsident Mike Pence hat eine Reise in die Peripherie der Nato unternommen - ins Baltikum. Den dortigen Staaten sicherte er bei einem Besuch in Estland den Beistand der USA und der militärischen Bündnisgemeinschaft zu.

"Unter Präsident Donald Trump lehnt Amerika jeglichen Versuch ab, Gewalt, Drohungen, Einschüchterung oder unheilvollen Einfluss auf die baltischen Staaten oder gegen irgendeinen unserer Verbündeten auszuüben", sagte Pence nach einem Treffen mit den Staatschefs Estlands, Lettlands und Litauens.

Die drei an Russland grenzenden baltischen Staaten sorgen sich angesichts des andauernden Ukrainekonflikts um ihre Sicherheit. Zur Abschreckung Russlands verlegen die USA daher seit 2014 Einheiten im Rotationsverfahren dorthin. Auch die Nato hat ihre Präsenz an der Ostgrenze des Militärbündnisses verstärkt.

"Schreckgespenst einer russischen Aggression"

"Wir sind bei euch. Wir stehen an der Seite der Menschen und Völker Estlands, Lettlands und Litauens. Und wir werden das immer tun", sagte der Stellvertreter des US-Präsidenten. Die USA stünden fest hinter Artikel 5 des Nato-Vertrags, in dem sich die Mitgliedstaaten für den Fall eines Angriffs gegenseitigen Beistand zusichern.

"Wir stehen hier zusammen und in der ganzen Welt, weil wir wissen, dass eine starke und vereinte Nato heute notwendiger ist als an irgendeinem Punkt seit dem Zusammenbruch des Kommunismus vor einem Vierteljahrhundert", sagte Pence. Die größte Bedrohung sei dabei das Schreckgespenst einer russischen Aggression.

dop/dpa



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