Hamburg - Bei einem Selbstmordanschlag sind am Samstag im Süden Kandahars vier afghanische Geheimdienstmitarbeiter und zwei Nato-Soldaten ums Leben gekommen. Ein Attentäter hatte sich in der Nähe eines Kontrollpunkts des afghanischen Geheimdienstes in die Luft gesprengt. Mehrere Menschen wurden bei der Explosion verletzt.
Der Sprecher der Provinz Kandahar, Ahmed Jawed Faisal, sagte, zum Anschlag sei es am Morgen nahe des Gebäudeeingangs gekommen. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht.
Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban. Nach Angaben des Taliban-Sprechers Jusuf Ahmadi sprengte sich der Attentäter in die Luft, als die Soldaten gerade ihren Helikopter verließen und auf den Kontrollpunkt zuliefen. Kandahar ist eine der unruhigsten Provinzen Afghanistans.
Im Nordosten des Landes gelang afghanischen Einsatzkräften und deutschen Soldaten am Samstag ein Schlag gegen die Taliban. Bei einer gemeinsamen Operation nahmen die Truppen 18 Aufständische der Taliban in der Provinz Baghlan fest.
Auch in Pakistan kam es am Samstag zu einem Selbstmordanschlag. Ein Attentäter sprengte sich auf einem belebten Markt in der Ortschaft Darra Adam Khel im Nordwesten des Landes in die Luft und riss mindestens 14 Menschen mit in den Tod.
kha/Reuters/AP/Shoib Najafizada
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