Ukraine-Krise Nato sagt Kiew Hilfe bei Modernisierung der Armee zu

Die Nato will im Ukraine-Konflikt ihre Präsenz in Osteuropa ausbauen - und Kiew direkt militärisch unterstützen: Der scheidende Generalsekretär Rasmussen hat dem Krisenland Hilfe bei einer Armeereform versprochen.

Rasmussen beim Nato-Gipfel in Wales: "Ein umfassendes Maßnahmenpaket"
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Rasmussen beim Nato-Gipfel in Wales: "Ein umfassendes Maßnahmenpaket"


Newsport - Die Nato hat der Ukraine Hilfe bei der Modernisierung ihrer Armee zugesagt. "Wir haben ein umfassendes und zugeschnittenes Maßnahmenpaket gepackt, damit die Ukraine besser für ihre eigene Sicherheit sorgen kann", sagte der scheidende Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen beim Gipfeltreffen des Verteidigungsbündnisses in Wales.

Die Hilfe betrifft demnach die Bereiche Logistik, Kommando- und Kommunikationsstrukturen sowie Cyber-Abwehr. Zudem wolle die Nato die Ukraine bei der Versorgung verwundeter Soldaten unterstützen sowie bei der Reform seiner Streitkräfte beraten und deren "strategischen Austausch" mit Kiew verstärken. Rasmussen zufolge sollen zu diesem Zweck rund 15 Millionen Euro in einen Treuhand-Fonds fließen.

Rasmussens "Readiness Action Plan"

"Wir bekräftigen unser festes Bekenntnis, die besondere Partnerschaft zwischen der Nato und der Ukraine auszubauen, um zu dem Aufbau eines stabilen, friedlichen und ungeteilten Europa beizutragen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs der 28 Mitgliedstaaten.

Zuvor hatte Rasmussen bereite einen sogenannten Readiness Action Plan vorgestellt, der das Ziel habe, "unsere Fähigkeit zu verbessern, schnell zu handeln, um unsere Alliierten zu verteidigen, wenn dies nötig ist". Auf dem Nato-Gipfel würden wichtige Schritte eingeleitet, "um die Verteidigungsfähigkeit unserer Verbündeten zu stärken", sagte Rasmussen.

Am Freitag will die Nato als Reaktion auf den Konflikt mit Russland einen Aktionsplan für Osteuropa beschließen. Der sieht eine erhöhte Präsenz des Bündnisses in der Region und den Aufbau einer Kriseneingreiftruppe vor. Nach dem Ausbruch der Ukraine-Krise waren in der Nato Zweifel aufgekommen, ob das Bündnis gegen einen russischen Angriff auf einen Mitgliedstaat ausreichend gerüstet wäre. Das Verteidigungsbündnis plante daraufhin eine sogenannte Nato Response Force als schnelle Eingreiftruppe für Osteuropa.

mxw/AFP

insgesamt 46 Beiträge
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deviet 04.09.2014
1. Mein Gott
Wann verschwindet der endlich? Hat er nicht genug Schaden angerichtet?
vandenplas 04.09.2014
2. mit
kann ja nur Polen und das Baltikum gemeint sein. Die andern wollen keine NATO Präsenz! Na ja, wenn der Westen die Putschisten noch intensiver aufrüsten und beraten will, dann ergibt es das Gegenrecht für die Föderalisten dasselbe von Russland zu wollen, nicht wahr? Das nennt sich dann Wettrüsten.
achimedes 04.09.2014
3.
Manch einer will gar nicht zu spät kommen, den Dritten Weltkrieg zu sehen. Relativ dazu wäre nur, wenn der Spiegel jemanden treffe, der den zweiten Weltkrie aktiv erlebt hat, und sich wohl gefühlt hat bei dem Erlebnis. Ist es nicht so, kannst du dir ausrechnen, wi sehr die Leute die Tassen im Schrank haben. Auch dort ..sie wissen schon. Ag für Friedenssoldaten Weltweit gefordert, aber das machen sie doch, um die Menschenheit runter zu fahren, moderne Bevölkerungsdezimerung, das siehst du den Kanibalen Blick Rasmussen an, das hat der in den Genen. Ag für Friedenssoldaten: http://kurzlink.de/qF3aFgZ3I
rajaja 04.09.2014
4. Warum
in Dreiteufelsnamen sollte Russland "in Litauen einmarschieren" wollen?
Walter Sobchak 04.09.2014
5.
Schrecklich. Die NATO gehoert endlich aufgeloest und die Generaele vor ein Kriegsgericht.
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